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Der Marangoni-Effekt im Fokus von Wissenschaftlern der JAXA

Wissenschaftler der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) wollen in den nächsten vier Jahren versuchen, den so genannten Marangoni-Effekt unter schwerelosen Bedingungen zu untersuchen. Dazu sollen an Bord der Internationalen Raumstation ISS vier spezielle Experimente durchgeführt werden.

Das nach dem italienischen Physiker Carlo Marangoni benannte Phänomen ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Es basiert auf dem Bestreben von Wärme und Massen, sich in Flüssigkeiten immer in das Gebiet mit der höchsten Oberflächenspannung zu bewegen. Diese Konvektion kann etwa in gefüllten Weingläsern beobachtet werden.

Auf der ISS kann man die Marangoni-Konvektion aber unter schwerelosen Bedingungen beobachten, was neue Möglichkeiten eröffnet. Die Wissenschaftler hoffen, auf diesem Weg mehr über die Übertragung von Wärme in einer Flüssigkeit herausfinden zu können. Mit dem neuen Wissen könnten effektivere Halbleiter gebaut werden.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaftler, Effekt, Bedingung, Schwerelosigkeit, JAXA
Quelle: www.astropage.eu

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12.03.2011 08:58 Uhr von alphanova
 
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Den Effekt hat praktisch jeder schon irgendwo gesehen, aber kaum einer wird wissen, wie er heißt und wie er entsteht (der Name war mir auch neu). Die Schwerelosigkeit an Bord der ISS ist eine Grundbedingung für die Durchführung verschiedenster Experimente, die auf der Erde gar nicht, oder nur unter schwierigen Umständen möglich sind.
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13.03.2011 16:40 Uhr von Sh@dowknight99
 
+1 | -0
 
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Interessant wäre in dem Zusammenhang auch, ob Erkenntnisse zu diesem "Faktor" wie es in der Quelle genannt wird, auch auf Schmelzen übertragbar sind.
Als Beispiel fällt mir die Glasschmelze ein, bei der es in verschiedenen Zonen innerhalb des Schmelzofens u.a. durch die Konvektionsströme zu verschiedenen Phasen/Konzentrationen kommt, wodurch die Eigenschaften des Glases eingestellt werden können.

Ich vermute mal, dass hier die Energien aber wohl sehr viel höher sind und andere Parameter gravierendere Auswirkung auf die Schmelzbewegung haben.

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