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15,8 Gigawatt: Unerwartet hohe Wärmeabgabe von Enceladus überrascht Astronomen

Der Saturnmond Enceladus ist seit geraumer Zeit von großem Interesse für Wissenschaftler vieler Fachgebiete. Besonders die geologisch aktive Südpolarregion mit den sogenannten "Tigerstreifen" erregt die Aufmerksamkeit der Forscher. Dank der Raumsonde Cassini konnten jetzt neue Erkenntnisse darüber gewonnen werden.

Die charakteristischen Tigerstreifen sind eigentlich vier bis zu 130 Kilometer lange und zwei Kilometer tiefe Gräben, die fast parallel verlaufen. Aus ihnen entweichen Fahnen aus Wasserdampf und Eispartikeln in den Weltraum, angetrieben von einer Wärmequelle unter der Oberfläche des Trabanten.

Laut einer aktuellen Studie ist die gemessene Wärmeabgabe in dieser Region mit 15,6 Gigawatt bedeutend höher als man dachte. Dadurch erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, flüssiges Wasser unter der Oberfläche zu finden, was für die dortige Suche nach primitivem Leben von großer Wichtigkeit ist.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wasser, Forschung, Oberfläche, Trabant, Enceladus
Quelle: www.astropage.eu

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.03.2011 18:17 Uhr von alphanova
 
+8 | -2
 
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Die neuen Berechnungen stellen die bisherigen Modelle in Frage, weil sie den hohen Energieoutput dieser Region nicht erklären können. Für die Astrobiologie kommen diese Ergebnisse natürlich sehr gelegen, weil die Wahrscheinlichkeit für die Existenz von flüssigem Wasser unter der Oberfläche des Mondes damit sprunghaft angestiegen ist. Ich bin gespannt, was Cassini diesbezüglich noch herausfinden wird. Enceladus gilt ja eh als "heißer" Kandidat für den erfolgreichen Nachweis von primitivem Leben.
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08.03.2011 18:56 Uhr von WeirdHouse-Studios
 
+6 | -10
 
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Warum dient immer "Wasser" als Grundlage zur Erforschung nach Leben ausserhalb unseres Planeten....

Man weiß doch nicht mal, wie wir entstanden sind (in meinen Augen nur Thesen...) Wir Menschen sind sowas von Naiv...wir versuchen unsere nicht zu 100% erwiesene Entstehungsgeschichte auf das gesamte Universum umzulegen. Das ist in meinen Augen völliger Quark mit Soße...

Greetz
WeirdHouse
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08.03.2011 18:59 Uhr von Dodge93
 
+5 | -0
 
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wie immer, super news, alpha ;)
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08.03.2011 19:12 Uhr von alphanova
 
+7 | -1
 
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@WeirdHouse-Studios: da stimme ich dir bedingt zu.

Es ergibt schon Sinn, wenn man zunächst einmal die Bedingungen untersucht, unter denen die einzigen bekannten Lebensformen im Sonnensystem/Universum entstanden sind: nämlich die zahlreichen Tier-und Pflanzenarten auf der Erde. Für das Leben auf der Erde ist (flüssiges) Wasser eine Grundvorraussetzung, deswegen liegt es nahe, erstmal dort zu suchen, wo eben jenes flüssige auch Wasser vorkommt, weil wir wissen, dass sich auf dieser Basis Leben entwickeln KANN.

Wir können da nur von unseren Erfahrungswerten ausgehen, wir wissen ja ungefähr, wie das Erscheinungsbild von (makroskopischen und mikroskopischen) Lebensformen, welche auf Wasser und Kohlenstoff basieren, aussehen muss. Die Überlegung, dass es auch ganz andere Arten von Leben geben könnte, die ohne Wasser auskommen und auf anderen Elementen aufbauen, ist ansich zwar logisch, allerdings fällt der Nachweis für so eine Art von Leben sehr schwer, weil wir nichtmal hier auf der Erde eine Ahnung davon haben, wie dieses Leben aussehen würde.
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08.03.2011 19:15 Uhr von Nebelfrost
 
+7 | -0
 
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@weirdhouse-studios: zitat: "Das ist in meinen Augen völliger Quark mit Soße..."

nö, ist es nicht. ganz einfach aus dem grund, weil bestimmte dinge einfach belegt sind und im ganzen universum gültigkeit haben. und zwar rede ich von den naturgesetzen. naturgesetze haben im gesamten universum gleiche wichtung und sind unumstößlich. naturgesetze sind nicht so, weil der mensch denkt, dass sie so sind oder weil er dies so festgelegt hat, sondern weil der mensch erkannt hat wie diese gesetze sind und vieles gar nicht funktionieren würde, wenn sie denn anders wären. nehmen wir als beispiel des periodensystem der elemente. dies hat der mensch entdeckt. er hat es sich aber nicht selbst so eingeordnet und aufgeteilt, sondern auch ohne den menschen hätte das periodensystem zu 100% die gleiche ordnung und aufteilung.

der mensch hat theorien aufgestellt, ja, aber das hier sind keine theorien, sondern das hier ist abhängig von eben jenen naturgesetzen und da kannst du noch so viel diskutieren. im übrigen solltest du dich mal schlau machen, auf basis welcher elemente überhaupt leben überhaupt möglich ist und dass ein element lange molekülketten bilden können muss und dass da schon 95% aller elemente wegfallen. und warum silicium trotz seiner ebenfalls vorhandenen fähigkeit zur bildung langer molekülketten, dennoch nicht in frage kommt, zumindest nicht für komplexes leben. und wenn ein lebewesen auf kohlenstoffbasis existieren kann, dann hat es auch den gleichen stoffwechsel wie alle anderen kohlenstofflebewesen im universum, weil der stoffwechsel des lebewesens sich ebenfalls an naturgesetze halten muss, die so und nicht anders sind.
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08.03.2011 20:58 Uhr von Sopha
 
+1 | -0
 
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nebelfrost: "sondern auch ohne den menschen hätte das periodensystem zu 100% die gleiche ordnung und aufteilung."

leider nein ;) Wenn man es nach durchschnittlichen Atomgewichten sortiert wären z.B. Kalium und Argon vertauscht. Aber ansonsten haste natürlich recht.
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08.03.2011 22:15 Uhr von aczidburn
 
+0 | -0
 
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Schon 2009 wurden Beweise für Wasserozeane auf Enceladus gefunden http://www.spiegel.de/...
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09.03.2011 11:36 Uhr von Il_Ducatista
 
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help me: es braucht eine vollautomatische Station angetrieben von einem Jonenbeschleuniger mit 100 kg XENON um einen Teil dieser Enrgoie aufzufangen, in Mikrowelle umzusetzen und zur Auffangstation uaf dem Mond zu strahlen.
stellt euch vor das ständige Geschrei um Isotopenreste + Landschaftsverbrauch, CO2 etc fällt weg

[ nachträglich editiert von Il_Ducatista ]

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