03.03.11 16:39 Uhr
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Neuer Algorithmus für Quantencomputer entworfen

Ein internationales Forscherteam hat einen Quantenalgorithmus entworfen, mit dem das "Vorzeichenproblem" gelöst werden soll. Will man eine Vielteilchen-Schrödinger-Gleichung mit klassischen Computern lösen, treten häufig negative Wahrscheinlichkeitsamplituden auf, was offensichtlich kaum Sinn macht.

Bereits Richard Feynmann meinte, dass man klassische Methoden zur Berechnung oft nicht nutzen kann, da "die Natur - verdammt nochmal - nicht klassisch sei". Seinem Vorschlag, solche Problem quantenmechanisch anzugehen, wird mit dem neuen Algorithmus, dem "Quantum Metropolis Sampling" nachgekommen.

Für die Anwendung fehlt leider noch der nötige Quantencomputer. Wird dieser entwickelt, könnten auch Forschungsgebiete wie die Chemie, oder die Hochenergie- und Materialphysik von dem Algorithmus profitieren. Auf dem Weg zu diesen neuartigen Computern wurden auch schon einige Erfolge erzielt.


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WebReporter: Getschi2.0
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Algorithmus, Quantencomputer
Quelle: scinexx.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.03.2011 16:39 Uhr von Getschi2.0
 
+9 | -0
 
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Eine Schrödingergleichung ist eigentlich keine wilde Sache. Es ist eine Gleichung, die eine (komplexe) Welle beschreibt. Aus dieser Welle erhält man dann durch Quadrierung die Aufenthaltswahrscheinlichkeit des Teilchens.

Interessant zu sehen, dass man schon weiß, wie man eine Maschine programmiert, die es noch nicht gibt. Man hat also schon quasi die Software, aber leider keine Hardware.
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03.03.2011 17:27 Uhr von TrangleC
 
+4 | -1
 
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@ Autor: Bei Quantenrechnern ist/war bisher die Software das größere Problem. Wie so ein Rechner funktionieren könnte und wie man ihn bauen könnte weiß man schon lange, das größere Problem ist es Software zu entwickeln die nicht nur auf "1/0" oder "Ja/Nein" Basis funktioniert, sondern auf "Ja/Nein/Vielleicht" Basis. Da macht man sich als an fundamental einfache Digitaltechnik gewöhnter Programmierer leicht einen Knoten ins Hirn.
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03.03.2011 17:38 Uhr von Getschi2.0
 
+2 | -0
 
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TrangleC: "Wie so ein Rechner funktionieren könnte und wie man ihn bauen könnte weiß man schon lange,"
Aber auch nur theoretisch. Könnte man das umsetzen, gäbe es den Quantencomputer schon.

"Da macht man sich als an fundamental einfache Digitaltechnik gewöhnter Programmierer leicht einen Knoten ins Hirn."
;-)
Das glaube ich gerne.
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03.03.2011 21:20 Uhr von masterharz
 
+1 | -0
 
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@Getschi/@TrangleC: Könnte einer von euch bitte mal erklären wie man so überhaupt irgendwas mit nem Quantencomputer "rechnen" soll? Wenn man 0x1 und 0x1 addieren will und als Ergebnis resultiert ein "0x?" da kommt dann nur mit einer Gewissen wahrscheinlichkeit 2 bei raus oder wie darf man das verstehen?

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