Tarnung für rote Blutkörperchen könnte verträglichere Blutkonserven ermöglichen
Mediziner haben ein Verfahren entwickelt, bei dem rote Blutkörperchen mit einer Hülle aus mehreren Kunststoffschichten getarnt werden. Bei manchen Blutgruppenkombinationen kommt es beim Blutspenden zu Verklumpungen, wenn die Blutzellen vom Immunssystem des Empfängers attackiert werden.
Die Immunabwehr benutzt dabei einen Erkennungsmechanismus, der auf bestimmte Eiweißstrukturen, sogenannte Antigene, reagiert. Aber die Beschichtung hüllt genau diese Strukturen ein, so dass das Immunsystem nicht reagiert. Zumindest im Labor funktioniert der Sauerstofftransport trotz der Hülle.
Bei dem Verfahren kommen die Zellen in eine Lösung, die aus verschiedenen Polymeren zusammengesetzt ist. Diese Polymere lagern sich dann in bis zu sechs Schichten von alleine an die enstprechenden Stellen. Die Praxistauglichkeit des Ansatzes soll durch weitere Studien geklärt werden.