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Wissenschaftler lösen zwei Geheimnisse um den Tudor-König Henry VIII

Um den Tudor-König Henry VIII (1491 - 1547) ranken sich auch heute noch viele medizinische Geheimnisse. Catrina Banks Whitley und Kyra Kramer von der Southern Methodist University glauben, zwei dieser kniffligen Rätsel gelöst zu haben, welche die Fortpflanzungsschwäche und die Verhaltensveränderungen des Königs betreffen.

Der Grund für seine Reproduktionsschwäche war demnach das Kell-Blutgruppenmerkmal. Seine Frauen bildeten bei einer Schwangerschaft Antikörper gegen sein Kell-Antigen und konnten höchstens ein Kell-positives Kind gebären. Weitere Kell-positive Föten wurden von den Antikörpern attackiert und es kam meist zu Totgeburten.

Rätselhaft war auch die dramatische Verhaltensänderung von Henry VIII während seiner letzten Lebensjahre. Sie kann den Forscherinnen zufolge auf das McLeod-Syndrom zurückgeführt werden, das bei Kell-positiven Menschen in Erscheinung treten kann und vielfältige Symptome aufweist, die bei ihm dokumentiert wurden.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaftler, Blutgruppe, Tudor, König Henry Vlll
Quelle: www.astropage.eu

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.03.2011 09:16 Uhr von alphanova
 
+5 | -3
 
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Der Artikel ist sehr ausführlich und geht ziemlich ins Detail, was die medizinischen Sachverhalte angeht, aber er ist trotzdem spannend zu lesen. Ich finde solche jahrhundertealten medizinisch angehauchten Rätsel hochinteressant.
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05.03.2011 12:31 Uhr von Nashira
 
+1 | -2
 
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Helli.. :): Henry war aber nicht unfruchtbar, sonst hätte er nicht so viele schwangerschaften "verursacht".

verdammt, das wars dann wieder mal mit deiner theorie^^

aber die geschichte ist ja echt voll spannend, vor allem vor der in der quelle erwähnten geschichtlichen hintergründen wie dem köpfen lassen seiner beiden frauen... die zusammenhänge zur these mit dem Kell-Merkmal ist ja echt frappierend auffällig.

ich hab eben noch ein bisschen dazu gegoogelt und gesehen, dass die beiden forscherinnen jetzt bei der queen angefragt haben, ob sie proben für einen genentischen nachweis von kell und dem McLeod-Syndrom in henrys gruft nehmen dürfen.

leider hat die queen darauf noch nicht reagiert, sie ist vermutlich nicht sehr amused, dass man einen ihrer vorfahren aus dem sarg holen will.^^

schade, ich finde, sie sollte zustimmen, der wissenschaft zu liebe und weil sich diese erkrankung ja sicherlich dann auch weiterhin in seinem familienstammbaum findet und dort ebenfalls zu solchen problemen führen könnte, die evtl. nicht entdeckt werden und unnötiges leid beiden betroffenen verursachen.

[ nachträglich editiert von Nashira ]
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05.03.2011 15:53 Uhr von Noseman
 
+0 | -1
 
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@Nashira: Elizabeth ist eine Windsor (vormals Sachsen-Coburg-Gotha), keine Tudor.
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06.03.2011 12:23 Uhr von Nashira
 
+0 | -0
 
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ja noseman aber dein cousin hat vermutlich auch nen anderen familiennamen als du? :-)

heinrich VIII gehörte zum haus tudor, die letzte königin aus diesem Haus war elisabeth I, dann ging die herrschaft auf jakob VI (sohn von maria stuart, die mit elisabeth verwandt war, denn ihre großmutter väterlicherseits war Margaret Tudor, ältere schwester von heinrich VIII., weshalb maria stuart einen anspruch auf den englischen thron hatte.) über.

es herrschte also haus stuart, dann folgte haus hannover mit george I, der über die weibliche linie mit den stuarts verwandt war. dieses haus wurde nach der heirat von victoria I in haus sachsen-coburg-gotha umbenannt und wiederum aufgrund der antideutschen stimmung während des I. weltkriegs in haus windsor.

die namen der königshäuser änderten sich, aber elisabeth II. ist trotzdem über eine lange linie sowohl eine nachfahrin der tudors, als auch der stuarts und hannoveraner.

es gibt also eine weitläufige verwandtschaft. wobei vermutlich der gesamte hochadel weitschichtig verwandt sein dürfte.

natürlich nicht ganz so nah, wie bei dir und deinem cousin ;-)

http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von Nashira ]

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