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Urteil: Rapidshare kann für Urheberrechtsverletzungen durch Nutzer belangt werden

Nach einem aktuellem Urteil des Hamburger Landgerichtes kann der Filehoster Rapidshare für Urheberrechtsverletzungen seiner Nutzer belangt werden. Damit entschied das Hamburger Landgericht gegen frühere Urteile anderer Gerichte.

Im speziellem Fall klagte ein Verlag, weil ein Rapidshare-Nutzer urheberrechtlich geschützte Werke über den Filehoster verteilte. Nach Ansicht des Hamburger Landgerichtes ist Rapidshare seiner Pflicht zur Prüfung nicht nachgekommen.

Es hätten von Rapidshare Wortfilter sowie auch Webcrawler zum Einsatz kommen müssen. Wie strittig die Rechtslage in solchen Fällen ist zeigt ein Urteil des Oberlandesgericht Düsseldorf. Dort wurde kürzlich erst geurteilt, dass dazu für die Filehoster keine Pflicht besteht.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Urteil, Nutzer, Urheberrechtsverletzung, Filehoster, Rapidshare
Quelle: www.gulli.com

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.03.2011 07:50 Uhr von tutnix
 
+73 | -2
 
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lg hamburg: von denen ist man weltfremde urteile zum thema internet gewohnt. gewohnt ist man allerdings auch, dass höhere instanzen den urteilen des lg hamburgs nicht folgen und anders urteilen.
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11.03.2011 07:51 Uhr von Nexarius
 
+48 | -3
 
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rapidshare hat keien schuld: wie soll rapidshare den alle daten kontrolllieren die hochgeladen werden Oo?
ich meine rapidshare ist unschuldig
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11.03.2011 08:18 Uhr von bliss.rds
 
+51 | -1
 
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Ich: möchte echt mal wissen, was die Richter so an Summen von der Content-Industrie für solch ein Urteil bezahlt bekommen...
Das wäre ja so als ob man einen Automobilhersteller für Alkohol am Steuer belangen würde. Besteht ganz Deutschland denn nur noch aus verrückten?
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11.03.2011 08:37 Uhr von wordbux
 
+19 | -0
 
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entschied das Hamburger Landgericht: Das heißt noch lange nicht das es auch richtig ist.
Manche Richter gehören mal auf die andere Seite des Richterpults.
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11.03.2011 08:38 Uhr von wolfinger
 
+5 | -20
 
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11.03.2011 09:06 Uhr von Marco Werner
 
+7 | -0
 
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Tutnix hat schon ganz Recht: Das Hamburger Landgericht ist für derartig weltfremde Urteile im Internet- und Urheberrecht bekannt (gleich danach folgt das Kölner Landgericht). Es ist kein Zufall,daß selbst irgendwelche Hinterhofanwälte aus Oberammergau ans Hamburger Landgericht gehen,wenn sie was erreichen wollen..die wissen genau,welche Deppen am Hamburger Landgericht arbeiten. Das wohl bekannteste Hirnlos-Urteil des Hamburger Landgerichtes kann man ja auch beinahe jeder deutschen Webseite lesen: Derjenige,der einen Link zu einer fremden Homepage auf seiner eigenen HP anbringt,ist für rechtliche Verfehlungen der anderen Seite mit verantwortlich,so er sich nicht ausdrücklich vorher davon distanziert.

Zur eigentlichen News: Da muss ich Nexarius Recht geben. Wie soll Rapidshare sowas kontrollieren ? Wortfilter ? Nun,die umgeht man einfach,indem man dem File irgendeinen kryptischen Namen gibt. Und Webcrawler ? Nette Idee, funktioniert aber genausowenig. Nicht nur deshalb,weil die meisten Links zu urheberrechtlich geschützten Files auf Rapidshare primär in Foren gepostet werden, bei denen man die Links ohne Anmeldung gar nicht zu sehen kriegt. Da versagt ein Webcrawler jämmerlich.
Und was ist mit den zu erwartenden Falschmeldungen des Webcrawlers ? Angenommen ich lade ein Projekt meines 3D-Renderingprogrammes bei Rapidshare hoch und poste den Link in einem Forum,weil ich Hilfe beim Projekt brauche...woher soll ein Webcrawler wissen,daß der Link gar nicht zu einem illegalen Download des eigentlichen Programmes führt ? Da ist eine manuelle Prüfung unablässig,aber praktisch kaum umsetzbar.
Auch Sachen wie Überprüfung von Hashwerten ist vollkommen unsinnig,da dieser sich schon bei kleinsten Änderungen an der Datei ändert.
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11.03.2011 09:09 Uhr von TrangleC
 
+7 | -0
 
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Ich stimme Zeus35 zu.

Irgendwo muss es mit der Haftung dessen der nichts anderes macht als einen öffentlichen Platz zur Verfügung zu stellen auch aufhören.

Erinnert sich noch jemand an den Begiff "Schulhofpiraterie"?
Als noch nicht alle einen Internetanschluss hatten gab es auch schon Softwarepiraterie. Kinder haben sich gegenseitig auf dem Schulhof zB. gebrannte Playstation 1 Spiele verkauft.

Nach der Logik dieses Urteils hätten dann die Hersteller dieser Spiele die Schulen auf Schadensersatz verklagen können.

Genau so könnte man Telefonanbieter auf Schadensersatz für alle Verbrechen die über Telefone verabredet und organisiert wurden verklagen, oder wie wäre es wenn wir den Staat dafür verklagen dass er Strassen baut auf denen dann Unfälle passieren und sogar Drogendealer ihre Geschäfte machen können?
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11.03.2011 09:10 Uhr von MC_Kay
 
+7 | -2
 
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*lach*: Beim Thema Rapidshare muss ich eh fast immer lachen.

1. Rapidshare hat sich durch die eigene Geschäftspolitik die Kunden vergrault.
2. Wie soll das LG Hamburg bitte ein Urteil gegen ein Unternehmen sprechen, welches ihren Sitz in der Schweiz hat?
Dort gelten keine europäischen Gesetze. ;)
3. Wenn nun wirklich RS dazu verdonnert werden sollte alle Inhalte nach illegalen zu überprüfen haben die massig Arbeit. obendrein bringen "Suchmaschinen" nach Begriffen rein garnichts, wenn sich die Dateien/Dokumente innerhalb eines passwortgeschützen Archivs (.rar .zip etc.) befinden. Dafür bräuchte RS immerhin das Passwort.
Was auch noch dazukommt ist, dass dort auch Leute ihre privaten Sachen und wichtige Dokumente sichern. Wenn nun diese Dokumente von RS durchsucht werden sollten, ist das ein Eingriff in ihr Privatleben. Was auch keiner weiß ist, ob RS die Inhalte in irgendeiner Form speichert und evtl. weiterverkauft.

Kurzum ... LACHHAFT xD
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11.03.2011 09:16 Uhr von TrangleC
 
+2 | -1
 
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@ MC_Kay: Ich stimme Dir zu dass das Urteil lachhaft ist, aber zu Punkt 2 Deines Beitrags:

Wenn eine Firma in einem Land Geschäfte macht, dann ist sie auch an die Gesetzte dieses Landes gebunden und unterliegt der Juristition, egal ob sie ihren Sitz in einem anderen Land hat.

Stell Dir vor es wäre nicht so. Dann dürften Firmen in jedem Land in dem sie nicht beheimatet sind tuen und lassen was sie wollen.

Das Urteil selbst ist Blödsinn, dass aber ein deutsches Gericht einen Fall über eine Firma die in Deutschland Geschäfte macht verhandeln kann ist schon richtig so.

[ nachträglich editiert von TrangleC ]
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11.03.2011 09:33 Uhr von neo1003
 
+4 | -1
 
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unfassbar: richter die keine ahnung haben sollten einfach mal die fresse halten! - Wie willste die rieseigen Datenmengen denn biste prüfen? "Wortfilter" suuuper als ob irgendeiner den nen film hochläd die gepackten parts "Tron Legacy" nennen würde!
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11.03.2011 09:38 Uhr von KingPiKe
 
+4 | -0
 
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@Zeus35: Prinzipiell gebe ich dir mit deinem Garagenvergleich recht.
Allerdings, wenn der Mieter dieser Garage darin seine geklaute Ware lagert und draußen ein Schild ranhängt, dass man hier geklaute Ware kaufen kann, dann muss der Eigentümer was dagegen utnernehmen.

Ich finde es durchaus richtig, dass solche Anbieter auch Verantwortugn tragen. Natürlich in einen sinnigen Maß. D.h. er sollte schon mal gucken wie die Files beschriftet sind.
Wenn der Uploader so intelligent war und den Namen a la "Harry Potter Teil 7" gegeben hat, dann sollte RS dort mal prüfen. Allerdings ist doch doch schon übertrieben, dass jeder Upload überprüft werden soll.
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11.03.2011 09:53 Uhr von Lichtwatt
 
+2 | -5
 
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Rapidshare sollte auswandern: Und die frei werdenden Arbeitsplätze dem Arbeitsamt überlassen.
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11.03.2011 09:59 Uhr von supermeier
 
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Wenn demnächst: die Bahn für die Inhalte der Schließfächer verantwortlich ist, dann wissen wir wo wir sind.
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11.03.2011 10:01 Uhr von VincentGdG
 
+1 | -13
 
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11.03.2011 10:04 Uhr von Ich_bins_wieder
 
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Ich: kann mich nur meinen Vorschreibern anschließen. Es ist doch wie bei allen anderen Anbietern auch so, dass die gigantische Menge nicht beweltigt werden kann, somit zieht man ja schon die Endnutzer zu Hilfe um beispielsweise youtube Clips zu sperren.
RS ist für mich ein Anbieter wie eine Bank die ihr Tresor zur Verfügung stellt, kann man dort wissen was der Inhaber lagert?
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11.03.2011 10:13 Uhr von Lichtwatt
 
+9 | -0
 
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Raubkopien? Selber schuld!!
Wenn man für teures geld was kauft und dann noch beim Hersteller anklopfen soll,bitte schaltet das frei (aktivieren) vergeht einem schnell die Lust am kaufen!!!!!!
Hol ich mir natürlich was das komplett ist,aber nicht von Rapid,gibt besseres.

[ nachträglich editiert von Lichtwatt ]
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11.03.2011 10:22 Uhr von Euroalarm
 
+5 | -0
 
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Die Richter haben ihren Doktor oder: was se zum richtern brauchen wohl auch nur abgeschrieben!?
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11.03.2011 10:26 Uhr von wordbux
 
+5 | -0
 
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Raubkopien: Ich habe nie Kopien geraubt.
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11.03.2011 11:02 Uhr von SheMale
 
+2 | -0
 
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lol: einfach dateinamen ändern und weiter gehts :D
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11.03.2011 11:04 Uhr von TrangleC
 
+1 | -2
 
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@ Zeus35: Wenn Rapidshare immun gegen die deutsche Justiz sein wollte, müssten sie eben deutsche User aussperren, so wie es Youtube mit bestimmten Videos oder gar echte Piratenhöhlen wie Demonoid machen.

Wie sollte denn eine Welt aussehen in der Firmen nur im Heimatland verklagt werden können?
Dann würden sämtliche größere Firmen ihren Sitz auf irgendeinen Insel-Zwegstaat verlegen, dort den Premierminister/Richter/Postboten (in Personalunion) bestechen und wären juristisch völlig unantastbar.
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11.03.2011 11:25 Uhr von DieGardine
 
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Falsches Urteil: Meiner Meinung nach, ist das urteil des Hamburger Landgerichts völlig danaben..
Der Autor sagt ja, dass ein Verlag geklagt hatte, also denke ich mal, dass jemand bei rapidshare irgendein E-Book hochgeladen hat. Wenn es sich jetzt zum Beispiel um den ersten harry Potter Band handelt, er das Ding aber "khvs6946756" oder "Urlaubsfotos.rar" oder sonst irgendwie genannt hat, wie soll Rapidshare denn dafür verantwortlich gemacht werden? Scheinbar wussten die Richter selber nichtmal, wie das System von Rapidshare funktioniert und dachten, dass Rapidshare das extra anbieten würde "Harry Potter Band 1", anders kann ich mir das nicht erklären.
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11.03.2011 11:33 Uhr von Joker01
 
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nichts Neues diese "Richter" in Hamburg stehen nach wie vor auf der Gehaltsliste der Content-Mafia.
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11.03.2011 12:41 Uhr von TrangleC
 
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@ Zeus35: Wenn es jetzt so aussehen würde, dann hätten wir die Diskussion nicht weil es dieses Urteil aus Hamburg nicht gäbe, oder?
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11.03.2011 12:55 Uhr von wolfinger
 
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@Zeus: Danke für deinen Hinweis, du liegst aber ebenfalls falsch.

Wenn ein Eigentümer von Lagerhallen seine Hallen vermietet, obliegt auch Ihm eine Pflicht gesetzliche Rahmen einzuhalten. Er muss zum Beispiel bestimmte Brandschutz/Umweltbestimmungen einhalten und dafür sorgen, dass Mieter seiner Hallen diese Bestimmungen einhalten (zb. durch eine mündliche Aufklärung).

Der Richter hat mE. argumentiert, dass auch RS in der Pflicht ist, gesetzliche Bestimmungen an die Nutzer seines Services weiterzuleiten. Dabei muss natürlich zwischen Nutzen und Aufwand abgewogen werden, und der Richter empfand es wohl als angemessen, einen entsprechenden Filter zu verwenden.

Dass Brand/Umweltschutz nicht mit dem Schutz des Urhebers vergleichen kann - ist mir natürlich klar. Ich wollte euch nur klarmachen, dass nicht jedes Urteil das gegen das persönliche Empfinden stößt von "geistig verwirrten bis korrupten Richtern" kommt.
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11.03.2011 12:57 Uhr von wolfinger
 
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@DieGardine: Falsch (würde ich mal behaupten).

Wenn jmd. den Harry Potter Band unter dem Namen "Urlaubsfotos.rar" hochlädt, kann man mit Sicherheit von absichtlicher Verschleierung ausgehen - was den Verdacht auf gezielte Verbreitung erhärtet.

Andernfalls kann man sich mit der "hab ich nicht gewusst" Klausel rausreden ;)

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