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Epilepsie-Medikament kann Lippen-Kiefer-Gaumenspalte begünstigen

Die amerikanische Zulassungsbehörde (FDA) hat letzten Freitag eine Warnung herausgegeben, wonach das Epilepsie-Medikament Topiramat (Topamax) bei Neugeborenen das Risiko von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten erhöht.

Gemäß FDA, die ihre Warnung auf der Basis von Daten des nationalen Registers für schwangere Epileptikerinnen herausgegeben hat, liegt das Risiko für ein Baby, eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zu bekommen, wenn seine Mutter Topiramat nimmt, rund 21 Mal höher als die der Normalbevölkerung.

Topiramat soll entsprechend in den USA einen neuen Zusatz zur Medikamenteninformation erhalten. Topiramat soll daher nur noch an Frauen im gebärfähigen Alter abgegeben werden, wenn der Nutzen die potenziellen Risiken klar überwiegt.


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WebReporter: swissestetix
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Medikament, Risiko, Epilepsie, Kiefer
Quelle: blog.swissestetix.ch

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2011 15:21 Uhr von Hodenbeutel
 
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Soweit ich weiß lassen sich Gaumenspalten relativ einfach operieren.. Da sollte man drüber nachdenken was nun das kleinere übel ist, ein kleiner eingriff bei einem Kind, oder der verzicht eines Menschen auf ein Medikament das unter umständen lebensgefärliche unfälle verhindern kann.. Ich bin übrigens selbst epileptiker und nehme selbst Topiramat ein.
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07.03.2011 16:07 Uhr von swissestetix
 
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@Hodenbeutel: Ich bin grundsätzlich Ihrer Meinung und denke, dass das ja auch die Meinung der FDA ist. Trotzdem muss eine Behörde warnen, wenn solche Tatsachen bekannt werden. Denn schlussendlich muss es jedem selber überlassen sein, welches Risiko er (oder in diesem Fall sie) zu tragen bereit ist.
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07.03.2011 18:29 Uhr von Guschdel123
 
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@Hodenbeutel/ swissestetix: Grundsätzlich gehen meine Gedanken in eine ähnliche Richtung. Allerdings spielt hier wieder der ethische Gedanke rein: Darf ich oder dürfen Ärzte entscheiden, ob ein zukünftiges Wesen eine Krankheit bekommt (unabhängig der Schwere dieser) und welcher Maßstab sollte bei diesen Entscheidungen helfen?
Ein weiteres Problem ist dann eben auch die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (auch ´´Wolfsrachen´´ oder ´´Hasensparte´´ genannt): Bei schwerwiegenden Fällen können sich Spalten bilden, welche bis hinunter zum Rachen gehen, über Lippen, Kiefer und Gaumen hinweg. Dann ist es eben keine allzuleichte Operation, sondern eine schwerwiegende Krankheit. Ich kenne allerdings keine Angaben zu den Risiken bei solch einer schwerwiegenden Ausprägung der Krankheit, dennoch muss man dies natürlich in das Urteil mit einbeziehen.

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