Raumfahrttechnik paradox: Abkühlung von Systemkomponenten durch siedende Bläschen
In das so genannte Bläschensieden beschert der modernen Raumfahrttechnik derzeit große Hoffnungen. Zur weiteren Erforschung dieser Technologien brachte der Shuttle "Discovery" kürzlich ein neues Experiment zur Internationalen Raumstation ISS: das Nucleate Pool Boiling Experiment, kurz NPBX genannt.
Beim "nucleate boiling" (Bläschensieden) wird ein von einer kühleren Flüssigkeit umgebendes Medium - in diesem Fall ein Aluminiumplättchen - zunächst erhitzt. Im vorliegenden Experiment entstehen in fünf Hohlräumen dann kleine Bläschen, welche die Wärmeenergie äußerst effektiv in die kühlere Flüssigkeit ableiten.
Mittelfristig kann diese Technologie zur Kostensenkung beitragen, weil die benötigten Komponenten im Vergleich zur herkömmlichen Kühltechnik kleiner und leichter sind. Mögliche Anwendungsgebiete betreffen den Umgang mit Kryogenen, die Wärmeregulation und die Lebenserhaltungssysteme, sowie die Energieerzeugung.