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Bayreuth: Jetzt meldet sich Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktorvater zu Wort

In der Plagiatsaffäre um Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich jetzt sein Doktorvater zu Wort gemeldet und der Universität Bayreuth jegliche Mitschuld abgesprochen.

Peter Häberle und auch der Zweitprüfer Rudolf Streinz sagten, dass im Jahre 2006 die Universität noch nicht über die heutigen technischen Voraussetzungen verfügt hätte, um solche Betrügereien zu erkennen.

Allein der Verfasser der Doktorarbeit - also Karl-Theodor zu Guttenberg - sei verantwortlich, die wissenschaftlichen Regeln bei seiner Doktorarbeit einzuhalten.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Karl-Theodor zu Guttenberg, Plagiat, Bayreuth, Doktorarbeit, Doktorvater
Quelle: www.ovb-online.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2011 11:27 Uhr von Staplerfahrer-Klaus
 
+72 | -6
 
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Schon interessant: wie sich jetzt auch die Professoren von ihrem Musterdoktoranden distanzieren, den sie ohne ausreichende Prüfung mit fantastischer Bestnote durchgewunken haben.
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07.03.2011 11:46 Uhr von bliss.rds
 
+82 | -4
 
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ja ja 2006: waren schon harte Zeiten... kein Google, kein Internet... das war noch die Steinzeit, ich durfte es erleben, es war wirklich schlimm... Computer gab es da zwar schon, allerdings nur ein paar und das waren Großrechner in riesigen Firmen... Unis hatten sowas damals noch nicht. Wirklich schlimme Zeit...
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07.03.2011 11:48 Uhr von zuschauer263
 
+21 | -2
 
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idiotie ach stimmt das internet wurde erst 2009 erfunden!

totaler schwachsinn und traurig das Sie nicht wie richtige männer ihre schuld eingestehen! es wäre ihnen ja eh nichts zugestossen...
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07.03.2011 11:56 Uhr von Hartz IV
 
+0 | -9
 
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Staplerfahrer-Klaus: er hat ihn öffentlich auf bloßgestellt.
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07.03.2011 11:59 Uhr von br666
 
+21 | -2
 
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Zitat: "Peter Häberle und auch der Zweitprüfer Rudolf Streinz sagten, dass im Jahre 2006 die Universität noch nicht über die heutigen technischen Voraussetzungen verfügt hätte, um solche Betrügereien zu erkennen. "

hahaha, ich lach mich kaputt. Was die Pfeifen sich jetzt winden um aus der Sache wieder rauszukommen und nicht allzu doof dazustehen.
Also: Diese beiden Pfeifen haben sich die Doktorarbeit nicht mal angesehen. Das iss halt so: Da hat einer einen Namen und da macht man sowas unter der Hand: "Komm, schreib halt mal was, den Titel haste schon in der Tasche."
SO läuft das und net anders.
Den beiden Typen gehören normalerweise auch ihre Titel entzogen (was auch immer die für Titel haben, "Obertrottel" vielleicht...)
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07.03.2011 12:06 Uhr von Maverick Zero
 
+6 | -2
 
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Dämliche Ausrede: 2006 gab es die technischen Voraussetzungen nicht?
Was hat sich denn in den letzten 5 Jahren geändert?

Internet, Suchemaschinen und Vergleichsprogramme gibt es schon länger. Das kann es nicht sein.

Absolut dämliche Ausrede, mit der man jetzt versucht, alles wieder hinzubiegen...
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07.03.2011 12:27 Uhr von Khayarouni
 
+4 | -9
 
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Jetzt mal halblang Ausgerechnet in Bayreuth, wo die Wagner-Festspiele stattfinden, da haelt man doch wohl noch auf deutsche Tugenden wie Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und Anstand. Einem Abkoemmling einer urdeutschen Aristokratenfamilie von vorneherein Plagiatsabsichten zu unterstellen, das "kann doch wohl nicht angehen" ... ne! :lol: Wo kommen wa den da hin ... war ja schliesslich kein hergelaufener Kanake!

[ nachträglich editiert von Khayarouni ]
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07.03.2011 12:37 Uhr von HansiHansenHans
 
+7 | -1
 
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wie immer: ist die kacke am dampfen willst keiner mehr gewesen sein^^
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07.03.2011 13:29 Uhr von :raven:
 
+6 | -3
 
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@Staplerfahrer-Klaus: 750000€ machens möglich!
"Zufällig" genau diese Summe hat die Uni Bayreuth während der Promotionszeit von der Röhn Klinikum AG bekommen. "Zufällig" hat die Guttenbergfamilie große Aktienpakete der AG und Guttenberg selbst war wohl in dieser Zeit dort im Vorstand.
Alles rein "zufällig" natürlich...
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07.03.2011 13:37 Uhr von Serverhorst32
 
+3 | -13
 
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07.03.2011 14:13 Uhr von kirgie
 
+6 | -4
 
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die Arbeit hat 400+ Seiten, alle in gedruckter Form. Der Doktorvater hätte das ganze digitalisieren und Satz für Satz im Internet überprüfen müssen.
-die Sätze wurden dabei meist etwas abgeändert
-es gibt keine einzelne Datenbank wo der Doktorvater einfach mal den Satz abgleichen könnte, es wurde aus allen möglichen Quellen kopiert, also müsste man jeden Satz mit dem gesamten Internet abgleichen.

Also bevor ihr euch hier groß beschwert, besorgt euch eine Kopie der Doktorarbeit und überprüft mal selbstständig was da alles kopiert wurde...
Die ganze Fehler kamen nur raus weil Tausende von Menschen nach den Fehlern gesucht haben, ein einzelner Doktorvater (der wahrscheinlich auch noch mehrere Doktoranden betreut) hat da einfach keine Chance mehr als oberflächlich zu prüfen...

[ nachträglich editiert von kirgie ]
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07.03.2011 14:35 Uhr von maretz
 
+2 | -1
 
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naja: sagen wir so: Die Prüfung wäre damals sicherlich nicht so einfach gewesen wie heute. Hier müsste man jetzt die Original-Arbeit kennen -> denn dann kann man sagen ob es dem Prüfer auffallen muss wenn da extrem wenig Quellenangaben vorhanden sind oder nicht.

Auch heute wird kein Dozent die Prüfung komplett durchsehen können - bei mehreren 100 Seiten ist das gar nicht möglich jeden Satz zu prüfen. Ganz davon abgesehen das es ja auch Zufall sein kann das ich mal nen Satz so formuliert habe wie es auch jemand anders getan hat.

Was mich jedoch fasziniert an der Sache: Der könnte seine Doktorarbeit jetzt problemlos über sich selbst schreiben! Denn er hat mit dieser Sache die Nation zimlich in 2 Lager gespalten - die einen die das verzeihen wollen und würden, die anderen die ihn für nen simplen Betrüger halten. Weiterhin finde ich es interessant das es unserer Regierung reicht das er zurückgetreten ist. Denn entweder hat er bei der Arbeit betrogen - dann hat er nicht nur den Dr.-Titel zu unrecht gehabt sondern war auch jahrelang zu unrecht höher bezahlt worden. Oder er hatte ihn zurecht - dann wäre der Rücktritt falsch. Nur: WENN er zuviel bezahlt bekommen hat - warum wird das nicht zurückgefordert? Kleiner Tipp: Wenn jemand "normalsterbliche" beim Finanzamt falsche Angaben macht dann verlangt der Staat das Geld ganz sicher auch zurück - und dazu gibts noch ne nette Geldstrafe für die Täuschung. Aber als Minister darf man das - und mit dem Rücktritt ist alles ok? Merkwürdig...
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07.03.2011 15:37 Uhr von Silent_Santa
 
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@Maretz: Wirklich nur ne Frage, laut meiner Information ist das Gehalt an das Amt, nicht aber an den akademischen Grad bzw. Titel geknüpft. Ist dem nicht so? Kannst du mal eine Quelle posten?
Danke!
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07.03.2011 15:54 Uhr von maretz
 
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@Silent_Santa: Auch Minister laufen in den Besoldungsgruppen: http://de.wikipedia.org/...

Und die Einstufung in "höherer Dienst", "gehobener Dienst" usw. läuft zumindest bei den normalen Beamten-Verhältnissen über den akademischen Grad. So kannst du z.B. mit ner normalen Ausbildung iirc. bis A9 direkt eingestuft werden, mit nem Dipl. Ing. auf A11 und mit dem Dr. direkt in A13 rein. Da du aber ja im Normalfall nicht direkt als Minister anfängst sondern eben eine gewisse politische Laufbahn hinlegst ist es auch egal ob du dann als Minister in jedem Fall in der Besoldungsgruppe X liegst. Du hast ja dann während der Jahre DAVOR schon die ganze Zeit in der höheren Einstufung gelegen - und das ganz einfach zu unrecht!

Dazu kommen noch andere Punkte -> z.B. darfst du dir in Deutschland nicht einfach einen akademischen Grad vor den Namen schreiben wenn du diesen nicht auch wirklich hast. Ich habe z.B. meinen Dipl. Ing. mal gemacht - und dadurch darf ich damit auch unterschreiben. Wenn du das jetzt ohne die entsprechende Berechtigung machst dann gibt es Probleme: http://de.wikipedia.org/... - da dieses eben so nicht erlaubt ist. Er hat sich also zu unrecht diesen Titel vor den Namen geschrieben - da er die Erlaubnis dazu nur aufgrund eines Betruges hatte. Natürlich kann man ihn dafür nicht verklagen / verurteilen -> er hatte schließlich die Erlaubnis. Aber: Wenn es ihm so um seinen Anstand und seine Ehre geht wie er es immer behauptet -> dann müsste er auch die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen und das zu unrecht bezogene Geld wieder zurückzahlen. Das ist zwar nicht so das Deutschland dafür seine Schulden los wäre (schön wärs...) - aber es würde eben zeigen das er diesen Fehler zugibt und auch dafür grade steht. Wie gesagt - wenn ich einen Fehler mache und dadurch Kosten entstehen so muss ich auch dafür grade stehen...
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07.03.2011 18:33 Uhr von maretz
 
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@Judas: Auch der wird eine Besoldungsgruppe bekommen - und da die nunmal (eigentlich) nur nach der fachlichen Qualifikation eingestuft werden müsste auch der ohne Abschluss in einer deutlich geringeren Besoldungsstufe gehen... Und GRADE wenn er eh genug Kohle hat - dann sollte es doch kein Problem sein das er die Differenz zurückzahlt, oder? Grade dann ist es doch unverständlich warum jemand der soviel Geld hat den Bürgern da noch was klauen muss, oder?
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07.03.2011 18:58 Uhr von klaudis
 
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@serverhorst32: wenn ich solche kommentare lese,wie deinen,frage ich mich immer,wo ihr lebt.man kann einen menschen ja mögen und ehren,aber wenn man feststellen muß,das dieser ein elender lügner und betrüger ist,sollte man mal anfangen zu denken - vielleicht sogar zu grübeln.
ihr guttenbergfreunde seid zu verblendet,als das ihr erkennt,was das für ein falscher fuffziger ist. er hat nen guten namen schlecht gemacht,selbst geleistet hat der kerl doch noch nichts.man sollte sich mal die mühe machen und bei wicki schauen.da stehen die bekannten sachen drin. und für die faulen,die auch mit diesen neuen medien nicht umgehen können,stelle ich noch mal den link rein - den braucht man nur anklicken *lol*
http://de.wikipedia.org/...
ich möchte eigentlich nur hoffen,das diese sache richtig untersucht wird,damit man anfangen kann,diesen schmutz mal wegzuräumen - denn sicher ist wohl eins : guttenberg ist in diesem reigen bestimmt nicht der einzige....
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07.03.2011 20:26 Uhr von Ich_denke_erst
 
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Was ich immer noch nicht verstehe: und was auch hier noch keiner angemerkt hat:

Was wäre passiert wenn alle s.g. Zitate mit den richtigen Quellenverzeichnissen angegeben worden wären?
Nichts - oder? Dann wäre die Arbeit nämlich nicht zu beanstanden gewesen und hätte doch die Bestnote erhalten. Es lag also nur an den Quellenverzeichnissen und nicht am Inhalt?
Das ist ja dann wohl der größte Schwachsinn schlechthin.

Und über die Ausreden der Uni Bayreuth kann ich nur lachen - da haben etliche eine falsche Einstellung zu ihrem Beruf - die sind dazu da das ganz genau zu prüfen!

[ nachträglich editiert von Ich_denke_erst ]
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07.03.2011 21:57 Uhr von Dracultepes
 
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@klaudius: Ironie ist was tolles ^^
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07.03.2011 22:13 Uhr von maretz
 
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@ich_denke_erst: Stimmt - wenn er die Quellen richtig angegeben hätte dann wäre es ok. Allerdings: GENAU das ist eben der Unterschied bei solch einer Arbeit zwischen EIGENLEISTUNG und Täuschung! Denn: Wenn er alle Quellen richtig angegeben hätte - dann wäre die Arbeit ggf. schlechter benotet worden bzw. sogar durchgefallen wenn zuwenig Eigenleistung enthalten ist!

Es ist doch eigentlich ganz einfach: Ich könnte z.B. eine Arbeit "Fehlende Quellenangaben und die Konsequenzen" erstellen. Inhalt: Durch fehlende Quellen musste der Minister zu Guttenberg zurücktreten. Jetzt hänge ich noch eben die Meldung der Bild und einen Verweis auf die Arbeit von Guttenberg ran -> fertig. Diese Arbeit wäre nach wissenschaftlichem Maßstab korrekt angefertigt - trotzdem eine 5,0 weil die keinerlei Eigenleistung enthält (bzw. diese in keinem Verhältnis steht). Oder ich schreibe einfach den Artikel aus dem letzten Stern o.ä. Zeitung ab (nehmen wir mal an im Stern stand was und das hatte 20 Seiten). DIESE Arbeit wäre dann ggf. schon für eine Beurteilung und ein bestehen ausreichend - aber enthält eben KEINE Eigenleistung!

Von daher ist es eben durchaus relevant das man eben die Zitate usw. kenntlich macht. Denn diese sind _KEINE_ Eigenleistung - und wenn die Arbeit zu 99 % (um es mal zu übertreiben) aus solchen besteht dann ist es keine eigene Arbeit. DAS hat Gutti versäumt - und da muss man davon ausgehen das der Anteil der fremdleistung eben so hoch war das seine Note erheblich schlechter oder sogar ungenügend gewesen wäre. Bitte bedenke: Wir reden nicht davon das er 3-4 Zitate vergessen hat -> DANN wäre die Diskussion lächerlich. Wir reden da eher von 2 bis 3stelligen Zahlen der vergessenen Zitate. Und wir reden eben auch nicht darüber das er eben nur nen Satz irgendwo "entliehen" hat - solche Zitate können auch mal locker über ne halbe Seite oder mehr gehen. D.h. wenn wir nur von 20 Zitaten über je 0,5 Seiten ausgehen - dann sind wir bei 10 Seiten fremdleistung die er als seine eigene ausgegeben hat. Das sind schon 2% der Arbeit. DAZU kommen aber noch die korrekt gekennzeichneten Zitate -> und schon sind plötzlich 20+ % fremdleistung...

Und genau DA fängt noch ein anderer Punkt an der für Gutti zum Problem wird. Stell dir mal vor du bist auf der Arbeit und hast grade ein richtig gutes Produkt entworfen (ganz gleich ob als Handwerker nen richtig gutes Werkstück, als Programmierer eine richtig geniale Funktion oder was auch immer). Und wie es sich gehört sagst du deinem Vorgesetzten bescheid und zeigst dem das. 5 Minuten später bekommst du mit wie dein Vorgesetzter vorm Chef steht und sagt was für eine gute Sache ER doch entwickelt hat. Kein "WIR", kein "Der Kollege ´ich_denke_erst´", nein, ein "ICH". Nun - wie würdest du dich jetzt fühlen? Würdest du nächste Woche nochmal zu deinem Vorgesetzten gehen wenn du wieder was richtig gutes gebaut hast? Und genau das hat Gutti nunmal gemacht - er hat sich hingestellt und behauptet ER hat diese Leistung erbracht. Was ist also wenn sein eigener Stab jetzt keine Lust hat das er deren Leistungen vor Angie auch als sein Werk verkauft? Auch da hat es eben mit Stil und Ehrlichkeit zu tun das man fremde Arbeit nicht als die eigene ausgibt.

Von daher ist das alles andere als Schwachsinn. GRADE weil er die Arbeit mit "Auszeichnung" bestanden hat ist es noch schlimmer. Und ganz nebenbei sorgt dieser Schwachsinn nunmal schnell dafür das der akademische Grad - insbesondere aber nicht ausschließlich der den die Uni Bayreuth vergibt - an Wert verliert. Und auch da sollte man sich gedanken machen. Ich habe z.B. meinen Dipl. Ing. im bereich Techn. Informatik gemacht. DAFÜR bekomme ich in den meisten Bereichen auch etwas mehr Geld als ein Fachinformatiker bzw. ein "Quereinsteiger" (ohne das ich deren Qualifikationen herabsetzen möchte!). Ich musste nunmal einige Prüfungen bestehen u. einige Arbeiten abgeben. Was passiert jetzt wohl wenn es morgen heisst das an meiner FH die Dozenten für 5 Euro nen Blanko-Diplom ausstellen würden? In dem Moment indem ich mich dann irgendwo mit meinem Diplom bewerben würde wäre der Schein wertlos. Was meinst du also was jetzt mit den Doktoranden der Uni Bayreuth grade los ist? Gutti hat dafür gesorgt das es das Bild "die unterschreiben Blind" gibt - dafür sind die anderen Doktoranden grade unheimlich dankbar...

Von daher - ich würde nicht so leichtfertig sagen "nur am Quellenverzeichnis". Die Arbeit ist eben so wie sie ist durchgefallen - punkt! Und Gutti hat nunmal abgeschrieben und den Titel zu unrecht bekommen. DAS ist was zählt!
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07.03.2011 22:30 Uhr von Guybrush-Threepwood
 
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Immer wieder schön anzusehen, wie einer nach dem anderen versucht den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Ich hoffe, dass es keinem der Beteiligten gelingt, wird aber wohl nach und nach doch so werden...!
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07.03.2011 22:51 Uhr von DoJo85
 
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jaja: natürlich waren die möglichkeiten gegeben und natürlich sind die professoren dafür verantwortlich, dass die arbeit so bewertet wurde. das war immerhin ihre aufgabe. ich will zu guttenberg nicht die schuld absprechen, aber die professoren sollen jetzt mal nicht behaupten es war nicht möglich das zu prüfen nur um zu vertuschen das sie ganz einfach scheiße gebaut haben.
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08.03.2011 07:45 Uhr von MikeBison
 
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Unsinn: Bei uns hat man schon 2004 Stichprobe "gegoogelt".
2006 gab es sogar Software, die das automatisch gemacht hat.
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08.03.2011 08:32 Uhr von Khayarouni
 
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Die Rechtfertigung, die Uni Bayreuth haette 2006 nicht die technischen Moeglichkeiten einer genaueren Pruefung gehabt, ist eine Schutzbehauptung. Internetzugang und Google waeren fuer solche Recherchen allerdings auch zu wenig ... dafuer braucht man auch authorisierten Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken. Das ist einfach eine Frage, wie gut man organsiert ist, aber kein technisches Problem. Wer die Aufgabe hat, Doktorarbeiten zu pruefen, der muss sich konsequenterweise auch das technische Instrumentarium beschaffen, damit er seine Aufgabe sachgerecht erledigen kann. Im Jahr 2006 gehoerte das alles zur "State of the art". Juristisch und formal betrachtet, ist der Doktorvater fein raus, denn er war nicht zwingend verpflichtet, die Arbeit akribisch auf Plagiate zu pruefen. Die von Guttenberg unterschriebene Erklaerung, dass alles auf eigenem Mist gewachsen ist, schuetzt ihn da. In jedem Fall hat er aber seinen Job nicht besonders sorgfaeltig erledigt, was nicht unbedingt fuer seine kritische Distanz und Qualifikation spricht. Das alles vermittelt den Eindruck einer "geschlossenen ehrenwerten Gesellschaft", die sich gegenseitig Privilegien und Vorteile zuschiebt. "Na da wollen wa doch mal wohlwollend pruefen und unterschreiben!"

Dass der Betrug Guttenbergs medial so ge-pushed wurde, wirkt vielleicht uebertrieben, war aber notwendig, um Einblick und Klarheit in die Methoden dieser "ehrenwerten Kreise" zu oeffnen. Ohne das verbissene Festhalten und Oeffentlichmachen an den Vorwuerfen, waere das alles schnell im Sand verlaufen. Mit einem hoeflichen Hinweis auf Fehler in der wissenschaftlichen Methode war´s sicher nicht getan.

Ob das Ziel der Aktion der erzwunge Ruecktritt Guttenbergs oder akademische Klarheit und Transparenz war, ist doch vollkommen gleichgueltig. Im Ergebnis wurde ein Schaumschlaeger mit poltisch-, wissenschaftlich- und charakterlich fragwuerdiger Leistung auf das reduziert, was er wirklich ist.
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08.03.2011 08:48 Uhr von Aviator2005
 
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Akademiker war klar, dass die noch einen oben drauf setzen müssen und selber jegliche Schuld von sich weisen.

Hallo ... summa cum laude... das kriegt nicht jeder. Da gucken schon ein paar mehr Leute drauf.

Lachhaft ist u.a. die Behauptung: "..Jahre 2006 die Universität noch nicht über die heutigen technischen Voraussetzungen verfügt hätte".

Es handelt sich hierbei um eine Universität, die in der Lage sein MUSS, soetwas zu prüfen. Diese Universität scheint technisch nicht ganz auf der Höhe zu sein. Sollte man evtl. alle Absolventen auf ihre fachliche Fähigkeiten hin überprüfen?

Wenn die Herren Dozenten nicht in der Lage sind, aktuelles Wissen zu vermitteln, würde ich die GANZE Universität in Frage stellen.
(Ein Tip: schaut doch mal auf die Konten der angegliederten Stiftungen und vergleicht mal auf die Zahlungseingänge auf dem Stiftungskonto und mit dem Personenkreis, die in Vergangeheit einen Titel an der Uni erhalten haben. Surpriese, surprise....)

Es liegt, meiner Meinung nach, klar auf der Hand, dass sich diese Herren haben kaufen lassen. Sie müssen jetzt Schaden von der Uni abwenden und Gutteberg ist jetzt das Bauernopfer.

Die beiden hätten mal lieber den Mund halten sollen. jetzt rücken sie selber in das Licht der Öffenlichkeit und ob das wirklich so gut ist... na ja... nicht wirklich?!

Es gibt genügend einflußreiche Personen, die Ihren Abschluss an dieser Fakultät gemacht haben, die werden schon dafür sorgen, dass diese Einrichtung geschützt wird.
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08.03.2011 10:29 Uhr von Biovital22
 
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Was sind denn Aristokraten? Alles faule Säcke die im Mittelalter die Arbeit gescheut und dem Raubrittertum gefröhnt haben. Frei nach dem Motto "las mir Arbeiten oder lass mich Arbeiten" nein " lass andere Arbeiten" das ist deren Wahlspruch.

Und wenn ich schon höre blaues Blut, dann könnte ich K...en! Ich würde diese ganzen Adelstitel ein für allemal abschaffen. Auch wenn die in unserem lande nichts mehr zu melden haben, so schaden sie trotzdem dem Volke.

Da werden Gelder verprasst, die sie vor jahrhunderten dem Volk abgegaunert haben. Sie tun sich dann auch noch hervor, in dem sie ihre Doktorarbeit von anderen abschreiben, nehmen aber gleichzeitig die Wöreter Anstand und Ehre in den Mund. Ich schäme mich für so einen menschen und kann nicht verstehen, das leute so unbelehrbar sind, ihm auch noch hinterherzulaufen.

Ich möchte sicher nicht von so einem Kanzler regiert werden!!!

Und die beiden Herren über die man sich hier aufregt, sind es nicht Wert hier genannt zu werden, die sollte man lieber auf eine einsame Insel verbannen.

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