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Libyen: Vorbereitungen für Flugverbotszone gestartet

Um die Einrichtung einer Flugverbotszone über libyschen Luftraum bemühen sich derzeit Frankreich und das Vereinigte Königreich. Beide wollen eine UN-Mandatierung.

William Hague, Außenminister Großbritanniens, begründete die Vorbereitung für eine Resolution des UN-Sicherheitsrates mit dem Einsatz von Hubschraubern gegen libysche Zivilisten. Die Vorkehrungen beider Staaten passieren in Kooperation mit der Bundesrepublik Deutschland sowie den USA.

Diplomatenkreise lassen verlauten, dass die NATO mit der Durchsetzung dieser Zone beauftragt werden könnte. Der Generalsekretär der NATO, Anders Fogh Rasmussen betonte, eine Durchsetzung durch die NATO käme nur mit Mandatierung des Sicherheitsrates in Frage. Russland zeigte sich distanziert.


WebReporter: onkelbruno
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Libyen, NATO, UNO, Sicherheitsrat, Flugverbot
Quelle: de.reuters.com

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.03.2011 11:07 Uhr von Johnny Cache
 
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Daß sie SAMs haben ist klar, aber deren Einsatz würde unweigerlich einen richtigen Krieg bedeuten, selbst wenn die Flugzeuge illegal in deren Luftraum eingedrungen sind.
Keine Frage, die Typen sind irre, aber ob sie auch so irre sind?
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08.03.2011 13:22 Uhr von Johnny Cache
 
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Wozu einen Bodenkrieg? Die Lufthoheit reicht eigentlich vollkommen und am Boden sind eh schon genug Aufständische die die gesamte Drecksarbeit erledigen könnten, solange man nicht zu viele von denen "versehentlich" platt macht.
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08.03.2011 13:27 Uhr von Perisecor
 
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@ gugge01: "Ach ja und womit ???"

Cruise Missiles, SM-2, Rohrartillerie von Seeseite aus

B-1, B-2, B-52, F/A-18, F-15 aus der Luft

Libyens Luftabwehr ist zwar besser als die des Irak z.B., aber trotzdem gegen eine tatsächliche Luftmacht (wie z.B. die USA oder auch Russland) in jeder Hinsicht unterlegen.

Das fängt bei der alten Sowjet-Technologie der 60er und 70er Jahre an, geht über die veralteten Flugzeuge ohne Kampfwertsteigerung und hört bei fehlenden AWACS-Kapazitäten auf.

"der letzte Afrika Einsatz von deutschen und italienischen Einheiten war dort nicht so der Bringer! "

Aufgrund des Einsatzes der USA. Libyen stand damals übrigens auf italienischer Seite.

"was glaubst du könnte die NATO innerhalb der Nächsten Monate für den Bodenkrieg aufbringen 5000 – 10000 Mann? "

Sofort verfügbar wären von US Seite etwa 20.000 US Marines, 1-2 Fallschirmjägerdivisionen und 1-2 Divisionen aus Deutschland.
Dazu kämen die Krisenreaktionskräfte der europäischen NATO-Staaten plus z.B. ein guter Teil der Royal Marines und nahezu die gesamte französische Fremdenlegion.

Wöllte man dieses Szenario tatsächlich auf Monate ausdehnen und wäre es irgendeine wichtige Mission und nicht so ein Mist in Lybien, wären quasi alle NATO-Truppen verfügbar. Die Anzahl von Kampfeinheiten in Afghanistan und im Irak hält sich dann doch eher in Grenzen und was wichtig ist, kann man ausfliegen bzw. umschiffen.


"Und was das heist kannst du dir nichteinmal in deinen Alpträumen vorstellen."

Der Kampfwert afrikanischer Einheiten (teilweise mit Ausnahmen von Südafrika und sehr wenigen Spezialeinheiten) ist extrem bescheiden. Gerade die von dir genannten Söldner kämpfen nur dann, wenn es eine Aussicht auf Erfolg gibt. Diese Aussicht ist bei einem Kampf gegen die NATO nicht gegeben.
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08.03.2011 15:05 Uhr von FirstBorg
 
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@gugge01: Keine aktuelle (wirkliche) Atommacht ist so blöd Atombomben einzusetzen. Die sind nichts weiter als Abschreckwaffen.
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08.03.2011 16:05 Uhr von Perisecor
 
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@ gugge01: "Du weist aber schon das die USA´s ein Finazproblem haben und das die Chinesen es garnicht gern sehen wenn jemand Truppen in ihr neues Strandgrundstück schickt!"

Ja. Und?

"Auserdem ist die Rest-Einsatzfähigkeit des US Materials schon ziehmlich aufgebraucht."

Was ist denn da "aufgebraucht"?

"Und wass die Afrikanischen Söldener angeht die sind uns 20 ...30zu 1 zahlenmäsig überlegen und die Frage ist was zuerst ausgeht, uns die Munition oder den Afrikanern die Menschen!"

Gaddafi verfügt über maximal 50.000 Söldner

"Auserdem ist ein Teil dieser "Söldner" schon bei uns in den Großstädten. Schon mal daran gedacht?"

Quatsch. Das sind Söldner, keine Kampfroboter...

"Ja ich weis das klingt alles Scheisse aber die Realität ist noch viel schlimmer!!!"

Ich arbeite in dem Bereich und sehe das nicht so. Schlimm ist lediglich das, was sich manche Leute - so auch du - zusammenreimen.
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08.03.2011 18:28 Uhr von Reape®
 
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gugge: gerade weil die usa ja finanzielle probleme haben, brauchen die nen krieg. jetzt da die un wahrscheinlich die flugverbotszone billigt und usa dazu legalisiert, alles in dieser abzuschiessen, kann demnächst nun der einmarsch geplant werden. kosovo und irak lassen grüßen.
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08.03.2011 19:05 Uhr von Perisecor
 
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@ gugge01: "solltest du wissen das Arroganz und militärische Fehleinschätzung ein gepflegtes Privileg der NATO Strategen und Weltbeglücker ist. "

Erkläre das doch mal bitte. Beispiele und so.

@ Reaper

Ein Krieg kostet immer mehr Geld, als er bringt. Von einer Flugverbotszone würden die USA auch nicht profitieren, da die UN dafür keine/wenig Geld zahlt. Und ein längerfristiges Engagement mit Bodentruppen aus einem westlichen Land wird von keiner Seite gewünscht - das ist maximal Aufgabe der Afrikanischen Union und afrikanischen UN Truppen.
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08.03.2011 19:09 Uhr von ElChefo
 
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gugge01: "Und unter uns, der letzte Afrika Einsatz von deutschen und italienischen Einheiten war dort nicht so der Bringer! "

Was ist denn an RD Congo und Atalanta auszusetzen?
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08.03.2011 19:12 Uhr von Reape®
 
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@perisecor: seit wann hat der krieg den usa kein geld gebracht? die haben ihre wirtschaftsflaute immer mit dem krieg gelöst. siehe die letzten 65 jahre. und ein krieg kostet nur den steuerzahler was, die politiker, die ja enge wirtschaftsverbindungen zur waffen- und medienindustrie haben, profitieren davon.
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08.03.2011 19:23 Uhr von ElChefo
 
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Reaper: Welchen Krieg hat die USA denn 1929 geführt? Und in den 1950ern (komm mir da bitte nicht mit Korea, das war eine UN-Sache)? Und welche Wirtschaftsflaute wurde Ende der ´60er in Vietnam bekämpft?

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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08.03.2011 19:30 Uhr von Reape®
 
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elcheffo: ups, meine vor 70 jahren. und 1929? da haste mal wieder selber was reininterpretiert.
na die wirtschaftsflaute in den geldbörsen von ein paar politikern und lobbyisten. ausserdem wurde der dollar schon immer mit nem krieg gestärkt/stabilisiert.
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08.03.2011 19:52 Uhr von ElChefo
 
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reaper: Da verstehst du mich falsch... das war eine Frage, keine Interpretation.

Du sagtest, das die USA ihre Wirtschaftsflauten mit Krieg lösen. 1929 gab es eine solche Wirtschaftsflaute - aber halt keinen lösenden Krieg. Oder hab ich was übersehen? Es gibt da noch so einige Beispiele, wo es wirtschaftliche Krisen gab - aber keine korrespondierende Intervention (...etwa um die Rüstungsindustrie zu stärken).
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08.03.2011 19:55 Uhr von Perisecor
 
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@ Reaper: "seit wann hat der krieg den usa kein geld gebracht?"

Eigentlich noch nie. Krieg ist immer ein Verlustgeschäft, gerade was langfristige Entwicklungen angeht.

"na die wirtschaftsflaute in den geldbörsen von ein paar politikern und lobbyisten. ausserdem wurde der dollar schon immer mit nem krieg gestärkt/stabilisiert. "

Diese starken Verflechtungen mögen aktuell ein Problem sein, allerdings war dies nicht immer so. Deine populistischen 70 Jahre sind realistisch vielleicht 10-20 Jahre, allerdings mit Unterbrechungen.

Der Dollar wurde auch nicht immer mit Krieg stabilisiert. Siehe die Dollarkrisen in den 20er/30er Jahren und in den 80ern.

Edit: ElChefo klaut meine Argumente und Beispiele. Verdammt. Wenn das so weitergeht, müsste ich mich ja tatsächlich mal mit dem Thema beschäftigen, damit ich neue Beispiele finde! :P

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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08.03.2011 20:25 Uhr von Reape®
 
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chefo: klar, die ganze geschichte fing ja erst damit an, als der petrodollar kam, nachdem die usa in den eingetreten ist. und von 1929 hab ich auch nicht geredet, sondern klar geschrieben vor 70 jahren, sonst kannst ja gleich beim unabhängigkeitskrieg anfangen.

@perisecor: hör mir auf mit dem "krieg ist verlsutgeschäft", wenn das so wäre, wäre usa schon längst zig-mal bankrott gewesen und die würden keine kriege führen. die leben nur davon, dass die durch ihre kriege den dollar stärken und dieser nicht an goldreserven gebunden ist.

und 80er? waren das nciht die jahre, in welchen die usa den irak mit waffen versorgten gg den iran, oder die mujahedin in afghanistan? sicher, davon haben die nicht profitiert...

[ nachträglich editiert von Reape® ]
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08.03.2011 20:37 Uhr von Reape®
 
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die usa lebt davon, neue schulden zu generieren. was uns wieder zum "verlustgeschäft" führt und sich so der kreis schließt. die "bauern" bezahlen die schulden ab, und der "könig" badet in gold.
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08.03.2011 21:17 Uhr von ElChefo
 
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...erstmal: Das Bretton-Woods-System mit "dem" Goldstandard wurde 1976 aufgehoben.

Die USA versorgten im Iran-Irak-Krieg aus vollkommen anderen Beweggründen die kriegführenden Parteien mit Waffen (siehe Contra-Affäre) als zur Stärkung des Dollars. Die Jahre danach? ´91 war durchaus eine weltgemeinschaftliche Sache gegen einen illegalen Angriffskrieg Husseins - nicht zur Stärkung der Wirtschaft geeignet. Die Unterstützung der Mujahedeen hatte den den Hintergrund, die Sowjetunion indirekt und direkt den Kommunismus zu schwächen - wirtschaftlicher Aspekt: Null.
...und dann?
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08.03.2011 22:24 Uhr von Perisecor
 
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@ Reape®: "hör mir auf mit dem "krieg ist verlsutgeschäft""

Na dann führ doch mal Gegenargumente auf. Wie genau erzeugen die USA als Staat durch Kriege einen (finanziellen) Gewinn?

"die leben nur davon, dass die durch ihre kriege den dollar stärken"

Im Gegenteil. Durch den Irak-Krieg 2003 z.B. wurde der Dollar geschwächt, weil die USA ihre Ausgaben massiv erhöhen mussten.

"und dieser nicht an goldreserven gebunden ist."

Keine Währung ist mehr an Goldreserven gebunden.

"waren das nciht die jahre, in welchen die usa den irak mit waffen versorgten gg den iran"

Die Waffenlieferungen waren extrem überschaubar. Hauptlieferanten für Waffen waren die UdSSR und Frankreich. Aber wie ElChefo schon sagte, hatte das überhaupt nichts mit dem Dollar zu tun.

"oder die mujahedin in afghanistan?"

Die haben außer ein paar Stinger-Raketen doch nichts bekommen. Den dicken Reibach macht man in der Rüstungsbranche entweder mit Stückzahlen oder über sehr teure Hochtechnologie.

Und bitte, hör jetzt auf mit deinem blöden Gerede. Informiere dich doch vorher wie man Währungen stützt und wie nicht, das Internet bietet zu diesen Informationen doch wirklich leichten Zugang.
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08.03.2011 23:02 Uhr von Reape®
 
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lol: illegaler angriffskrieg, wasn heuchler und idiotische behauptung...
und SU schwächen -> zerfall dieser und öffnung der märkte für den westen...

perisevor: klar, wenn du aufhörst immer so blöd zu tun, dass usa immer aus reiner nächstenliebe agiert. wie ich schon sagte, die kriege werden aus privatem interesse geführt, von denen, die an dem krieg verdienen.

naja, iwie ein typisches "fanboy"-gelaber von euch.
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09.03.2011 00:10 Uhr von ElChefo
 
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reaper: Dann quatsch doch nicht rum, sondern erkläre uns bitte,...

- ...wie du Saddam Husseins Einmarsch rechtfertigen möchtest (das müsstest du nämlich, sonst wäre es ja gerechtfertigt gewesen, ihn zurückzuwerfen)?

- ...aus welchem anderen Grund man die Mujahedeen ausgebildet und ausgerüstet hat?

Kleiner Tipp was das Zweite angeht:
Wer hat 1979 in Kabul geputscht? Wer musste mit der roten Armee den Putschisten helfen, nicht gelyncht zu werden und an der Macht zu bleiben? Na?
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09.03.2011 15:00 Uhr von ElChefo
 
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gugge01: Ich greif mal nur ein paar heraus.

"China"

Wo steckt da die NATO hinter? Die "Fehleinschätzung", die man vorwerfen kann, betreffen so ziemlich die ganze Welt, auch den Warschauer Pakt. In diesem Rahmen kann man wohl eher von Unterschätzung als von Fehleinschätzung sprechen.

"Georgien"

Eine erklärte innere Angelegenheit wie seinerzeit Tschetschenien kann man wohl trotz Empörung nicht zu einem Versagen der NATO-Planer machen, oder?

"Afghanistan 2, Nachwirkung Afganistan1"

Wo ist die Fehleinschätzung? Im ersteren Fall hat man bekommen was man wollte: die Rote Armee musste abziehen und die Soldaten kamen nicht mehr in das Land heim das sie ausgesendet hat. Was danach passierte, war allerdings keine NATO- oder US-Fehleinschätzung, sondern eine weltweite, genauso Chinesische und Russische: Man erhoffte sich von den erstarkenden Taliban ohne das Wissen um die Massaker an den Minderheiten Stabilität.

"Iran, Irak / Iran"

Weder das eine noch das andere sind eine NATO-Angelegenheiit gewesen. Siehe dazu "Nicaragua".

"Libanon 1bis 3"

Ebenfalls keine NATO-Sache, eher UN. Man hat eben bei dem Plan für Palästina von ´47 falsch angenommen, das könnte reibungslos funktionieren. Alles weitere sind nur Derivate des ursprünglichen Problems.

"Südamerika/DEA"

Ebenfalls keine NATO-Sache. Eher ein Problem in der Zusammenarbeit mit den lokalen Regierungen im Kampf gegen den Drogenschmuggel. Siehe Kolumbien mit dem umfangreichen amerikanischen Hilfsprogramm gegen die Kartelle.

"Vietnam"

Auch hier: Keine NATO. Das es hier um eine mehr oder weniger Bündnisleistung gegenüber dem Süden ging müsstest du doch eigentlich wissen. Ebenfalls im Kontext des Kalten Krieges. Wenn überhaupt, dann war der Kalte Krieg - von beiden Seiten geschürt, die Fehleinschätzung.

"Kambodscha"

Wenn du damit die Herrschaft der Khmer Rouge meinst, also, das hat wiederum auch nix mit der NATO oder den USA zu tun. Aber: Hier sieht man doch, wo staatliche Souveränität seine Grenzen finden sollte, oder? Schlussendlich war es Vietnam, die geklärt haben.

"Laos"

Siehe Vietnam.

"Nigeria, (...) Sudan"

Erklärte innere Angelegenheit der AU.

"Nicaragua"

Keine NATO, wenn, dann eine Fehleinschätzung der Contras - und nur indirekt der US-Kräfte, die an der Regierung vorbei ebenjene gestützt haben. Siehe Iran/Irak.

"Kuba"

Hat jetzt irgendwie auch nix mit der NATO zu tun. Eher damit, das Amerika keinen Kommunisten vor der Haustür leisten wollte. So, wie die Sowjets alle demokratischen Strömungen bei ihren Satelliten niedergekloppt haben. Das das Schweinebucht-Desaster keine Fehleinschätzung, sondern die halbseidene Weiterführung eines Planes einer Vorgängeradministration war, dürfte auch unstrittig sein.

"„United Fruit“- Desaster"

Guatemala hat nun auch nix mit der NATO zu tun - eher mit den Wirtschaftsinteressen einiger Wirtschaftsbosse mit guter Verbindung. Man nennt sowas heute "Lobby". Und... der Plan hat ja auch kurzfristig auch einiges gezeitigt, oder? Moralisch verwerflich? Ja. Funktionell? Auch.

...High Jump? Die Arkts-Expedition zur Kartographierung (die mit Windmill abgeschlossen und nutzbar gemacht wurde - meßbar an dem strategischen Nutzen der Thule Air Base)? Wo liegt jetzt da der Fehler?

...ich hab aus allem bewusst mal "anglikanisch" rausgelassen... die Briten finden sich da beim besten Willen nicht wieder. Hättest vielleicht doch die Falklands anbringen sollen, dann hätte es für einen Hauch von Grübeln gereicht. Sorry.

"Die Dollarkrisen in den 20er/30er Jahren führten auf Grund der entgegengehaltenen wirtschaftlichen Erfolge des Deutschen Reiches direkt zum WWII."

Zum zweiten Weltkrieg führte lediglich die Appeasement-Politik Chamberlains, der Machthunger der Sowjets, die unstillbare Rachsucht der Franzosen sowie der Lebensraum- und Rassenwahn Hitlers´. Ob da nun begünstigende Faktoren wie Wirtschaftsgrößen, die aus den Rüstungsbemühungen (aller Seiten) Vorteile zogen ist vollkommen nachrangig.

"Die Dollarkrisen in den 80er Jahren hätte spätesten 92/93 zum WWIII geführt wen die Russen nicht das Blatt geschmissen hätten und die Amerikaner mit dem verdauen der Beute beschäftigt gewesen wären."

Abgesehen von REFORGER ´83/´85 sowie vielleicht der Kuba-Krise gibts recht wenig Punkte im Verlauf des Kalten Krieges, an denen er heiss hätte werden können. Noch nicht mal in Korea oder Vietnam. Nimmt man dann noch den Filter "Dollarkrise" hinzu, schmälern sich die Gelegenheiten noch mehr.

"Heute haben wir eine Situation die vergleichbar mit den 20er/30er Jahren aber in ihren Ausmaßen Verheerender ist."

Mir fehlt da jetzt irgendwie die Stigmatisierung von Sündeböcken, ausufernder Rüstung und medialer Aufpeitschung zu mehr Patriotismus und Militarismus.
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09.03.2011 21:59 Uhr von Perisecor
 
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@ gugge01: Zu schade, ElChefo hat deine Liste ja schon zerpflückt und ich gehe mit seinen Ausführungen absolut konform.

Aber vielleicht willst du uns ja noch ein paar Argumente für die von dir genannten Länder nennen?
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10.03.2011 15:25 Uhr von ElChefo
 
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peri, gugge01: Peri

Danke für die Blumen ;)


gugge01

Springer... mehr fällt dir nicht ein?!
Ehrlich gesagt, brauch ich nicht. Wüsste auch nicht, wo jetzt Springer (oder meinetwegen auch Bertelsmann) wissenschaftlich veröffentlichen, gerade zu diesen (oder allgemein militärischen) Themen.

Mir reichen meine Geschichtsbücher sowie die Veröffentlichungen des wissenschaftlichen Teils des Amts für Militärkunde. Irgendwie dann doch seriöser.

Was die "Verwechslung" angeht, ich habe schon ziemlich genau geschrieben was ich meinte. "Thule Air Base", nordwestlicher Teil von Grönlands´ Hayes-Halbinsel, ICAO-Kennung BGTL.
...wennst mehr Infos brauchst, strenge bitte google an, bin zu faul, mehr nachzuschlagen, als ich weiss.

Der Punkt daran ist, das diese Base der zentrale Maßstab dafür ist, wieviel Bedeutung man High Jump und Windmill beigemessen hat, auch über den Antarktisvertrag hinaus, und darüber hinaus was die Kapazitäten, die an NORAD dranhängen, angeht.

Nebenbei, wie kann diese Operation "ein paar tausend Kilometer weiter südlich" gelaufen sein, wenn sie von Norfolk gestartet ist und bis ins Rossmeer gelaufen ist? Siehe (ge-wiki-t) Gründung des Stützpunktes "Little America IV" im Verlauf dieser Operation.
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11.03.2011 15:37 Uhr von ElChefo
 
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gugge01: Ähm... ja... also... nein.

Die Aussage aus wiki ist richtig, du interpretierst sie nur falsch. Da sind nämlich zwei Teile relevant:
Erster Punkt:
"Sie ist truppendienstlich die personalführende Dienststelle für Angehörige der Streitkräfte, die im Bundesnachrichtendienst (BND) eingesetzt sind."

Bedeutet, das Soldaten, die Dienstposten im Bereich des BND besitzen, von dort aus geführt werden. Mehr nicht. Einen Dienstposten dort zu haben bedeutet weder einen anstehenden Wechsel des Dienstherren, sondern lediglich, das man an einer Schnittstelle arbeitet.

Zweiter Punkt:
"Die meisten Soldaten, die zum BND wechseln (ca. 10 % der Mitarbeiter des BND sind Soldaten), werden offiziell zum Amt für Militärkunde versetzt[1][2]."

Ist unabhängig vom Ersten ein eigenständiger Punkt. Wer den Dienstherren wechselt, wird dorthin versetzt, da die truppendienstliche Führung bis zum Postenwechsel halt einfacher ist. So wie zum Beispiel Soldaten, die gegen Ende ihrer Dienstzeit in die Vollzeitberufsförderung gehen einen Dienstposten "ZbV - Schüler" oder "BFD - Schüler" erhalten und dann in der Regel schon von ihrer zuständigen WBV geführt werden - um so die Dienstpostenaustattung ihres Stammverbandes zu entlasten.

"Sozusagen die Praktikantenstelle des BND"

Und das ist dann halt der Kern des falschen Rückschlusses. Durch das Nachrichtendienstgesetz (Gesetz über den Bundesnachrichtendienst etc.) untersteht der BND allein dem Bundeskanzleramt. Die Bundeswehr allerdings untersteht einem eigenen Ministerium, also ist es doch nur logisch, das man interdisziplinäre Schnittstellen schafft - vergleiche hierzu CIMIC. CIMIC ist auch keine Praktikantenstelle für Soldaten, die in die zivile Wirtschaft wollen.

Think Tank ist die denkbar schlechteste Umschreibung. Nicht nur schlecht - schlicht unpassend. Ich bezog mich mit meiner Aussage auf die Rechercheabteilung, die ab und an mal ein paar Krümel vom Kuchenteller herabfallen lässt - aber selbst die sind immer noch umfangreicher und seriöser als irgendwelche Blogs, Think Tank-Essays oder diese "böse Systempresse".

"Das beste Beispiel für deren „Arbeit“ ist das aktuelle Afghanistanproblem!"

Nö. Die Zuarbeit fand wenn dann überhaupt rund um das Irak-Problem statt, über die BND-Residenz im Irak, mit Angabe über die Zweifelhaftigkeit der Aussagen und Erkenntnisse, die man sammelte. Mittlerweile ist auch klar dokumentiert, das die Amerikaner nicht WEGEN sondern TROTZ der Dossiers des BNDs einmarschiert sind. Soviel dazu.

"UND zum Thema: Thule / Highjump
Was kann ich bitte für die historischen Tatsachen?!?!?"

Hab ich ja nicht behauptet - lediglich deckten sich deine Aussagen bezüglich Ausdehnung der Operation und deren Folgen nicht mit den historischen Fakten. Das ist der Punkt.

Wieso waren dann also die Expeditionen High Jump und Windmill Fehleinschätzungen, die nennenswert gewesen waren in deinem Argumentationsstrang, wenn du jetzt selbst zugibst, das die Errichtung der Thule Air Base (als direkte Folge beider Operationen) ein kluger Schachzug gewesen ist?

Am Rande: SDI ist mal deutlich Reagan, 80er Jahre.

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