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Horst Seehofer: Deutsche Sprache und Werte in bayerische Verfassung

Horst Seehofer, Chef der CSU, ging am heutigen politischen Aschermittwoch offensiv vor. In seiner Rede betonte er eine christliche Prägung Deutschlands. Damit zeigte er seine Unterstützung für den neuen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.

Wenn eine Gesellschaft kein Leitbild habe, so Seehofer, sei diese auf Sand gebaut. Das Leitbild Deutschlands sei aus der Geschichte heraus entstanden, mit christlichen Einflüssen und jüdischen Wurzeln.

Die Leitkultur lasse man sich, so Seehofer weiter, auch nicht vom Ministerpräsidenten der Türkei ausreden. Seehofer fordert außerdem ein Bekenntnis zur deutschen Sprache, sowie die Verankerung von Werten in die Verfassung des Landes Bayern. Auch sollen Behörden die Integration von Migranten fordern.


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WebReporter: onkelbruno
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bayern, Wert, Sprache, Verfassung, Horst Seehofer
Quelle: www.handelsblatt.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.03.2011 21:59 Uhr von artefaktum
 
+13 | -12
 
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"Deutsche Sprache (...) in bayerische Verfassung." ?

Sprechen die Bayern denn Deutsch? ;-)
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09.03.2011 22:09 Uhr von martin@pc
 
+5 | -14
 
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der typ labert und labert ... labert genug um als grün durchzugehen <.<

[ nachträglich editiert von martin@pc ]
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09.03.2011 22:22 Uhr von shadow#
 
+10 | -13
 
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Seehofer, Schnauze! Wir brauchen hier niemanden der der Welt irgendeine religiöse Prägung aufdrücken möchte die er und seine Spinnerfreunde grade persönlich für gut halten. Seehofers reaktionärer Unsinn ist dabei genauso fehl am Platz wie der von Erdogan, und bei allen denkenden Bayern unter 60 ca. so erwünscht wie Schnupfen!
Das "Bekenntnis zur deutschen Sprache" ist beinahe schon witzig und seine "Werte" kann er sich sonstwo hinschieben, da hier niemand aber auch wirklich niemand Lust hat, Bayern der katholischen Kirche zu überlassen!

Ach und: Was sollen eigentlich neuerdings diese ständigen und in meinen Augen ziemlich bizarren Hinweise auf die "jüdischen Würzeln"? Immerhin wurde diese religiöse Minderheit in den letzten tausend Jahren mit wechselndem Enthusiasmus vor allem unterdrückt...

[ nachträglich editiert von shadow# ]
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09.03.2011 22:42 Uhr von Rob550
 
+4 | -2
 
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Wie wäre es wenn Herr Seehofer diesen Vorschlag in den Bundestag einreicht?!? Die Amtssprache zu beherrschen ist das A und O für Integratiion, was bundesweit festgelegt werden muss.
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10.03.2011 00:45 Uhr von CoffeMaker
 
+4 | -3
 
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Was hier gleich gehetzt wird nur weil einer auf die deutschen Werte pocht (ob das nun Show oder Stimmenfang ist ist jetzt mal dahingestellt). Deutschland hat nun mal etliche Dialekte, ob es die Berliner sind, die Sachsen,Bayern,Thüringer usw. sind, und das ist schön weil es immer daran erinnert das Deutschland ein Bund deutscher Staaten ist.

Hab echt manchmal das Gefühl das hier nur Deutsche unterwegs sind die den ganzen Tag beschäftigt sind sich selbst anzupissen oder unser Migrantennachwuchs der dauernd beschäftigt ist auf alles deutsche zu pissen um ihre eigene Nationalität drüber zu heben weil sie so geil ist das sie in Deutschland leben müssen.
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10.03.2011 01:05 Uhr von hartz2011
 
+1 | -5
 
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SIMON DESUE, weint wegen Rücktritt von Karl Theodo: SIMON DESUE, weint wegen Rücktritt von Karl Theodor zu Guttenberg http://www.youtube.com/...
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10.03.2011 02:05 Uhr von Lichtwatt
 
+4 | -3
 
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Hoffentlich kommts in Bayern: Damits dort nicht auch so zugeht wie in Berlin!
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10.03.2011 03:05 Uhr von Schwertträger
 
+6 | -2
 
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Jüdische Wurzeln? Christliche Prägung? Eher hätten wir wohl germanische Wurzeln (und auch die wären schon nicht unstrittig) und die Reste der christlichen Prägung der letzten üblen 2000 Jahre versuchen wir ja immer noch loszuwerden.
Wie war das noch? Die Liste im Netz, die aufzählt, was alles an heute gültigen Werten gegen den Willen der Kirche durchgesetzt wurde? Angefangen bei den Menschenrechten über die Gleichberechtigung bis hin zur Bildung für alle und dergleichen mehr.

Sicher waren nicht alle christlichen Einflüsse schlecht, wohl aber so gut wie alle der Kirche. Und die Inhalte der sieben Gebote (also die, die nicht das Wort "Gott" beinhalten) waren auch schon vorher gültig. Von welchen christlichen Prägungen spricht er also?
Und die Sache mit den jüdischen Wurzeln (womit nicht gesagt sein soll, dass ich etwas gegen Juden hätte) müsste er mir auch mal erläutern.


Dass er die deutsche Sprache verankern möchte, ist ja nicht übel, soll er machen. Auch ein paar Werte kann er meinetwegen verankern. Man sollte nur genau überlegen, welche das sein sollen.
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10.03.2011 09:16 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
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@Schwertträger: "Sicher waren nicht alle christlichen Einflüsse schlecht, wohl aber so gut wie alle der Kirche. Und die Inhalte der sieben Gebote (also die, die nicht das Wort "Gott" beinhalten) waren auch schon vorher gültig. Von welchen christlichen Prägungen spricht er also?"

Deutschland ist nunmal in den letzen knapp 2000 Jahren christlich geprägt, weil das Christentum und die Kirchen neuneinmal Einfluss auf die Herrscher und die Bevölkerung hatte. Allein, weil die Herrscher sich als von Gott eingesetzt fühlten und die Kirche ein gutes Mittel war, um den Leuten seinen Willen aufzuzwängne. Das ist wohl gschichtlich unumstritten.

Natürlich brauch man nicht das christentum, um ein guter Mensch zu sein. Dass man niemanden umbringt, nicht stiehlt, seinrm Partner treu ist usw. sollte selbstverständlich sein, egal welche Religion man hat.

"Und die Sache mit den jüdischen Wurzeln (womit nicht gesagt sein soll, dass ich etwas gegen Juden hätte) müsste er mir auch mal erläutern.""

Ganz einfach. Juden haben eben auch schon lange in Europa gelebt und somit auch Einfluss auf die Gesellschaft gehabt und die jüdischen Wurzeln ergeben sich zwangsläufig aus der christlichen Prägung.

Das Christentum ist nämlich eine jüdische Sekte. Jesus war Jude und wollte den jüdischen Glauben reformieren bzw. zum wahren Glauben zurückführen. Daraus entwickelte sich eben das Christentum, also Leute, die Jesus´ Lehren weiterverbreiteten.

Leider wurde dann irgendwann aus der Kirche eine ganz normale Organisation die auf Macht- und Reichtumserhalt und Zuwachs ausgerichtet war.

Inzwischen ist der Einfluss ja nun durch Aufklärung zurück gegangen. Die Kirche soll sich mit der Religion beschäftigen und nicht mit Politik.
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10.03.2011 14:17 Uhr von Schwertträger
 
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@psycpmen: >Natürlich brauch man nicht das christentum, um ein guter Mensch zu sein. Dass man niemanden umbringt, nicht stiehlt, seinrm Partner treu ist usw. sollte selbstverständlich sein, egal welche Religion man hat.<

Eben. Und genau AB DEM Punkt setzt meine Argumentation an.


Wenn ich jetzt Deine Zeilen richtig verstehe, dann willst Du folgendes sagen:

- da es das Christentum die letzten 2000 Jahre in Deutschland gab, ist Deutschland nun mal christlich geprägt
- da Juden schon lange in Deutschland/Europa leben, hat Deutschland auch jüdische Wurzeln.

Du bejahst also eine Prägung aus dem Umstand heraus, dass es beides eben in Deutschland gab und gibt.
So weit stimme ich Dir zu.

Meine Gegenargumentation setzt aber erst AB diesem Punkt ein.
Wenn man nur davon ausgehen wollte, was UNTER ANDEREM auch in Deutschland vorkam oder vorkommt, dann könnte man genausogut sagen, dass Deutschland vom Diskostampf geprägt ist, weil der halt in den 80ern vorherrschte, und Deutschland zu einem Diskostampfland erklären. Klar ist es das, aber eben nur UNTER ANDEREM, somit wäre eine Deklarierung Deutschlands zu einem Diskostampfland völlig unsinnig und auch nicht korrekt.

Wenn gesagt wird, dass Deutschland christlich geprägt ist, dann kommt es sehr(!) darauf an, wer das sagt und mit welcher Intention.
Seehofer hier z.B. spricht das Wort "mehrheitlich" nicht aus, meint es aber sehr wohl.
Wenn Du dagegen von einer Prägung sprichst, dann meinst Du, wie ich, "unter anderem", also die wissenschaftlich korrekte Form.
Das ist ein Riesenunterschied!

Wir beiden sind uns daher eigentlich einig, nur dass Du noch nicht so ganz gesehen hast, wo der Kernpunkt meiner Kritik an dieser Prägungsaussage liegt (nun gut, nach den Beispielen eben wahrscheinlich schon).


Und wenn man korrekt sein möchte, dann ist ganz klar Deutschland UNTER ANDEREM christlich geprägt (leider), aber eben AUCH, und in den letzten Jahrzehnten viel STÄRKER (glücklicherweise), durch die Aufklärung und den Humanismus, und (weniger glücklich) durch die industrielle Revolution, die in der Kultur und der Moral Spuren hinterlassen hat.
Und auch das sind nur ein paar von wesentlich mehr Einflüssen und Prägungen.


Kommen wir wieder zu den jüdischen Wurzeln.
Du sagst richtigerweise, dass Juden eben auch schon lange in Europa gelebt und somit Einfluss gehabt haben. Du benutzt sogar richtigerweise das Wörtchen "AUCH", kommst aber trotzdem zu dem Schluss, dass die Aussage mit den Wurzeln stimmt?!
Wurzeln lesen sich aber, so wie Seehofer das Wort benutzt, in Richtung "ausschliesslich".

Außerdem sehe ich unsere WURZELN irgendwo in dem Zeitpunkt, wo eine Gruppe Jäger im damals noch völlig versumpften Norddeutschland sesshaft wird und seine späteren Nachfahren beginnen, das Land trocken zu legen.
DAS sind WURZELN.

Der ganze Kram zig Tausende Jahre später sind schon untere Blätter, ziemlich weit oben am Stengel. Das sind dann Seiteneinflüsse, die alle parallel und eben unter anderem stattfinden.

Die Wurzeln der hier lebenden Menschen gehen weiter zurück als lächerliche 5000 Jahre. Und für die Prägung gilt das gleiche. Wir wurden schon vor dem Jahre 0 Christi geprägt. Und auch nachhaltig.

Ein Volk über seine letzten 2000 Jahre zu definieren, ist irgendwie Wunschdenken. Und meistens das Wunschdenken von sehr komischen Menschen.


>Leider wurde dann irgendwann aus der Kirche eine ganz normale Organisation die auf Macht- und Reichtumserhalt und Zuwachs ausgerichtet war.<

Die Kirche war von Anfang an eine Machtorganisation. Das ist der Sinn einer Kirche. Und auch eine Glaubensgemeinschaft ist immer auf Zuwachs ausgerichtet.


>Inzwischen ist der Einfluss ja nun durch Aufklärung zurück gegangen. Die Kirche soll sich mit der Religion beschäftigen und nicht mit Politik.<

Da sind wir uns auch ohne erläuternden Zusatz komplett einig. Allerdings ist auch das Wunschdenken. Die Kirche ist international verflochten und hat über Schlüsselpositionen immer noch (und teils wieder wachsenden) Einfluss. Und sie braucht die Politik zum Machterhalt.
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10.03.2011 15:47 Uhr von psycoman
 
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@Schwertträger: Du hast natürlich völlig Recht dmait, dass die Wurzeln Deutschland und dessen Prägung durch diese, viel älter als 2000 Jahre sind und Herr Seehofer durchaus ein "auch" oder "unter anderem" hätte benutzen sollen. Aber für Aussagen von Politikern sind deutliche Aussagen immer besser beim Wähler anzubringen. "Deutschland ist Christlich! Fertig! Aus!" kommt besser als "Deutschland ist ja, unter anderem durch x, y und ein wenig z geprägt."

Gerade in Deutschland finde ich die Entscheidung was denn nun die Wurzeln sind sehr schwierig, da Deutschland, wie Du zutreffenderweise klarstellst, vielfälltig geprägt wurde.

Da wären natürlich die Germamen und verwandte Völker, die Skandinavier zum Beispiel, ob in Form von Handel oder Wikingerraubzügen, dann gab es die Römer, die Slawen, sogar Zentralasiaten, wie die Hunnen und sicher noch einige mehr und das allein eben in den letzten 2000 Jahren.

Davor sicher noch viele andere, denn soweit ich weiß kamen die Indogermanen eben aus Indien.

Aber gleich kommt wieder so ein Reichsverteidiger um die Ecke und wird mir die Reinheit der Deutschen erklären. Nunja, in Europa hat sicher jeder mit jedem vermischt, ob freiwilig oder durch Krieg sei mal dahin gestellt. Ebenso wurden kulturelle Einflüsse und Ideen weitergegeben.

Das Christentum ist für die Religon welche die deutlichste Prägung hinterlassen hat, da Deutschland eben heutzutage noch mehrheitlich christlich ist. Viele natürlich nur auf dem Papier.

Die Römer wollten in erster Linie ihren Einfluss ausbreiten und Religon war, soweit ich weiß, in den besetzten Gebieten nicht so wichtig.

Wenn man die eigenltichen Lehren des Christentums betrachtet, hätte den Menschen ja nichts besseres passieren können, Frieden, Nächstenliebe usw. Nunja, Theorie und Praxis.

Leider hat sich das Christentum auch, wie wohl fast jede Religion durch Gewalt ausgebreitet und gerade Deutschland durch Jahrhunderte religiöser Kriege "geprägt", wenn auch negativ.

Da finde ich den Islam in seiner Geschichte Ehrlicher. Die Verbreitung erfolgte fast von Anfang an mit dem Schwert und wer nicht wollte, dem hat man den Kopf abgehackt. Natürlich nicht immer, aber eben oft.

Beim Christentum hat sich das ganze von einer zuanfang verfolgten Mimderheit zu brutaler Verbreitung entwickelt. Die Sachsen, als Beispiel, waren vermutlich ganz glücklich mt Odin und den anderen Asen.

Für unsere heutige Zeit ist ja nun zum Glück auch die Wissenschaft und der Humanismus bzw. die Aufklärung prägend.

Also ich, als Katholik, würde nicht in einem christlichen Gottesstaat leben wollen, weil ich da vermutlich auch keine Freihati hätte, wie in anderen Gottesstaaten auch.

Einen chrsitlichen Einfluss in der Verfassung Bayerns oder dem Grundgesetz zu verankern hallte ich daher für sinnlos.

Dass in Deutschlan Deutsch gesprochen wird ist wohl kalr, allein dadurch, dass die Gesetzte, noch, in dieser Sprache verfasst sind.

Aus der Demokratie ergiebt sich doch auch zweangsläufig eine Leitkultur, nämlich die der Mehrheit.

Wenn die Bevölkerungsmehrheit irgendwann eben nicht meh, unter anderem,deutsch bzw. "christlich/humanistisch etc" geprägt ist, sondern z.B. türkisch-muslimisch, dann ist das eben so und das muss auch Herr Seehofer akzeptieren.

Noch ist es aber nciht so, daher ist es wohl selbstverständlich, dass ein Einwanderer die Sprache, also Deutsch, lernt und sich der vorheschenden Kultur anpasst. Gesetze zu achten sollte ebenso selsbtverständlich sein.

Wenn die Gesetze eines Landes meienr Religon widersprche,was an sich ja ncihts schlimmes ist, dasnn wandere ich in ein Land aus, in dem ich meine Religon so leben kann, wie ich mir das vorstelle.

Religon ist jedoch Privatsache. Solange ich gegen keine Gesetze verstoße, hat mir der Staat nicht hineinzureden und ich habe niemanden mit meiner Religon zu belästiguen und Forderungen an andersgläubige zu stellen, sich meiner Religon anzupassen.
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10.03.2011 17:50 Uhr von Schwertträger
 
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@psycomen: >Aber für Aussagen von Politikern sind deutliche Aussagen immer besser beim Wähler anzubringen. "Deutschland ist Christlich! Fertig! Aus!" kommt besser als "Deutschland ist ja, unter anderem durch x, y und ein wenig z geprägt."<

Klar sind einfache Aussagen besser und einprägsamer.
Aber sie dürfen durch die Vereinfachung nicht falsch werden.
Richtiger (aber Dank Vereinfachung immer noch nicht völlig korrekt) wäre also der Satz:
"Deutschland ist humanistisch geprägt und hat vielfältige Wurzeln"


>Wenn man die eigenltichen Lehren des Christentums betrachtet, hätte den Menschen ja nichts besseres passieren können, Frieden, Nächstenliebe usw. <

Das sind genau die Punkte, die ich NICHT dem Christentum zuschreibe. Das Streben bzw. auch Nichtstreben nach Frieden gab es in genau dem gleichen Maße auch schon vor dem Christentum. Es ist ja nicht so, dass mit dem Christentum alles friedlicher wurde. Friedlicher wurde es dort, wo sich Dank Frieden mehr Geld verdienen liess.
Und Nächstenliebe ist ebenfalls keine christliche Erfindung. Wem gegenüber die Leute liebend und barmherzig sein wollten, waren sie es auch schon vor 3000 Jahren und wem gegenüber sie es nicht sein wollen, sind sie es heute noch nicht, trotz 2000 Jahren Christentum. Das Christentum hat daran so gut wie nichts geändert.

Du sollst nicht töten und nicht stehlen und nicht ehebrechen, sind ebenfalls keine Erfindungen des Christentums, sondern lediglich die Essenz sinnvoller Gesetze einer Lebensgemeinschaft von Menschen, wie sie so wahrscheinlich schon zu Uhrzeiten existierten, .... nur nicht so schön prägnant zusammengefasst. Das muss man den Bibelschreibern zumindest lassen.
Und durch die Belegung mit einem großen, göttlichen, allmächtigen und noch dazu rachsüchtigen Überwesen wurde auch gleich für mehr Beachtung gesorgt. Das ist ein Pluspunkt, ja.
Ebenfalls war es für die einfache Bevölkerung oft angenehm, vor Ort in der Kirche eine schützende Gegenpartei zum örtlichen Willkürfürsten zu haben. Das war auch positiv.

Aber dass die Pluspunkte überwiegen, kann man nicht sagen. Insofern ist die Aussage, dass den leuten hier nichts Besseres hätte passieren können, als das Christentum, sehr gewagt.


>Aber gleich kommt wieder so ein Reichsverteidiger um die Ecke und wird mir die Reinheit der Deutschen erklären. <

Ja, das versuchen die immer. Ist aber Unsinn.


>Also ich, als Katholik, würde nicht in einem christlichen Gottesstaat leben wollen, weil ich da vermutlich auch keine Freihati hätte, wie in anderen Gottesstaaten auch.<

Und das ist der entscheidende Punkt. Gottesstaaten sind komischerweise immer Diktaturen. Die Antwort auf das Warum ist für den einzelnen Gläubigen nicht schmeichelhaft.

Jedenfalls keinen Gottesstaat haben zu wollen, und damit auch keine Verankerung angeblicher christlicher Prägung (im Sinne von maßgeblicher und positiver Prägung) in irgendwelchen Verfassungen, sind wir uns einig.

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