02.03.11 06:24 Uhr
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Skandalarzt behandelte Wunden mit Zitronensaft

Der 54-jährige Chefarzt Arnold P. gestand gestern vor dem Landgericht Mönchengladbach, dass er zur Wunddesinfektion Zitronensaft benutzte und Patienten operierte, obwohl keine Notwendigkeit vorlag. Ins Rollen kam das ganze durch eine anonyme Anzeige im Jahre 2006.

Tatort war das Wegberger Krankenhaus, das er im Jahre 2006 für 26.000 Euro kaufte. Fünf angestellte Ärzte wurden bisher freigesprochen, da die Zeugen erhebliche Erinnerungslücken haben und somit die Anklage nicht stichhaltig genug ist.

Aufgrund der Fülle von Anklagepunkten ist im 40-tägigen Prozess ein Ende noch nicht in Sicht, da unter anderem sechs Patienten starben und ihm über 60 Behandlungsfehler bei über 19 Patienten zur Last gelegt werden. Dem Chirurg drohen bis zu viereinhalb Jahre Gefängnis inklusive U-haft.


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WebReporter: DieTuschelMuschel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Arzt, Krankenhaus, Anklage, Chirurgie, Zitrone
Quelle: nachrichten.rp-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.03.2011 06:24 Uhr von DieTuschelMuschel
 
+6 | -3
 
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Der Typ is definitiv nicht der Arzt des vertrauen der Größte Kurfuscher den es gibt Wegsperren und büßen lassen.
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02.03.2011 08:56 Uhr von Klecks13
 
+2 | -1
 
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"über 19 Patienten" - also 20? ;-)

Ansonsten sehr gut geschrieben.

Und da heißt es immer, Chirurgen wären die Elite unter den Medizinern..
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02.03.2011 09:01 Uhr von U.R.Wankers
 
+3 | -0
 
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"da die Zeugen erhebliche Erinnerungslücken haben": ja ja so ist das manchmal, an manche Dinge kann man sich einfach nicht mehr erinnern.

Zitronensaft zur Desinfektion?
vielleicht noch eine Prise Salz dazu?
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02.03.2011 09:25 Uhr von wordbux
 
+3 | -0
 
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Gefängnis inklusive U-haft: Klingt so wie All Inclusive Urlaub.

Na wie auch immer, so einem Drecksack gehört die Zulassung entzogen.
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02.03.2011 10:46 Uhr von Sneik
 
+2 | -0
 
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kein Wunder das soetwas immer wieder vorkommt. Er verdient ja sein Geld schließlich nicht daran Menschen gesund zu machen, sondern nur damit das er immer wieder operrieren oder behandeln muss. Also muss er seine Patienten krank halten um an ihnen zu verdienen.

Sehr dummes System...
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14.03.2011 20:28 Uhr von klaudis
 
+0 | -0
 
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alleine die aussage: "es drohem ihm bis 41/2 jahre haft" ist eigentlich ein hohn für die opfer. ich meine das jetzt nicht gegen den autor,diese redewendung ist ja allgemein gebräuchlich.
was ist den den opfern passiert? zu klären ist jetzt,ob diese sechs menschen durch seine schuld starben,und wie hoch die schäden bei den anderen sind.
aber meiner meinung nach ist diese angedrohte strafe dem ganzen nicht gerecht.und eigentlich dürfte der nicht mehr praktizieren

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