09.03.11 18:52 Uhr
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Die Suche nach Supersymmetrie am LHC

Das Standardmodell beschreibt die subatomaren Bausteine des Universums und ist gut bestätigt, birgt aber auch Probleme. So wird etwa der Ursprung der Gravitation nicht geklärt und es gibt keine Kandidaten für Dunkle Materie. In der Theorie der Supersymmetrie wird das Standardmodell daher erweitert.

Zu jedem Teilchen gibt es ein supersymmetrisches Teilchen, wovon aber noch keines nachgewiesen wurde. Alan Barr, der am ATLAS-Experiment mitarbeitet, konnte mit seinem Team zeigen, dass bestimmte supersymmetrische Teilchen - Squarks und Gluinos - schwerer sind als gedacht, falls sie existieren.

Die Grenze liegt derzeit bei 800 Protonenmassen, was sich ab 2013 ändern kann, wenn der LHC höhere Energien erreicht. Wenn die Theorie bestätigt wird, kann man eventuell Schlüsse auf die Dunkle Materie ziehen. Falls man sie aber nicht bestätigen kann, wartet noch viel Arbeit auf die Theoretiker.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Suche, Materie, LHC, Teilchenbeschleuniger, Symmetrie
Quelle: www.physorg.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.03.2011 18:52 Uhr von Getschi2.0
 
+9 | -1
 
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Am LHC sucht man eben nicht nur nach dem Higgs-Boson ;-)

Übrigens gibt es nur in bestimmten supersymmetrischen Modellen Kandidaten für Dunkle Materie, also schwere stabile Teilchen die weder an der elektromagnetischen noch an der starken Wechselwirkung teilnehmen.

Die Quelle ist übrigens ein kurzes Interview mit Barr.
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09.03.2011 20:21 Uhr von Leeson
 
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Es gibt ja verschiedene Erstatzideen für die: Dunkle Materie.
Eine davon ist, das es ne Menge "Brauner Zwerge" gibt.
Das ist auch meine Vermutung!
Auch der Vergleich, das sich die Sterne in einer Galaxie genauso verhalten wie in einem Sonnensystem, halte ich für hinkend.
In einem Sonnensystem wirken viel weniger Gavitationsquellen als in einer Galaxie,
Meine Meinung zur Dunklen Materie ;)
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09.03.2011 23:41 Uhr von anderschd
 
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Braune Zwerge wären aber: relativ leicht(im Vgl. zu dunkler Materie oder SL) zu finden. Müsste diese Theorie nicht schon bestätigt sein, oder eben nicht?

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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10.03.2011 09:54 Uhr von Getschi2.0
 
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Leeson: Braune Zwerge können einen Beitrag zur Dunklen Materie liefern (MACHOs), sie aber nicht ganz erklären.

@anderschd:
Naja, kommt wohl darauf an, wie groß der Anteil sein soll. Und in einem Halo wären sie vielleicht auch nur schwer nachzuweisen, da sie dann ja keinen Stern "verschieben" oder periodisch verdecken

[ nachträglich editiert von Getschi2.0 ]
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11.03.2011 23:28 Uhr von Leeson
 
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MACHOs: Man sagt doch immer noch, das diese schwer zu finden sind.
Gerade weil sie zu dunkel sind. Die Menge machts!
Es spielen sicher viele viele Faktoren mit rein und man kennt noch nicht alle Geheimnisse und Objekte im Universum.
Ich denke schon, das die kleinen dunklen Objekte einen großen Einfluss haben.
Das Verteilungsverhältnis im Universum ist nunmal von groß zu klein zunehmend.
Gas und Staub hat auch eine gewisse Gravitation im gesamten.

Jeder Planet zieht an unserer Sonne(Methode zu Feststellung von Planeten) und auch jeder Planet beeinflusst jeden anderen.
Nun ist das in unserer Galaxie auch so, mit dem Unterschied, das es viel mehr Grav.quellen gibt die aneinander zerren.

Man wundert sich doch, warum die Sterne in äusseren Bereich der Galaxien mit gleicher Geschwindigkeit ums Zentrum kreisen obwohl man den Vergleich zum Sonnensystem zieht und annimmt das sie innen schnell und weiter aussen langsamer kreisen.
Nun haben aber Sonnen im äusseren Bereich mit viel mehr Graviationquellen zu kämpfen.
Jeder Stern in der Nähe zieht an einem anderen und beschleunigt bzw. verlangsamt ihn.

Ich versuche mal n Bild zu erstellen und meine Gedanken besser darzustellen. ;)
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12.03.2011 14:17 Uhr von Getschi2.0
 
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Leeson: "Man sagt doch immer noch, das diese schwer zu finden sind.
Gerade weil sie zu dunkel sind. Die Menge machts!"
Genau. Sie sind sehr schewr zu finden und deswegen eben "dunkel". Ich denke aber, dass man sie leichter finden würde, wenn es sehr viele geben würde.
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13.03.2011 00:28 Uhr von Leeson
 
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@Getschi2.0: Einfache Faustregel:

Leichte Sterne <1 Sonnenmasse sind am häufigsten und machen etwa 67% der Sterne aus
Mittlere Sterne von 1-4 Sonnenmassen machen etwa 25% der Sterne in der Milchstraße aus
Große Sterne von 4-10 Sonnenmassen machen etwa 7% der Sterne in der Milchstraße aus
Riesensterne von >10 Sonnenmassen machen weniger als 1% der Sterne in der Milchstraße aus.
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17.03.2011 17:23 Uhr von Il_Ducatista
 
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Getsch in welcher Version auch immer: bitte Aufklärung: warum kann ich mir nicht im Sinne von Garett Lisi einen 248 dimensionalen Überraum denken im dem unser kuschliges 4 dimensionales Universum lediglich eine Untermenge oder ein Unterraum aus dem heraus wir nicht alles genau mitkriegen.
Beispiel: vor mir auf dem Tisch leigen die Mäuse meiner Computer. Diese Mäuse kann ich erkennen. Die Müse von Computern 10 km Entfernung kann ich nicht erkennen.

Kann es sein dass es Protons mit den Koordinaten (ict,x,y,z, tau-0) gibt die wir erkennen und dass es Protons mit den Koordinaten (ict,x,y,z, tau-1) oder (ict, x,y,z,tau-2) gibt die wir wir lediglich indirekt durch die Schwerkraftwirkung erkennen können? Dh die uns bekannten Photons kommen im gesamten Überraum inclusive unseres Unterraums vor und die Wechselwirkungsteilchen der Schwerkraft haben hinein in unseren Unterraum nur eine exponentiell abnehmende Eindringtiefe so dass die Schwerkraft eben relativ.

Nexte Frage: Welcher Effekt oder Zusammenhang sorgt dafür dass Photons in unseren Unterraum problemlos reinkommen und Gravitonen im Gegensatz dazu nur ein bergenzte Eindringtiefe haben und anscheined eher wegreflektiert werden - also relativ schwache Gravitation. Werden solche Antworten erst durch die Entdeckung von Higgsfeldern verschiedener Qualität gegeben. Wird as bedeuten dass irgendwann mal nach einem Mechanismus gefragt werden muss der den Teilchen die Ladung übergibt?

CERN macht heiss......

[ nachträglich editiert von Il_Ducatista ]

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