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AWD: Über 30.000 Kunden wurden falsch beraten

Der Finanzdienstleisters AWD hat durch falsche Beratung über 30.000 Kunden hohe Verluste beschert. In der vom NDR veröffentlichten Liste werden Opfer genannt, die in verlustreiche "geschlossene Fonds" investierten. Bei hoch-riskanten Finanzbeteiligungen wurden auch einfache Anleger haftbar gemacht.

Verschärfend hinzu kommt, dass die AWD 20 Prozent der Kunden Kredite vermittelt hat, um die Fonds zu finanzieren. Manche sitzen seitdem auf einem Schuldenberg von mehreren zehntausend Euro. Die Zeitschrift "Finanztest" sieht dies als einen Beleg für die systematische Fehlberatung der Kunden.

Vermarktet wurden eine Auswahl an Finanzprodukten, die zwar AWD-Beratern hohe Provisionen brachte, den Anlegern jedoch Schäden in Milliardenhöhe. Der AWD waren die Probleme bekannt, man bemühte sich jedoch lediglich um eine Vertuschung mithilfe von FDP-Bundesminister Günter Rexrodt.


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WebReporter: U.R.Wankers
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kunde, Finanzierung, Beratung, AWD, Fond
Quelle: www.tagesschau.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.03.2011 09:16 Uhr von U.R.Wankers
 
+8 | -1
 
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Die Sache stinkt wirklich zum Himmel. Jahrelang wurde den Menschen von der Politik eingeredet, man solle in Aktien investieren, man könne dort nur gewinnen. Dabei ging es wie so oft nur um Provisionen. Maschmayer hat eine guten Draht zur Politik: Bundespräsident Christian Wulff wohnte kurz nach seiner Wahl in einer Luxus-Villa Maschmeyers auf Mallorca. Zur privaten Geburtstagsfeier erschienen u.a. Ursula von der Leyen (CDU), Philipp Rösler (FDP) und Sigmar Gabriel (SPD).
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09.03.2011 09:50 Uhr von s3xxtourist
 
+10 | -0
 
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Was für eine verachtenswerte Made dieser Maschmeyer doch ist....es ist mir völlig schleierhaft, wie der AWD noch die Bezeichnung "unabhängiger Finanzberater" in seinem Logo führen darf. Das ist eine eindeutige Verbrauchertäuschung. Der AWD kann schon vor dem Hintergrund nicht Unabhängig sein, weil die Finanzberater von den Provisionen leben, die ihnen die Versicherungen/Banken zahlen, bei denen sie für ihre Kunden einen Vertrag abschließen.
Der "Berater" wird somit immer bestrebt sein, den Vertrag abzuschließen, der ihm den maximalen Gewinn verspricht- nicht dem Kunden....
Jeder Bankberater ist imho unabhängiger, da er ein Gehalt von der Bank erhält, und Provisionen nur eine minimale Rolle für ihn spielen.
Bei Bankberatern steckt außerdem eine solide Ausbildung dahinter.

Beim AWD jedoch darf sich jeder Bäckergeselle nach einigen Wochenenden Seminar "Finanzberater" nennen- das dabei nichts herauskommen kann, liegt auf der Hand...
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09.03.2011 11:05 Uhr von cartmansan
 
+3 | -0
 
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s3xxtourist: "Was für eine verachtenswerte Made dieser Maschmeyer doch ist....es ist mir völlig schleierhaft, wie der AWD noch die Bezeichnung "unabhängiger Finanzberater" in seinem Logo führen darf."

Dürfen sie seit 2009 nicht mehr, gabs ein Gerichtsurteil zu. Seitdem nennen sie sich "Ihr persönlicher Finanzoptimierer".
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09.03.2011 11:24 Uhr von Hawkeye1976
 
+1 | -0
 
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Tja: Das ist die logische Konsequenz, wenn "Berater" alleine von Provisionen leben müssen. In meinen Augen ist das das größte Problem bei allen Dienstleistern dieser Art.
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09.03.2011 13:48 Uhr von ente214
 
+1 | -0
 
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awd: die praktiken dort sind doch seit jahren bekannt, aber man muss auch sagen das einige anleger sehr, sehr viel geld dort gemacht haben.

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