01.03.11 15:28 Uhr
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Journalisten-Verband weist die Schuldvorwürfe in Guttenberg-Rede zurück

Karl-Theodor zu Guttenberg hatte in seiner Rede zur Begründung seines Rücktritts kritisiert, dass in den Medien nur noch über ihn und seine Doktorarbeit, nicht aber über die in Afghanistan getöteten Soldaten berichtet wurde.

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Michael Konken, weist in einer Presseerklärung darauf hin, dass es zwischen der Plagiatsaffäre und den getöteten Soldaten keinen Zusammenhang gebe: "Den Medien die Schuld für sein Fehlverhalten in die Schuhe schieben zu wollen ist perfide."

Es sei notwendig und unverzichtbar gewesen, dass die Medien über die Dissertation des Herrn zu Guttenberg berichteten, da es um nichts weniger als die Glaubwürdigkeit eines Ministers ging. Es sei alles andere als eine Privatsache, wenn er die Öffentlichkeit hinters Licht führe.


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WebReporter: lina-i
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Rücktritt, Karl-Theodor zu Guttenberg, Rede, Journalismus
Quelle: www.djv.de

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01.03.2011 15:28 Uhr von lina-i
 
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Eine Unverschämtheit, wieder einmal die Schuld auf andere abzuwälzen. Hoffentlich hat ihn der tiefe Sturz endlich wach gerüttelt, dass er auch persönlich seine Fehler eingesteht. Gerade diejenigen, die ihm zu seinem glanzvollen Aufstieg geholfen haben, sollte er nicht so mit den Füßen treten.

[ nachträglich editiert von lina-i ]
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01.03.2011 15:49 Uhr von ElChefo
 
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01.03.2011 16:00 Uhr von ElChefo
 
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sosoaha: "aus sicht der afghanen sind all jene verräter"

Nicht aus Sicht "der" Afghanen, sondern aus Sicht der Tschetschenen, Usbeken, Tadschiken, Araber, Ägypter, Libenesen, Jemeniten, Syrer, Kaukasier, Türken und einiger Deutscher, die dort ihren Kleinkrieg um Macht, Drogen und noch mehr Macht gegen den Westen auf dem Rücken des Volkes auskämpfen. Schon mal was von Umma Saffiyah gehört? Nur mal so als Beispiel.

"zumal es keinen erkennbar vernünftigen grund gibt, wieso sich deutschland dort militärisch "engagiert". "

Resolution 1386 und darauf folgende. Google selbst. Vergiss du das bitte nicht.
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01.03.2011 16:01 Uhr von derSchmu2.0
 
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In diesem durchaus verstaendlichen Sinne: der Vorredner haetter Guttenberg wohl besser daran getan, den Auszug aus Afghanistan in groesserem Maaße zu propagieren, dann haette man auch mehr Zeit fuer eine Reform gehabt...
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01.03.2011 16:03 Uhr von Oberhenne1980
 
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Perfide: Perfide ist es vor allem die drei toten Soldaten für die eigene Dolchstoßlegende zu vereinnahmen.

Inszeniert sich als Opfer und überforderter Familienvater und Politiker. Jede alleinerziehende Mutter, jeder Student mit 4 Nebenjobs um zu überleben, müsste sich verhöhnt vorkommen.

[ nachträglich editiert von Oberhenne1980 ]
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01.03.2011 16:09 Uhr von ElChefo
 
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Oberhenne: Sein Wortlaut:

"Wenn allerdings, wie in den letzten Wochen geschehen, die öffentliche und mediale Betrachtung fast ausschließlich auf die Person Guttenberg und seine Dissertation statt beispielsweise auf den Tod und die Verwundung von 13 Soldaten abzielt, so findet eine dramatische Verschiebung der Aufmerksamkeit zulasten der mir Anvertrauten statt."

Daran ist nichts falsches. Das Attentat von OP North war eine biedere Fußnote in der Berichterstattung, kurz danach das Thema wieder durch und man schwenkte zurück zur Affäre. Dann nochmal kurz die Trauerfeier in den Abendnachrichten, das wars. Karfreitag hat es noch zu mehr gereicht. Und mit der benannten Verschiebung der Aufmerksamkeit trifft er die Sache im Kern. Nicht mehr, nicht weniger.
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01.03.2011 16:17 Uhr von Oberhenne1980
 
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@ El Chefo: Ja, aber er tut so, als sei er - hätten die Medien lieber mal seinen Auftritt auf der Trauerfeier (wie gewohnt) inszeniert - er niemals in die jetzige Lage gekommen.
Und das ist ganz schlechter Stil!
Es geht hier um vielmehr als nur 3 tote Soldaten, es geht um die Glaubwürdigkeit des Ministers und der gesamten Demokratie. (Sargnagel!). Wer schon bei ein paar Fußnoten den Überblick verliert, der tut das auch - wie bereits geschehen - bei ein paar geklauten Tanklastern.
Am Ende gehen im ganze Armeen verloren...soll ja nicht das erste Mal in der deutschen Geschichte gewesen sein. Kann ein überführter Betrüger oberster Dienstherr der Bundeswehr sein? Wohl kaum!

Der Mann hat sich Monate lang, ebenso wie seine Ehebarbie, von den Medien hofieren lassen, er hat keine Gelegenheit ungenutzt gelassen sich in den Medien zu inszenieren! Stichwort: Fröhliche Reality-Doku mit dem Johannes B. in Aghanistan.
Und diese Medien sollen jetzt Schuld an seinem Niedergang sein? Eben diese Medien, die ihm für seinen Aufstieg gerade recht waren?

Der Mann hat politisch nichts geleistet! Das ist Fakt!
Aber jetzt hinzugehen und seinen miesen Betrug hinter drei Toten Soldaten zu verstecken, die der Politik auch sonst nicht mehr als eine Fußnote wert waren, ist mies!

Es ist mir ohnehin ein Rätsel, dass ein Mann ohne große militärische Laufbahn zum Verteidigungsminister taugen soll.

[ nachträglich editiert von Oberhenne1980 ]
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01.03.2011 16:19 Uhr von lina-i
 
+7 | -4
 
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@ ElChefo: Mal wieder am sinnlosen Worte verdrehen?

Konken sieht KEINEN zusammenhang, du dichtest ihm aber an, zusammenhänge zu sehen.

Natürlich hat die Berichterstattung um den "Hochstapler der Nation" vorrang gehabt. Wie kann jemand, der für Ehrlichkeit, Wahrheit und Aufrichtigkeit steht, die Bevölkerung durch Lügen derart täuschen? Die kleinen Fußnoten sind eine große Straftat, was aber von vielen leicht übersehen wird. Frag mal diejenigen, die beim Kopieren von Musikstücken erwischt wurden, ob das vom richter als Lappalie behandelt wurde. Oder die vielen anderen, die das Strafrecht zu spüren bekamen, weil sie für ihre Dissertation von anderen Authoren kopierten (Andreas Kasper, Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, ...).

Zum Thema "Unsere Soldaten": Du hast wahrscheinlich vergessen, dass Deutschland eigentlich keine Armee hat, sondern nur eine Bundeswehr, die nur zur Verteidigung Deutschlands dienen soll (Art. 87a Abs. 1 Satz 1 GG). Die Auslandseinsätze sollten ursprünglich der Friedenssicherung dienen. Als Guttenberg das erste mal davon sprach, dass sich die Soldaten im Krieg befinden, hätte er als oberster Dienstherr den Verstoß gegen das Grundgesetz erkennen müssen. Die Verluste auf deutscher Seite sind damit auch ein Vergehen unseres Bundesministers.
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01.03.2011 16:56 Uhr von ElChefo
 
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Oberhenne, lina-i: "Ja, aber er tut so, als sei er - hätten die Medien lieber mal seinen Auftritt auf der Trauerfeier (wie gewohnt) inszeniert - er niemals in die jetzige Lage gekommen."

Was weder er noch ich behauptet habe. Es geht lediglich, wie ich auch im letzten Post schrieb, darum, das die Medien lieber die "Causa Guttenberg" ausgewalzt haben als über tote Soldaten zu berichten.

"ebenso wie seine Ehebarbie"

Kommt dir das Gehabe nicht selbst reichlich unnötig vor?

"Der Mann hat politisch nichts geleistet! Das ist Fakt!"

Das ist Quatsch. Wer genauer hinschaut, sieht das auch - verständlicherweise macht nachtreten mehr Spass.

"Es ist mir ohnehin ein Rätsel, dass ein Mann ohne große militärische Laufbahn zum Verteidigungsminister taugen soll."

Öhm, da komme ich grad ein wenig ins Stocken.
Vor Leber zurückzugehen ist müssig, beide Weltkriegsgenerationen.
Apel? Nix.
Wörner? Oberst der Reserve, Luftwaffe.
Scholz? Nix.
Stoltenberg war bei der Wehrmacht.
Rühe? Nix.
Scharping? Halbes Jahr, entlassen wegen Sehschwäche.
Struck? Nix.
Jung? Reserveoffizieranwärter nach Wehrpflicht.
Guttenberg? Reserveunteroffizier...
...also sehe ich da ne Menge Minister, die noch weniger zu bieten hatten, als kann DAS schon mal kein Alleinstellungsmerkmal sein.


lina-i

"Mal wieder am sinnlosen Worte verdrehen?"

Eigentlich verdrehst nur du. Und Konken.

"Konken sieht KEINEN zusammenhang, du dichtest ihm aber an, zusammenhänge zu sehen."

Er suggeriert, das ein Zusammenhang hergestellt werden sollte. Weiss jetzt nicht, wo ich mich da missverständlich ausgedrückt haben soll. Vielleicht willst du das auch nur so verstehen. So wie Konken Guttenbergs´ Statement so sehen wollte.

"Zum Thema "Unsere Soldaten": Du hast wahrscheinlich vergessen, dass Deutschland eigentlich keine Armee hat, sondern nur eine Bundeswehr, die nur zur Verteidigung Deutschlands dienen soll"

Blödsinn. Lies ab und an mal die Artikel, die du hier postest. Ohne selbst zu googlen sage ich dir in die hohle Hand, das da von "Streitkräften" die Rede ist. Also zügle dich im Klugscheissen.

"Als Guttenberg das erste mal davon sprach, dass sich die Soldaten im Krieg befinden, hätte er als oberster Dienstherr den Verstoß gegen das Grundgesetz erkennen müssen"

Genau der gleiche Humbug. Vielleicht liest du mal die Resolution 1368 der UNO. Das GG verbietet lediglich Handlungen zur Vorbereitung und Durchführung eines Angriffskrieges. Kurioserweise - aber lass dich in deinem Zorn nicht durch Fakten aufhalten - existiert der Begriff "Krieg" im Formalrecht (hier: Völkerrecht) gar nicht. Da haste dich ja schön einwickeln lassen.

"Die Verluste auf deutscher Seite sind damit auch ein Vergehen unseres Bundesministers. "

Falsch. Die Verluste auf deutscher Seite sind ein Verbrechen. Ehrlich:
Da weder Taliban, IJU noch H-i-I-G völkerrechtlich gültige Kombattanten (uniformierte, gekennzeichnete, offen Waffen tragende, das humanitäre Völkerrecht achtende Streitkräfte oder in sie eingegliederte Freikorps oder Milizen [auf die wieder die ersten vier Kriterien zutreffen müssen]) sind, ist ihnen bewaffnete Gewalt in einem nicht-internationalen bewaffneten Konflikt ("Krieg") nicht erlaubt. Tun sie es doch, sind sie zwar kein Freiwild, aber eben doch Verbrecher. Tut mir leid, aber was Militär-, Völker-, und Völkerstrafrecht angeht, setzt du dich hier grad mitten in die Nesseln.
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01.03.2011 17:01 Uhr von anderschd
 
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Keine Aufregung. Die Medien haben nur getan, was sie immer tun. Hetzen, lügen,verdrehen, zurechtlegen , Meinungsmache usw.
Nun ist er ja weg. Fragt sich wer der Nutznießer ist.
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01.03.2011 17:26 Uhr von syndikatM
 
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pro scheidung: guttenberg sollte endlich die konsequenz aus der plagiatsaffäre ziehen und aus seiner ehe mit stephanie guttenberg zurücktreten. desweiteren sollte er seine kinder zur adoption freigeben.

zwischen doktortitel und seinem sozialen leben besteht zwar kein zusammenhang, aber zwischen doktortitel und seinem amt als verteidigungsminister stand ja auch kein zusammenhang.
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01.03.2011 17:55 Uhr von lina-i
 
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@ ElChefo: Warum setze ich mich in die Nesseln, wenn ich gegen einen Einsatz der Bundeswehr im Ausland bin?

Der Bundestag hatte die Entsendung der Soldaten mal mit der Ausbildung der afghanischen Armee begründet. Ein Krieg, wie es Herr zu Guttenberg vor kurzem gestand, sollte es nie sein.

Für die Bekämpfung der von dir genannten Personen (Taliban, Kombattanten) wurden die deutschen Streitkräfte nicht beauftragt, dafür sind diese auch nicht ausgebildet, wie die traurige Realität uns zeigt.
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01.03.2011 19:38 Uhr von ElChefo
 
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lina-i: "Warum setze ich mich in die Nesseln, wenn ich gegen einen Einsatz der Bundeswehr im Ausland bin? "

Habe ich so nicht behauptet. Gegen was du bist und gegen was nicht, ist mir reichlich egal. Womit du dich allerdings "in die Nesseln setzt" sind deine reichlich an den Haaren herbeigezogenen und juristisch einfach falschen Begründungen.

"Der Bundestag hatte die Entsendung der Soldaten mal mit der Ausbildung der afghanischen Armee begründet. Ein Krieg, wie es Herr zu Guttenberg vor kurzem gestand, sollte es nie sein."

Quark. Der Auftrag war von Anfang an, eine sichere Umgebung für die Re-etablierung eines funktionierenden Staatsorgans, den Wiederaufbau, die Ausbildung von Sicherheitskräften, Polizei, Geheimdienst, Armee zu schaffen. Auch war es nie Auftrag der Armee, dort Aufbauarbeit zu leisten (was man trotzdem auch gemacht hat) sondern Aufbauarbeit zu ermöglichen, ohne das GO/NGO-Mitarbeiter Opfer von Geiselnahmen oder Attentaten werden.

"Für die Bekämpfung der von dir genannten Personen (Taliban, Kombattanten) wurden die deutschen Streitkräfte nicht beauftragt, dafür sind diese auch nicht ausgebildet, wie die traurige Realität uns zeigt."

Klar. Lediglich zwei Merkmale haben sich verändert:
1. Quantität der Gruppen und Aktionen auf der Gegenseite
2. Man wartet nicht mehr, bis "die" geschossen haben sondern nur noch, bis "die" zielen.
Natürlich muss das jetzt eine echte Enttäuschung sein, zu erfahren, das die "Hurra, endlich hat er Krieg gesagt, der Schuft!"-Euphorie dumme Augenwischerei war, auf die auch du hereingefallen bist. Sorry.
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01.03.2011 19:54 Uhr von DtSchaeferhund
 
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@ElChefo: Du magst zwar formal mit der Definition von Krieg richtig liegen, nur ist das in dem Fall absolut egal! Faktisch interessiert es die Kämpfer in Afganistan nicht, wie der Westen Krieg definiert, oder welche Regeln sich der Westen für Kriege auferlegt hat. Man führt den Krieg mit den Mitteln die man zur Verfügung hat. Das tun die Afganen auch überaus erfolgreich, was schon die frühere UDSSR und bals auch die aktuellen Besatzer feststellen werden. Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen.

Mal ganz davon abgesehen, ist nicht der afganische Wachmann der Verräter (er war nur ein Patriot), sondern dieser verweichlichte Haufen, der sich Bundeswehr nennt! Kann die Bundeswehr nichtmal im Ausland ihre Kasernen selbst bewachen? Es ist schlimm genug, dass deutsche Kasernen von Wach- und Schliessgesellschaften "bewacht" werden... Das auch imAusland zu tun ist grob fahrlässig, wenn nicht sogar Vorsatz.

Zum Tema zurück: Ich binn ganz sicher kein Anhänger der Opposition, im Gegenteil! Aber dieser schmierige Herr von und zu, den ich Anfangs selbst mal gut fand, hat nichts auf die Reihe gebracht und ist nachweislich ein Betrüger. Geradlinig ist etwas anderes, als immer hin und her zu rudern, so wie es gerade "passt". Guttenberg hat niemals Fehler eingestanden, außer die Fakten waren so klar, dass es mit hinhalten nicht mehr funktioniert. Nein, solche Leute haben in der CSU nichts verloren und in höchsten Staatsämtern schon garnichts.
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01.03.2011 20:13 Uhr von ElChefo
 
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DtSchaeferhund: "Faktisch interessiert es die Kämpfer in Afganistan nicht, wie der Westen Krieg definiert, oder welche Regeln sich der Westen für Kriege auferlegt hat."

Glaub mir, das weiss ich, hab das vor Ort erlebt. Zynischerweise sind es aber auch eben Leute wie du, die sobald auch nur der kleinste Hauch von Anpassung geschieht, gleich wieder rumschreien von wegen "Völkerrechtswidrig-Blah". Nominellerweise gilt sowohl die HLKO, das Genfer Protokoll, das Völkerrecht und im Grunde alles immer nur bilateral. Sobald einer ausschert, geht das Ganze zum Teufel. Und als Hohn darf man sich dann noch vor Leuten wie dir rechtfertigen, wieso man sich erdreistet hat, seine Waffe gegen solche Verbrecher zu erheben. Sei einfach froh, das du niemals vor eine solche Wahl gestellt werden wirst.

"Das tun die Afganen auch überaus erfolgreich, was schon die frühere UDSSR"

Korrekt wäre "taten". "Die" Afghanen, ich habe es weiter oben schon mal ausgeführt, führen dort keinen Krieg. Schon gar nicht gegen "die" Besatzer. Ja, Afghanistan wird besetzt gehalten - von der Islamischen Jihad Union, den Deutschen Taliban Mujahedeen, "den" Taliban, Hesb-i-Islami-Gulbuddyin, dem Islamic Movement Usbekistan, alQuaida und noch einigen mehr. "Die" Afghanen haben gar keine Zeit, sich umzuschauen, wer sie alles besatzt, die haben viel zu viel damit zu tun, gerade nicht da zu sein, wo die nächste Roadside-Bomb hochgeht. Könnte ja auch ihre Hütte sein. Nimm mal als Beispiel Karfreitag. Von den 12 Essays, die wir verfassten von den Drahtziehern waren 4 Tschetschenen, 3 Ägypter, 1 Pakistani, 2 Usbeken, 1 Iraner ... und EIN EINZIGER Afghane (Omar Khel-Stamm, falls du googlen willst).

"Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen."

Wo ist die Fußnote auf den, dem du das nachplapperst?

"Mal ganz davon abgesehen, ist nicht der afganische Wachmann der Verräter (er war nur ein Patriot), sondern dieser verweichlichte Haufen, der sich Bundeswehr nennt!"

Patriot? Aha. War er überhaupt Afghane? Oder hat er sich für ein paar Dollar von einem Deserteur Uniform und Waffe gekauft? So wie die Pakistanis, die Anfang letzten Jahres in amerikanischen Uniformen Bagram stürmen wollten?

"Es ist schlimm genug, dass deutsche Kasernen von Wach- und Schliessgesellschaften "bewacht" werden... Das auch imAusland zu tun ist grob fahrlässig, wenn nicht sogar Vorsatz."

Du verkennst die Lage. Das Programm nennt sich Partnering. Man holt "die" Afghanen ins Boot, um ihnen militärische Ausbildung und Verantwortung zu geben. Man merkt, wie wenig du davon, was veröffentlicht wird, verstanden hast. OP North ist kein Lager, keine Kaserne, es ist ein gemeinsamer Aussenposten mit der ANA. Wie leck die ANA ist, dürfte ja auch kein Geheimnis sein. Da kann im Grunde jeder kommen und gehen wann und wie er will. Hab ich auch schon live erleben dürfen. Ein tolles Gefühl. Erschreckend. Leider ist das Recht auf Meinung nicht mit der Pflicht verbunden, sie sich vorher ordentlich zu bilden. Es reicht, den feuchten Finger in die Luft zu halten, wie du beeindruckend bewiesen hast.

Das restliche Blabla lasse ich einfach mal als das, was es ist, stehen: Blabla.
Ausser:
"Ich binn ganz sicher kein Anhänger der Opposition"

Das legt dein suggestiver Nick hier schon recht eindeutig dar.
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01.03.2011 20:49 Uhr von DtSchaeferhund
 
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@ElChefo: "Zynischerweise sind es aber eben nauch Leute wie du..."
Falsch! Gegen völkerrechtswiedrige Kämpfer kann man eben. Auch nur mit "völkerrechtswiedrigen" Mitteln vorgehen. Wo diese einseitige Beschränkung hin führt sieht man.

"nennt sich Partnering"
Ich weiß. Nur was soll das sein? Es gibt eben keine Partnerschaft. Uns sorry, dass ich "Kaserne" geschrieben habe... Aber ein offenes Feldlage durchsetzt vom Feind ist nicht umbedingt besser.

Im übrigen fand ich es einen Skandal, wie man mit dem deutschen Kommandanten umgegangen ist, der pflichtgemäß nach seinem Informationsstand das richtige getan hat. Ich empfinde es jedes mal als einen Skandal ohnegleichen, wensich deutsche Staatsanwälte erdreisten gegen Soldaten im Kriegseinsatz zu ermitteln.

Das dieser Krieg nicht zu gewinnen ist, ist meine tiefste Überzeugung, das habe ich nirgends nachgeplappert. Diese Gegend ist seit jahrzehnten komplett ausser Kontrolle, da nützen ein paar Soldaten überhaupt nichts ,Bumdeswehr-Soldaten schon garnicht.

Mit der Deutung meines Nick, liegst du IMHO völlig daneben ;) ... Meine politische Heimat liegt deutlich mehr in der Mitte als die des Herrn zu Guttenberg.
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01.03.2011 23:25 Uhr von ElChefo
 
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DtSchaeferhund: "Falsch! Gegen völkerrechtswiedrige Kämpfer kann man eben. Auch nur mit "völkerrechtswiedrigen" Mitteln vorgehen. Wo diese einseitige Beschränkung hin führt sieht man."

Aha. Weisst du, wo die Besserwisser aller Zeiten gelandet sind? Meistens im schwarzen Sack. Überlass solche Arbeit dann doch besser den Profis. Wenn die Kritik anbringen hat das immer noch ne andre Qualität, selbst wenn du ähnliches sagst. (Und nein, bei Profis schliesse ich mich noch nicht mal selbst mit ein.) Kleiner Ausblick sei dir aber nicht verwehrt: Würde man so vorgehen, wie du es hier theoretisierst, dann hätte man tatsächlich "die" Afghanen richtig hart "patriotisch" gegen sich.

"Ich weiß. Nur was soll das sein?"

Wenn du es weisst, dann stell es nicht noch einen Post vorher auch noch bewusst falsch dar. Wenn du es nicht weisst, nutze google, Stan McChrystal hat sich in einem verdammt langen Spiegel-Artikel verdammt breit darüber ausgelassen, selbst unser Ministerium hat das Thema mittlerweile recht gut kommuniziert.

"Es gibt eben keine Partnerschaft"

In erster Linie gibt es eine Menge fauler Äpfel. Und politische Richtlinien. Und nationale Vorbehalte. Und das Problem, zu erkennen, wer der Gute und wer der Böse ist. Sorum gesehen, wie haben das damals die Alliierten mit den Nazis gemacht?

"Uns sorry, dass ich "Kaserne" geschrieben habe... Aber ein offenes Feldlage durchsetzt vom Feind ist nicht umbedingt besser."

Immer noch falsch. Aussenposten. Safehouse, Sandsäcke, paar HESCOs, Wagenburg, Zelte. Innendrin: ISAF-Kräfte mit Partnereinheit der ANA. Einfach? Nein. Machbar? Schwer. Andere Möglichkeiten? Ausser durch Besatzung mit etwa 10 - 100 mal mehr ausländischen Soldaten, nein.

"Im übrigen fand ich es einen Skandal,..."

Noch wurde kein Fall abschliessend zu Ermittlung und Verfahren an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Nichtsdestotrotz MUSS die Staatsanwaltschaft Anfangsverdachte auch ermitteln und ggf. ausräumen. Selbst wenn es um Legitimation geht. So einfach kann man es dann der Opposition auch nicht machen, aufzuwiegeln. Also, noch einfacher als es schon ist. Zumindest juristisch darf an keinem Waffeneinsatz ein Makel kleben bleiben - auch im Sinne der Soldaten. Betrachtet man das Tanklaster-Bombardement bzw. die nachfolgenden Ereignisse mal objektiv, fällt auf, das die einzige grosse Kampagne in den Medien und der Opposition lief.
...selbst wenn man es auch anders hätte angehen können. Whatever.


"Das dieser Krieg nicht zu gewinnen ist, ist meine tiefste Überzeugung, das habe ich nirgends nachgeplappert."

Dummerweise muss das Chaos, das die kommunistische Partei 1979 angerichtet hat, aber auch mal beendet werden, oder?

"Bumdeswehr-Soldaten schon garnicht."

Wüsste jetzt keinen grossen Unterschied - ausser vielleicht den, das es im Norden beiweitem nicht soviele Todesopfer wie im Rest gegeben hat - und da sind wir noch gar nicht mal bei den zivilen Opfern. Insofern ist der deutsche Ansatz noch der Bessere - wenn auch heillos unterbesetzt. Der Region stände gut das dreifache deutsche Kontingent zu Gesichte.

"Meine politische Heimat liegt deutlich mehr in der Mitte als die des Herrn zu Guttenberg. "

Meinetwegen. Steht ja jedem frei in diesem Land, sich selbt zu positionieren.
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02.03.2011 00:22 Uhr von Enny
 
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Schuldvorwürfe: "Schuldvorwürfe " hat sich nur von und zu Guttenberg zu geben, kein anderer.
Er wurde zerstört, alles andere ist unwichtig.

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