11.03.11 10:49 Uhr
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Wissenschaftler bauen molekularen Roboter aus DNA

Wissenschaftler haben einen sub-mikroskopischen, molekularen Roboter gebaut, der aus DNA besteht und auch an einem DNA-Strang entlangläuft. Die Schrittlänge beträgt dabei sechs Nanometer. Gesteuert wird der kleine Läufer über Treibstoffmoleküle, die ihn nach links und nach rechts laufen lassen.

Dazu wird ein Satz verschiedener Moleküle eingesetzt, in die der entsprechende Befehl "einprogrammiert" wird. Solche auf DNA basierenden, molekularen Maschinen gab es zwar zuvor, diese ließen sich aber nicht steuern. Viele Wissenschaftler erhoffen sich, noch weitere Fortschritte zu erzielen.

Man hätte zum Beispiel gerne einen "Roboter", der alleine bestimmten Mustern folgt. So könnte man sie etwa als Transportmoleküle gebrauchen. Außerdem gilt ein DNA-Strang mit mehreren Abzweigungen als interessante Laufstrecke. Dann müsste ein Roboter nicht immer entlang einer geraden Linie wandern.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaftler, Roboter, DNA, Molekül
Quelle: www.physorg.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.03.2011 10:49 Uhr von Getschi2.0
 
+12 | -1
 
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Das Bild zeigt ein Kinesin-Motorprotein auf einem Mikrotubuli-Filament. Das Kinesin besteht zwar nicht aus DNA, kann aber als natürliches Pendant zu dem "Roboter" gesehen werden. Es kann am Mikrotubuli entlanglaufen. Hier eine Animation des Kinesins: http://www.youtube.com/...
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11.03.2011 11:08 Uhr von Nectar
 
+6 | -1
 
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Ganz schöner Fortschritt: Die Frage ist, natürlich wie bei allen Erfindungn, wie man den besten Nutzen für die Menschheit und für den Geldbeutel erbringt.

Kann man solche Roboter evtl. dazu benutzen, um an der DNA Schäden festzustellen und sie zu reparieren ?

Man lässt ihn, mit dem Abbild einer "funktionierenden DNA" daran entlanglaufen und sobald er falsche oder kranke Basenpaare aufspürt repariert er sie. Mh zu quer gedacht. Damit könnten wir uns ja von innen selbst mutieren.

Ich finde, dass man die Finger von unserem Genom lassen sollte.
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11.03.2011 11:44 Uhr von Carle
 
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@Nectar: Sollten wir nicht.
1. Wär ich gern wie Wolverine und
2. muss man es ja nicht für solchen unfug benutzen. kaputte DNA heißt im schlimmsten Fall Krebs. und dem beizukommen ist sehr wohl wünschenswert.
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11.03.2011 13:15 Uhr von XvT0x
 
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@Carle: "kaputte DNA heißt im schlimmsten Fall krebs"
ja ne is klar

mal abgesehen von den zig tausenden anderen erbkrankheiten.. wie die trisomie...
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11.03.2011 14:21 Uhr von little_skunk
 
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@Nectar und Carle: Es ist nicht notwendig die DNA Schäden zu reparieren. Es würde völlig reichen wenn der kleine Roboter die Zelle mit den DNA Schäden schlicht und einfach Tötet bzw den Selbsttötungsmechanismus auslöst.
Das wäre das perfekte Heilmittel für Krebs.

@XvT0x
Es gibt einen Unterschied zwischen Krebs (DNA Schäden) und Erbrankheiten. Eine Krebszelle hat auf Grund von äußeren Einflüssen einen anderen beschädigten DNA Code als alle anderen noch gesunden Zellen. Bei einer Erbrankheit haben alle Zellen seit Geburt den gleichen DNA Code. Da gibt es keine gesunden Zellen. Bei einer Erbrankheit ist die DNA nicht beschädigt. Sie macht streng genommen das was sie seit Geburt machen soll. Klingt hart macht für den kleinen Roboter aber einen großen Unterschied. Krebszellen kann er gezielt abtöten. Erbrankheiten aber nicht weil da einfach alles Zellen betroffen sind.
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11.03.2011 14:26 Uhr von XvT0x
 
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@little_skunk: mea culpa..auf diese weise hab ichs noch garnicht betrachtet...

plus von mir.
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11.03.2011 14:42 Uhr von Lachendeswiesel
 
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Ein guter Schritt: Wenn man in der Lage wäre, die DNA auf eine solche Weise zu beeinflussen, kann man viele Probleme im Keim ersticken.
Ich bin kein Biologe, aber dennoch dürfte es auch damit möglich sein, Virenerkrankungen abzuwenden, da dieser Roboter die RNA der Viren vermutlich auseinander nimmt, wenn sie die DNA der Zelle angreifen. Auf diese Weise könnten dann auch Krankheiten wie Aids effektiv bekämpft werden, da man in der Lage wäre sämtliche infizierte Zellen gezielt auszuschalten.
Die einzige Gefahr, die mir dazu einfällt, wäre eine Manipulation dieser Roboter. Angenommen 90% der westlichen Bevölkerung bekommt diese Roboter als eine Art "Impfung" und ein Mensch hat nun eine Fernbedienung mit der er per Knopfdruck alle Menschen töten könnte...
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11.03.2011 16:39 Uhr von Gorli
 
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"Die einzige Gefahr, die mir dazu einfällt, wäre eine Manipulation dieser Roboter. Angenommen 90% der westlichen Bevölkerung bekommt diese Roboter als eine Art "Impfung" und ein Mensch hat nun eine Fernbedienung mit der er per Knopfdruck alle Menschen töten könnte... "

Der "Roboter" ist eher als ein Medikament zu sehen. Und Morphium wird ja auch nicht verboten, weil es prinzipiell Menschen töten kann.

Was natürlich sein kann ist, dass der Roboter nicht funktioniert und alle Zellen als kaputt erkennt. Aber dafür gibt es ja Testphasen.

[ nachträglich editiert von Gorli ]
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11.03.2011 16:50 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Morgollon: Die kleinen Würmer aus Silikon bohren sich durch die Haut ins Freie und reagieren auf menschliche Nähe.
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11.03.2011 18:06 Uhr von Getschi2.0
 
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Lachendeswiesel: "Angenommen 90% der westlichen Bevölkerung bekommt diese Roboter als eine Art "Impfung" und ein Mensch hat nun eine Fernbedienung mit der er per Knopfdruck alle Menschen töten könnte... "
Naja, der Auslöse Mechanismus wäre ja dann elektronisch. Da würde dann die Injektion von Gift ausreichen.
Bei allen Anwendungen muss außerdem bedacht werden, dass dieser Roboter über den Treibstoff gesteuert wird. Man muss also den Treibstoff "L" hinzufügen, dass es nach links wandert und für einen Richtungswechsel, also eine Fortbewegung nach rechts muss der Treibstoff "R" hinzugefügt werden. Bei der Anwedung ist es dann wohl schon mal ein immenses Problem die DNA-Bahn in die entsprechenden Gebiete zu bringen und dann muss ja auch noch der Treibstoff öfter mal gewechselt werden. Wenn sich das ganze in vielen menschlichen Zellen gleichzeitig abspielen soll, ist das keine leichte Aufgabe.
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11.03.2011 20:02 Uhr von Deathmachine
 
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@Lachendeswiesel: "Die einzige Gefahr, die mir dazu einfällt, wäre eine Manipulation dieser Roboter."

Du stellst dir diese Roboter viel zu komplex vor. Man kann sie schon eher mit Einzellern vergleichen, sie könnten ein, allerhöchstens zwei Aufgaben erledigen, und das auch nur unter den vorher vorgesehenen Umständen.
Außerdem hat der Mensch schon viel "bessere" Möglichkeiten zur Massenvernichtung gefunden, ein Glück ist nur, dass die Mächtigen einfach nichts davon hätten, diese einzusetzen.

@Topic:
Ich bin sehr gespannt, wohin die Forschung noch kommt - derzeit sind ja Nanobots, speziell "gebaute" Bakterien und nun auch noch "DNA-Bots" in der Erforschung, und alle Wege scheinen sehr vielversprechend zu sein. Man kann nur hoffen, dass diese Pfade auch konsequent erforscht werden, und nicht wieder wegen irgendwelchen Dogmas a la "Genforschung ist pöhse weil wir sie nicht verstehen!" auf Eis gelegt werden....
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11.03.2011 21:20 Uhr von face
 
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Nannobots werden unser Gehirne zerfressen...
Widerstand ist zwecklos...
alle werden assimiliert...
alle... einfach alle...

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