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Retortenfleisch: Der lange Weg zum perfekten künstlichen Schnitzel

Vladimir Mironov ist Bioingenieur und arbeitet daran, künstliches Fleisch herzustellen. Das Projekt startete vor zehn Jahren, als die NASA Proteinquellen für Langzeitreisen suchte. Diese hat man aber bereits in bestimmten Pflanzen gefunden. Nun finanziert die Tierschutzorganisation PETA die Arbeit.

Mit seinem Kollegen Nicholas Genovese entimmt Mironov dem Truthahn embryonische Muskelzellen, die auch Myoblasten genannt werden. Diese kommen dann in ein Rinderserum und wachsen in Bioreaktoren zu Muskelgewebe heran. Die Mengen die sich so herstellen lassen, sind allerdings noch recht klein.

Sie reichen aber aus, um im August in Göteborg einige Häppchen anzubieten. Dann wird dort eine Konferenz stattfinden, die sich ganz um das Thema Retortenfleisch dreht. Allerdings ist noch nicht ganz klar, wie es mit der Akzeptanz der Verbraucher gegenüber künstlichem Fleisch bestellt ist.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Weg, Bio, Chemie, Schnitzel, Synthetik
Quelle: science.orf.at

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2011 10:37 Uhr von Getschi2.0
 
+8 | -2
 
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Die Vorteile liegen natürlich klar auf der Hand: Man spart sich Massentierzucht, muss keine Tiere schlachten und kann bei ausreichender Forschung möglicherweise auch preislich mithalten. Man muss aber auch sagen, dass es wirtschaftlich für viele bedrohlich ist.

Aber ich schätze mal, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis man sich unbedingt Gedanken darüber machen muss.
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07.03.2011 11:17 Uhr von killerkalle
 
+9 | -1
 
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Coole News erstmal: und was der Verbraucher dazu denkt ...naja Der Verbraucher gewöhnt sich an alles er frisst ja auch den ganzen Tag Fleisch aus Massentierhaltung, falschen Käse und den ganzen verpackten Müll....um den Verbraucher mach ich mir am wenigsten Sorgen es ist eher eine Frage der Finanzierung und Vermarktung ob man es als Fleischersatz durchbekommt ist was anderes ...

FÜR Retortenfleisch GEGEN 24/7 Fleisch fressen

Wenn die Menschen sich auf 1 bis 2 mal Fleisch pro Woche einigen können bräuchten wir keine Massentierhaltung es würde niemand hungern die Tiere würden nicht gequält und wir könnten unsere Antibiotikaproduktion von der 80 % in die Viehfütterung gehen und dann ins Grundwasser einstellen ...

[ nachträglich editiert von killerkalle ]
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07.03.2011 12:06 Uhr von jpanse
 
+3 | -1
 
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@ Killerkalle: Meinst du mit Fleisch auch Wurst oder reden wir vom Steak, Schitzel oder what ever?

Kennst du wirklich Leute die 7 Tage die Woche Fleisch essen? Ich meine das ist ja auch kein billiges Hobby...

Jeden Tag Fleisch ist abartig...war im Urlaub und dort gab es jeden Tag 3x tägl. Fleisch...irgendwann kommt einem das Zeug zu den Ohren raus.
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07.03.2011 12:17 Uhr von MC_Kay
 
+1 | -3
 
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Die Japaner haben auch mal einen Fleischersatz entwickelt.
Hierzu wurde als Grundmaterial menschlicher Kot (Kacke) verwendet.

Edit:
Hier ein Link

http://wurstundfleisch.wordpress.com/...

[ nachträglich editiert von MC_Kay ]
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07.03.2011 13:00 Uhr von Nebelfrost
 
+3 | -1
 
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meine persönliche akzeptanz für kunstfleisch = 0
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07.03.2011 13:12 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -0
 
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Gute Idee: Ich gehe mal davon aus daß man auch in ferner Zukunft keine ordentlichen Steaks künstlich herstellen kann, aber es ist durchaus möglich daß man zumindest Formfleisch dadurch ersetzen könnte, was ja auch schon ein gewisser Fortschritt wäre.

Natürlich kommen bei dem Thema gleich wieder alle Gegner von Gentechnik aus ihren Löchern gekrochen, aber daß alle normalen Nutztiere ebenfalls massiv Gentechnisch verändert wurden ist denen vollkommen egal, weil es ja "natürlich" durch Zucht geschehen ist... mit anderen Worten planlos von Amateuren.
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10.03.2011 23:29 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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Ist durchaus positiv: Man kommt von der Massentierhaltung weg und die Hersteller eines echten Schnitzels können dann das verlangen, was ein innerhalb von drei Jahren ruhig und glücklich aufgewachsenes tier wirklich wert ist.
Das ist dann ein Luxusartikel, wie es sein sollte.

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