03.03.11 13:25 Uhr
 721
 

Enthüller von Karl-Theodor zu Guttenbergs Plagiat wird mit Hassmails überschüttet

Andreas Fischer-Lescano ist Juraprofessor und enthüllte als Erster die gefälschten Passagen in Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktorarbeit.

Seitdem beschimpfen ihn politische Unterstützer des inzwischen zurückgetretenen Verteidigungsministers als linken Denunzianten - er wird mit Hassmails überschüttet.

"Hoffentlich läufst Du Arsch mal vors Auto", so nur ein Beispiel aus den erzürnten Schreiben.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Karl-Theodor zu Guttenberg, Drohung, Enthüllung, Doktorarbeit, Andreas Fischer-Lescano
Quelle: www.sueddeutsche.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Karl-Theodor zu Guttenberg: "Habe mich für ein politisches Amt disqualifiziert"
Karl-Theodor zu Guttenberg zu US-Wahl: "Weckruf für die Eliten in Europa"
Karl-Theodor zu Guttenberg gibt CSU einen Korb: Horst Seehofer will ihn zurück

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
03.03.2011 13:32 Uhr von Pils28
 
+33 | -5
 
ANZEIGEN
Wenn ich das nächste mal einen Betrug begehe, schimpfe ich auf den, dem es auffällt! Ich habe schließlich nur einen "Fehler gemacht", er hat denunziert!
Kommentar ansehen
03.03.2011 13:34 Uhr von Bokaj
 
+24 | -5
 
ANZEIGEN
Das ist ein Trauerspiel. Der Enthüller ist nicht der Täter, sondern Guttenberg. Er sollte sich schnellstens dafür einsetzten, dass so etwas nicht mehr geschieht.
Kommentar ansehen
03.03.2011 13:54 Uhr von MikeBison
 
+29 | -3
 
ANZEIGEN
Bedenklich: Zeigt aber das Niveau der Gutti Fans.
Kauft euch einfach eine Tube Haargel und betet euren Betrüger an.
Kommentar ansehen
03.03.2011 14:10 Uhr von makabere_makkaroni
 
+19 | -0
 
ANZEIGEN
Meines Wissenstandes nach: war das eine Standardüberprüfung einer Doktorarbeit. (wenn falsch informiert, Aufklärung bitte). Sollte er nun die Klappe halten, wenn er Plagiate sieht? Ich habe ehrlichen Respekt vor jedem, der eine Straftat publik macht, auch wenn man mit Widerständen zu rechnen hätte (wie in diesem Fall, da ein populärer Politker betroffen ist).

Und wer nahezu wortwörtlich aus der F.A.Z. abschreibt, muss doch damit rechnen, aufzufliegen
Kommentar ansehen
03.03.2011 14:32 Uhr von misantroph
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
@der.blonde: lies dir mal die quelle durch.

"Die Liste seiner Veröffentlichungen zeigt zumindest, dass die Arbeit in sein Fachgebiet fällt. In diesem Semester bot er ein Seminar zu "Verfassungen jenseits des Nationalstaates" an. Dass Professoren vom Fach Plagiate entdecken, ist durchaus üblich, das zeigen Gerichtsurteile. Die Forscher kennen die einschlägigen Texte am besten. Fischer-Lescano räumt ein, dass er vorhatte, Guttenbergs Arbeit in einer Rezension zu zerpflücken. "Ich wollte Gegenthesen zu seinem konservativen Verfassungsdenken entwickeln." Die Arbeit erschien ihm inhaltlich schwach und sprunghaft im Stil.

[..]

Die Stellen, an denen sich Guttenberg aus Presseartikeln bedient hatte, ließen bei Fischer-Lescano den Verdacht aufkommen, er habe eigene Reden verhackstückt. Besonders seicht empfand er die Passage, wo Guttenberg einen Text der NZZ am Sonntag übernommen hat. Er gab deshalb einen Halbsatz in die Google-Suche ein. Am Ende hatte er neun solcher Textstellen.

"
also keine gezielte suche nach plagiaten, bzw. erst als ein konkreter verdacht bestand.
Kommentar ansehen
03.03.2011 14:58 Uhr von machi
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Rezension: Das war eine Rezension einer Doktorarbeit.
Entweder wird dabei das Thema vorgegeben oder das Thema evtl frei gewählt.
Bei der Rezension fiel es auf dass mit der Arbeit was nicht stimmte, was nebenbei gesagt auch schon Studenten an der Uni Münster auffielen die darüber ebenfalls eine Arbeit schrieben. Wegen politischer Brisanz wurde diese Arbeit allerdings zurückgehalten und sollte erst später veröffentlicht werden.

Also nix mit "gezieltem rumschnüffeln"
Hat der Blonde wohl einfach keinen Peil vom Leben an der Uni
Kommentar ansehen
03.03.2011 15:05 Uhr von Zephram
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
ohje die guttifanboys ^^: "Halbsätze bei Google gefunden" jaja mit sowas fliegste mittlerweile doch schon in der Hauptschule auf, was erwartet da ein Doktorand ?

Und ihr Guttiboys, ihr erweist dem Rest des Landes ja einen Bärendienst, wenn die Politiker an euch merken wie ausgiebig man euch durch den Kakao ziehen kann, ohne von eurer Begeisterung anzurücken, dann werden die ja noch dreister werden, wartets ab ^^

jm2p Zeph
Kommentar ansehen
03.03.2011 16:14 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Für mich ist es halt nur unverständlich, dass man erst Jahre später den Betrug aufdeckt. Wie hat die Kommision oder der Dotktorvater vor Jahren gearbeitet? Waren die bestechlich?

Wenn ja sind sie nicht besser, eher schlechter als Guttenberg.
Kommentar ansehen
03.03.2011 16:15 Uhr von eztz
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Zephram: Dem kann ich nur zustimmen.Das einzige das man Ihm gutschreiben kann das er die konsequenzen daraus gezogen hat , was bei einigen anderen Politikern noch aussteht oder nie passieren wird , weil sie weder anstand noch gewissen haben.

[ nachträglich editiert von eztz ]
Kommentar ansehen
03.03.2011 17:17 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@etzt da wären zu erwähnen, die Politiker, die in der Parteispendenaffäre involviert waren.

1. Bundeskanzler Kohl
2. Finanzminister Schäuble
3. Ministerpräsident von Hessen Koch

um nur die populärsten zu erwähnen und die Krone der politsichen Kriminalität hat sich Franz Josef Strauß mit seiner Starfighter- und Leopardafäre geleistet. Und heut wird der noch von den Bayern vergöttert
Kommentar ansehen
04.03.2011 11:41 Uhr von Bokaj
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@KamalaKurt: "Für mich ...ist es halt nur unverständlich, dass man erst Jahre später den Betrug aufdeckt. Wie hat die Kommision oder der Dotktorvater vor Jahren gearbeitet? Waren die bestechlich?

Wenn ja sind sie nicht besser, eher schlechter als Guttenberg. "

Nein, Guttenberg hat lang an seiner Doktorarbeit rumgeschrieben, dadurch gab es viele Gespräche mit seinem Doktorvater. Dadurch bildet sich auch ein Vertrauensverhätnis, besonders bei einem Menschen wie Guttenberg, der gern gut erscheint.
Außerdem unterschreibt Guttenber, dass er nichts abschreibt und gibt sein Ehrenwort dafür. An manchen Unis muss man sogar einen Eid ablegen.
Früher war außerdem google noch nicht so geeignet, um ganze Texte zu vergleichen. Außerdem stand auch noch nicht soviel im Netz wie heute. Wenn man nicht misstrauisch ist und einem Menschen vertraut, dann sucht man auch nicht so aufwendig mit schlechtem "Werkzeug" nach möglichen Quellen der Doktorarbeit.


Hier eine Mitäterschaft zu unterstellen, ist also wirklich weit hergeholt und nicht fair.

Refresh |<-- <-   1-11/11   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Karl-Theodor zu Guttenberg: "Habe mich für ein politisches Amt disqualifiziert"
Karl-Theodor zu Guttenberg zu US-Wahl: "Weckruf für die Eliten in Europa"
Karl-Theodor zu Guttenberg gibt CSU einen Korb: Horst Seehofer will ihn zurück


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?