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Unisex-Versicherungen führen zu höheren Prämien (Update)

Der Europäische Gerichtshof verordnete Unisex-Tarife für Versicherungen (ShortNews berichtete). Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV), der Zusammenschluss deutscher Versicherungsmathematiker, prognostiziert höhere Prämien, da das Geschlecht als Risikomerkmal entfällt.

Eine exakte Kalkulation ist deshalb schwieriger. Junge, männliche und unfallträchtigere Autofahrer sind in der Kfz-Haftpflicht schlechte Risiken, Frauen bei Rentenversicherungen. Die Befürchtung ist, dass die guten Risken wechseln, da ihr Beitrag steigt. Übrig blieben mehr relativ schlechte Risiken.

In der Folge entstünde ein ungesundes Kollektiv und somit überproportional mehr Risiko für den Versicherer. Das würde der Versicherer noch vor Einsetzen der Abwärtsspirale durch höhere Prämien ausgleichen. Die Änderungen gelten für Neuverträge ab Ende 2012.


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WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Risiko, Versicherung, Prämie, Europäischer Gerichtshof
Quelle: www.haufe.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.03.2011 11:29 Uhr von Berufspsycho
 
+7 | -3
 
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Wieder ein Fall von sinnloser Gleichschaltung! Natürlich soll niemand wegen seines Geschlechts diskriminiert werden, nur gibt es statistische Zusammenhänge. Wer schonmal Unterschichten- Proletarier mit 316i beim Balzverhalten beobachtet hat, der weiß warum diese verdammt nochmal mehr zu zahlen hat als die meisten unserer Mütter!
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03.03.2011 11:49 Uhr von real.stro
 
+2 | -1
 
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sosoaha: hat es auf den Punkt gebracht!
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03.03.2011 12:08 Uhr von S8472
 
+6 | -1
 
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@Oberlehrer: Ist doch logisch. Beamte bewegen sich kaum, also besteht auch nicht die Gefahr, dass sie sich verletzten. Weiterhin sterben sie aufgrund von Bewegungsmangel dann auch früher. :)
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03.03.2011 12:43 Uhr von Johnny Cache
 
+4 | -1
 
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@S8472: Dann sollten sie aber auch Thrombosestrümpfe tragen müssen. ;)
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03.03.2011 13:21 Uhr von maretz
 
+2 | -0
 
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lol: DAS ist aber doch eigentlich das normale: Man bewertet das Risiko und lässt sich das dann entsprechend bezahlen. Keine Firma macht das anders. Bringe ich ein Produkt auf den Markt bei dem ein kleiner Fehler schon zu einem Totalausfall führen kann - dann lasse ich mir die Garantie höher bezahlen als wenn ich z.B. nen Küchenbrett verkaufe bei dem unter normalen Umständen u. bei vorschriftsmäßigem Gebrauch nie was passieren kann...

Und solange es in einem normal-offentsichtlichen Rahmen bleibt ist das doch auch ok. Es ist ja kein Geheimnis ob jemand männlich oder weiblich ist. Aber ich wäre dann für einen weiteren Vorschlag: Wir sorgen mal für eine echte Gleichbehandlung! Diese sexistische Namenszuordnung muss auch abgeschafft werden - es kann doch nicht sein das manN nicht den Namen "Lisa" tragen darf - und Frau sich nicht "Horst" u.ä. nennen darf... (wer ironie findet darf sie gerne pflegen!)
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03.03.2011 13:42 Uhr von onkelmax
 
+1 | -1
 
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verarsche der versicherungswirtschaft: anstatt hier von böser gleichmacherei zu schwadronieren, sollte ihr mal den kernd er argumenatation der versicherungswirtschaft hinterfragen. hier will schlicht und ergreifend eine branche ihre milliardengewinne auf absurd hohen niveau behalten!
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03.03.2011 14:50 Uhr von maretz
 
+2 | -0
 
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@onkelmax: Das Problem ist aber: JETZT werden immer die schlechteren Bedingungen angesetzt werden - oder glaubst du wirklich das die jetzt für die "Problemgruppe" das günstiger machen werden?

Bedeutet: Bist du zufällig weiblich und Fahranfänger - dann zahlst du jetzt genausoviel wie der 18jährige Kerl der meint er muss auf der Straße erstmal zeigen das er den größten hat. Möchtest du aber als Kerl in die Lebensversicherung / Rentenversicherung einsteigen zahlst du dasselbe wie die Mädels - die aber statistisch gesehen deshalb mehr zahlen weil die Lebenserwartung höher ist. Was also im Endeffekt nur zu noch höheren Gewinnen führt... Nehmen wir mal an das ein Mann im durchschnitt 80 Jahre alt wird, eine Frau 82 Jahre alt. D.h. die Rentenversicherung wird jetzt _ALLE_ darauf berechnen das die 82 Jahre alt werden. Und jeder Kerl der mit 80 stirbt sorgt dann dafür das die Versicherung "2 Jahre Gewinn" macht. Klasse, oder?

Und wo ist das Problem das man hier die Gruppen differenziert? Nehmen wir eine simple Unfallversicherung. Behandelst du alle gleich? Gut, dann ist auch heute noch das die Frau idR. sich um die Kinder kümmert. Und das Frauen oftmals einen Büro-Job haben. Nen Typ arbeitet dagegen ggf. auf ner Baustelle, in ner Werkstatt usw... -> das Unfallrisiko ist da ggf. etwas höher. Möchtest du da jetzt auch alle gleich behandeln?

Diese Gleichbehandlung funktioniert nunmal nicht immer. Es gibt nunmal Gründe warum das grade bei Versicherungen so nicht funktioniert. Du hast verschiedene Risikogruppen - und das ist nunmal statistisch belegbar. Und genauso wie ein Formel-1-Rennfahrer vermutlich eine etwas andere Unfallversicherung braucht als jemand der im Büro arbeitet unterscheidet sich eben in einigen Punkten auch das Verhalten/Risiko von Mann und Frau. Das ist nix böses oder schlechtes - und das gehört dazu. Im MITTEL gleicht sich das ja auch wieder aus -> nur hast du jetzt das es sich auf dem höheren Level ausgleicht. Klasse Gewinn...

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