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Neuer Digitalfunk der Polizei wird wieder abgeschaltet

Die Münchner Polizei hat den neuen Digitalfunk erst zweieinhalb Monate im Programm. Nun wird er wieder eingestellt. Es gäbe nur Probleme, klagen die Beamten, welche die Techniker nicht lösen können.

Weil der neue Digitalfunk so gut verschlüsselt gewesen war, konnten Einsatzzentrale und die Funkwagen selbst kaum kommunizieren ohne Rauschen und verminderter Sprachqualität. Probleme machte das neue Netz auch in Gebäuden. Selbst über die neue Menüführung beschwerten sich einige Beamte. Zu kompliziert.

4,5 Milliarden Euro kostete die Neuanschaffung des Digitalfunks. Eigentlich hätte es noch dreieinhalb Monate länger laufen sollen, bis es vollständig von der Lieferfirma übernommen werden könnte. Jetzt geht es erstmal wieder mit dem altbewährten Analog-Funk weiter.


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WebReporter: syndikatM
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Polizei, Problem, Firma, Technik, Digitalfunk, Analogfunk
Quelle: www.merkur-online.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.03.2011 11:34 Uhr von Jaecko
 
+15 | -6
 
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Tja wir haben bei unsrer FW noch die klassische analoge Technik.
Wenn da z.B. das Relais ausfällt, stellen wir einfach ein Fahrzeug auf nen erhöhten Punkt und stellen da das Funkgerät auf Relaisbetrieb. Fertig.

Sogar das (eigentlich ja immer noch analoge) FMS hat Probleme. Immer wieder faszinierend, wie die Leitstelle rotiert, wenn der PC ausfällt und alle Statusdaten verschwinden.
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06.03.2011 11:51 Uhr von blz
 
+36 | -2
 
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Oh mann, das kommt von dem Spargedanken. Die Projekte werden immer an den vermeindlich billigsten Bewerber vergeben. Und am Ende fehlt die Hälfte und die andere geht nicht.
Bei der Feuerwehr ist das ja kein Problem, aber ich sehe es schon als problematisch an, dass jeder Depp mit einem alten Radio und einem Schraubenzieher den Polizeifunk abhören könnte.
Soweit ich weiß, hat ja fast jedes Bundesland sein eigenes System, die untereinander nicht kompatibel sind...
Und wir schimpfen uns Hochtechnologieland.
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06.03.2011 11:54 Uhr von Obelix120
 
+20 | -5
 
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@Wolfsburger: Das sehe ich anders. Es ist absolut üblich, mangelhaft getestete Produkte auf den Markt zu werfen und erst im laufenden Betrieb die Fehler zu beseitigen. Meistens sind es weniger die Entwickler, die das so wollen, sondern die Sesselfurzer, die so schnell wie möglich Geld sehen wollen. Manche Fehler kann man auch nur in der Praxis, also mit vielen "Testern" finden, als mit wenigen im Labor.
Irgendeiner hat mal den Begriff "Bananenversion" dafür kreiert: das Produkt reift beim Kunden.
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06.03.2011 12:19 Uhr von LocNar
 
+14 | -4
 
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Eine erfreuliche Nachricht für alle Funkscannerbesitzer ^^
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06.03.2011 14:24 Uhr von tiefschneetaucher
 
+10 | -1
 
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Bravo: was mich, neben der immensen Summe von 4,5 Mrd, zusätzlich den Kopf schütteln lässt ist die Tatsache daß das digitale Funkystem nicht kompatibel ist mit dem der Bundeswehr. In Krisensituationen wie bsp Hochwasser, hätte man so die Hilfsorganisationen alle unter einem digitalen Funksystem unterbringen können. Aber nee da kocht jeder sein eigenes Süppchen und verplämpert munter Steuergelder ...
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06.03.2011 14:27 Uhr von Delios
 
+3 | -1
 
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@Jaecko: bei uns laufen die Schleifen sowohl digital wie auch noch analog. Von der Sache ansich bin ich schon begeistert, nur die Geräte sind noch net so ausgereift. Für den digitalen Bereich hat man uns FME´s von EuroBOS Zeus gegeben. Da kommt zwar der Alarm an, aber die Meldung nur in irgendwelchen komischen Zeichen...
Jetzt musste die Gemeinde wieder neue anschaffen... soviel dazu...
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06.03.2011 14:28 Uhr von LocNar
 
+6 | -2
 
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Obwohl es für manche Beamte manchmal besser wäre, wenn man das Funknetz nicht abhören könnte.

Was die Jungs/Mädels teilweise an Bemerkungen über die kontrollierten Personen ablassen ist teilweise unter aller Sau.

Nein nein, ist nicht so als ob ich da zuhöhren würde.... das bekomme ich nur hin und wieder bei einem Kumpel mit ^^ ;P
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06.03.2011 18:12 Uhr von Leeson
 
+2 | -0
 
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Never: touch a running system!!!
Digital ist nunmal etwas empfindlicher.
Analoges TV hatte bei schlechtem Empfang etwas Schnee auf dem Bild aber es lief ohne Aussetzer.
Bei digital hat man schnell hässliche Quadrate im Bild und es bleibt stehen, der Ton ist meist auch mit weg.
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06.03.2011 18:21 Uhr von Johnny Cache
 
+4 | -0
 
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@Spynet: Was sie zu verbergen haben? Wie wäre es beispielsweise mit einer Einsatzplanung von der die pöhsen Puben nichts wissen sollen?
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06.03.2011 19:54 Uhr von wi.mp3
 
+3 | -0
 
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"never change a running System": mehr gibt´s dazu nicht zu sagen!
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07.03.2011 01:38 Uhr von Snipergott
 
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@Zodank: Genau so ist es ! Wen es um Netzsicherheit geht werden auch Hacker gefragt. Außerdem wenn man was verschlüsselt gibt es immer einen der den Schlüssel hackt oder stört. . Das ist nu mal so .
Und wie schon zuvor geschrieben wurde , ein Billig Handy ist Sicherer als jedes Funkgerät .
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07.03.2011 01:40 Uhr von mm74
 
+1 | -3
 
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Falsch: Diese "News" ist falsch. Einfach nur falsch.
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07.03.2011 01:40 Uhr von Heini68
 
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Traurig aber wahr! Leider ist diese Misere mit dem Digitalfunk nicht nur in München.. bloß haben die Bayern wenigstens den Mut es abzuschalten...
Mal zum Verständnis für alle Nörgler die Bunderepublik ist das LETZTE europäische Land, das noch keinen Digitalfunk hat.
Der Tetra Standart ist Bundesweit kompatibel auch unter verschiedenen Behörden, natürlich kann ein Polizist aus Sachsen nicht mit einem aus Bayern über Digitalfunk sprechen, da sie nicht die gleiche Gruppe (Analogfunk Kanal) schalten können.
Es gibt aber auch bundesweit gültige Gruppen, die geschaltet werden können, das digitale Funknetz arbeitet wie ein Handynetz.
Nch meinen Informationen stehen in Wien ca. 300 Masten und die Versorgung ist, auch innerhalb von Gebäuden gewährleistet.
In Berlin meint man mit 100 Masten auszukommen, derzeit sind gut über die Hälfte eingesetzt und die Verbindungen sind unterirdisch, zumal noch keine Leitstelle mit Digitalfunk ausgerüstet ist.
Dementsprechend fährt man einen paralellen Betrieb (Analog/Digital) und das soll auch noch die nächsten Jahre so bleiben.
Also nicht die so gescholtenen Beamten sind schuld an der Misere, sondern eher die Politiker, die nicht die geeigneten Mittel zu Verfügung stellen wollen.
Die komplette Ausstattung, der Bundesrepublik Deutschland, kostet so ca. 100 Mrd. Euro.
Ach ja... zumindest in Berlin doktort man schon über 10 Jahre am Digitalfunk..
Also nix mit Geld verpulvern...sie sparen den Digitalfunk kaputt..
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07.03.2011 02:24 Uhr von Snipergott
 
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@Heini68: Also REIN Theoretisch ! Wen ich die Antennen Sabotiere fällt der Funk für die Region aus . Oder der Blitz schlägt in eine Antenne Ein ,fällt der Funke für die Region aus . Bezogen auf Berlin bei 100 Funkmasten . Wer soll die alle Bewachen ?

Das ist für BOS Funke nicht akzeptabel.
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07.03.2011 05:16 Uhr von Heini68
 
+3 | -0
 
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@snipergott: Theoretisch hast Du recht, aber es weiss ja niemand was BOS Antennen und was normale Handyantennen sind
Ausfall von ca. 20% wäre zu kompensieren unter Einschränkung von Sprachqualität und Netzversorgung..
Niemand wird die bewachen...

Ist leider die bittere Realität
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07.03.2011 08:30 Uhr von PeterLustig2009
 
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Bevor hier das große bashen losgeht: Das System befand sich im Testbetrieb und dieser wurde vorerst abgebrochen damit die Firma die eklatanten Mängel abschalten kann.
Aer okay ohne nötiges Backgroundwissen muss man ja davon ausgehen dass der Staat wieder Kohle verpulvert, wo wäre sonst der Spaß ;)
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07.03.2011 10:07 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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DVB-T: Der Unterschied zwischen digitalen und analogen Funk besteht doch darin, daß beim digitalen Funk das Funksignal digital kodiert auf analogen Weg zum Empfänger geschickt wird. Die Regeln besagen beim DVB-T-Signal, daß mindestens fünfzig Prozent der Datenpakete dekodiert werden müssen, bevor das Signal im Empfängermedium dargestellt werden darf.
Beim analogen Funk wird das ganze Signal auf dem Empfängermedium dargestellt, so daß der menschliche Empfänger selbst die Möglichkeit hat, aus dem empfangenen Signal einen sinnvollen Interpretationszusammenhang abzuleiten. Es gibt beim analogen Empfang keine elektronische Schaltung, die aus dem Funksignal eine Vorselektion der Inhalte macht.
Wenn der Digitalfunk der Polizei wie beim DVB-T ähnlich strukturiert ist, ist es kein Wunder, wenn die Polizei diesen Funk nicht nutzen kann.
Für den DVB-T-Bereich bieten sich zur Lösung des Problems individuelle stationäre Doppelquad-Antennen an, die entsprechend der Frequenz indviduell geformt sein müssen.
Für den Polizeifunk ist das wohl eher problematisch, da die Polizei auch in Bewegung kommunizieren muss. Da es aber eine große Bandbreite von Antennen gibt, müsste eigentlich ein Nachrichtentechniker dieses Problem lösen können.
Ansonsten kann man nur staunen, daß vorher nicht ein Modellgebiet zur Praxisbeobachtung eingerichtet wurde.
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07.03.2011 10:33 Uhr von cyrus2k1
 
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Welches IT Großprojekt hat schon jemals geklappt? Ich kann mich nicht an ein einziges Großprojekt der Regierung erinnern das nicht wesentlich länger gedauert hat und wesentlich teurer geworden ist als geplant.
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08.03.2011 07:40 Uhr von PeterLustig2009
 
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@Sag_mir Das digitale Funksystem der Polizei baut natürlich nciht auf DVB-T auf, was auch gar nciht möglich wäre da man ständig die Frequenz wechselt wenn man nicht an einem Standort steht.

[...]Ansonsten kann man nur staunen, daß vorher nicht ein Modellgebiet zur Praxisbeobachtung eingerichtet wurde.[...]
Wurde es ja und deswegen wird es ja auch wieder abgeschaltet. Was hier verschwiegen wird (wissentlich oder unwissentlich) ist dass der Test abgebrochen wurde und das System beim Kauf 4,5 Milliarden € gekostet hätte.
Momentan ist also noch gar kein Geld (bis auf die Testkosten, aber die lassen sich nicht verhindern) verpulvert worden
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08.03.2011 08:46 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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@PeterLu Deine Information kam in der Öffentlichkeit SO nicht rüber. Es ist doch oft so, daß es eine Ankündigung gibt und dann einfach umgesetzt wird. Wenn es stimmt, was Du geschrieben hast, ist das ja in Ordnung. Letztlich ist das Vorhaben dann an der lückenhaften Vorstellungskraft der Entwickler gescheitert.

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