08.03.11 17:44 Uhr
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Kriegsbilder aus Krisenregionen nur gestellt?

"Mittendrin statt nur dabei", so suggerieren Medien uns offizielle Kampfszenen aus Libyen mit Bildmaterial. Behauptet jedenfalls Helmut Scheben, Redakteur der Schweizer Tagesschau. "Die meisten Bilder von Kampfhandlungen sind gestellt", vermutet er.

Fotografen nutzen inszenierte Kampfhandlungen und machen ihre Fotos. Nur die wenigsten Bilder die uns erreichen, seien wirklich real. Bei einigen Fotos würde man sogar die Montagen erkennen. So sind im Vordergrund materialistische Kampfszenen zu sehen, während im Hintergrund Menschen ihre Suppe löffleln.

Auch Erwin Schmid wies in einem Bericht in der Tagesschau daraufhin, dass die Soldaten Schusswechsel extra für die Fotografen darbieten. Auch wenn der Bürgerkrieg ein ganz realer ist, die meisten Bilder in den Medien zeigen nicht die Wirklichkeit.


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WebReporter: syndikatM
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bild, Kampf, Krieg, Gewalt, Fotograf
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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08.03.2011 18:06 Uhr von usambara
 
+7 | -11
 
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die Bilder aus Libyen (wie hier das) sind nicht gefaked, weil über 90% der Aufnahmen von Handykameras stammen. Sämtliche Sender bedienen sich bei Youtube oder Al Jazeera, weil sich kein Reporter aus dem Westen mehr in das Kampfgebiet begibt.
Der alte mutige Journalismus ist mit der alten Garde eines Peter Scholl-Latour ausgestorben, der seinerzeit von den Vietkong gefangen genommen wurde.
Der Rest lässt sich heute "embedded" in US-Panzer setzen.
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08.03.2011 19:21 Uhr von Nobody-66
 
+4 | -0
 
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also muss man ein gestelltes bild nur mit einem handy aufnehmen, damit es echt ist?
und diese idee habe ich gerade als erster? wohl kaum....
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08.03.2011 19:26 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
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usambara: Du hast also gestern nicht Herrn Schwarzkopf in Ras Lanuf gesehen?
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08.03.2011 19:50 Uhr von usambara
 
+1 | -3
 
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@Nobody-66: hier geht es doch eher um Bilder mit denen Geld gemacht wird.
Das die Aufständischen, die vor kurzem noch Studenten, Schüler, Arbeiter waren nun mit einer Kalaschikov vor ihren Kameraden posen, kann man nicht als Betrug bezeichnen.
@ElChefo
als menschliches Schutzschild vor der Raffinerie?
Mein Lieblingsfoto heute:
http://www.spiegel.de/...

[ nachträglich editiert von usambara ]
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08.03.2011 19:53 Uhr von CoffeMaker
 
+3 | -0
 
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Das mit dem Suppe löffeln kommt hin.
Damals als Iran und Irak sich in den Haaren lag haben die Medien auch von der "Kampfzone" berichtet, das sich so abspielte:

4 Soldaten sitzen in einer Mulde um einen Topf auf einem Feuer und löffeln Suppe. Einer steht auf geht ein Stück den Hang nach oben, ballert auf einen nicht sichtbaren Gegner in einem zug das ganze Magazin leer, geht wieder runter,legt Waffe weg greift zur Schüssel und löffelt weiter.

Action pur.......

Aber davon mal abgesehen sind mir diese gefakten Szenen lieber als die realen wo man richtig sehen kann wie Menschen erschossen werden. Das berührt mich zu sehr als das ich mir sowas mehr als einmal ansehen muss.
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09.03.2011 00:01 Uhr von Bleifuss88
 
+2 | -0
 
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Wie das so läuft: erläutert(e) Udo Ulfkotte hier sehr schön, direkt als einleitung:
http://tinyurl.com/...

EDIT: Das Video scheint wohl gelöscht worden zu sein. Dann hier das Ganze mal schriftlich:

Im ersten Golfkrieg (Iran-Irakkrieg) betrat Ulfkotte einen Bus mit anderen Journalisten, um zur front zu fahren. Er wunderte sich, warum die alle Benzinkanister dabei haben. Als sie aussteigen, sind sie noch ca. 20km von der Front entfernt. Die Journalisten gehen zu einem Panzerwrack, schütten das Benzin darüber und zünden das Wrack an. Dann beginnt die Berichterstattung. Dabei zucken die Reporter regelmäßig zusammen. Auf die Frage von Ulfkotte, was denn das soll, bekommt er die Antwort: "Wir mischen da später noch Maschinengewehrgeknatter rein, dann wirkt es glaubwürdig." Also machte auch er das Spiel mit und wurde am nächsten Tag, als er zu Hause anrief, überschwänglich begrüßt, weil seine Familienmitglieder eine Riesenangst um ihn hatten.

[ nachträglich editiert von Bleifuss88 ]
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09.03.2011 00:12 Uhr von ElChefo
 
+2 | -0
 
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usambara: Hajo, auch müde Menschen und Schreibtischhengste haben ein Recht auf ihre Revolution. Nettes Bild nebenbei... man kann ja auch entspannt Krieg führen. Fehlt nur noch das Fußbad.
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10.03.2011 00:46 Uhr von Floxxor
 
+0 | -0
 
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Seit ich damals nach dem ersten Amoklauf an einer deutschen Schule die, ich sag mal ´Berichte´ über CS und andere Egoshooter gesehen habe (z.B. man bekäme Punkte wenn man eine Oma mit Kinderwagen erschießt ...), weiß ich ja wie viel Wahrheit man braucht um in den/die Stern/Spiegel/Welt/ARD/Bild... zu kommen.
Das hat mein Reporter- und Autorenbild geprägt, denn es gab seit dem keinen großen Aufschrei, dass falsche Berichterstattung sich einfach nicht gehört. Da scheint kein Unrechtbewusstsein vorhanden zu sein und darum gehören Lügen und Übertreibungen etc. mMn immernoch zum Alltag der Medien.
Gut, dass mal wenigstens hier was darüber geschrieben wird. +

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