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Bundesarbeitsgericht : Zeit- und Leiharbeiter können Nachzahlungen einklagen

Wie am heutigen Montag aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt hervorging, haben Zeit- und Leiharbeiter wegen ungültiger Tarifverträge, der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP) Anspruch auf Nachzahlungen.

Rückwirkend bis 2003 sind alle Tarifverträge der CGZP unwirksam. Aber erst Verträge, die seit 2005 geschlossen worden sind, haben durch Verjährungsfristen die Möglichkeit, Klage einzureichen.

Mehrere zehntausende Zeitarbeiter können so den gleichen Lohn und die gleichen Arbeitsbedingungen wie die Stammbelegschaft einfordern.


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WebReporter: jospaghetti
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Zeitarbeit, Leiharbeiter, Bundesarbeitsgericht, Nachzahlung
Quelle: www.usinger-anzeiger.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.02.2011 21:19 Uhr von jospaghetti
 
+16 | -1
 
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Die Quelle ist sehr ausführlich sowie ein Link zu dem Urteil des Gerichts.

Klare Ansage gegen Dumpinglöhne.
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01.03.2011 01:26 Uhr von shadow#
 
+7 | -3
 
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Hilft ihnen aber nichts: Weil die Wichser die GmbH einfach zumachen...
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01.03.2011 06:01 Uhr von frederichards
 
+4 | -4
 
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Super Erst klagen sie Nachzahlungen ein und bekommen die vielleicht auch und dann werden sie wegen des Gerichtsstreit aufgelösten Vertrauensverhältnis gekündigt...

EIN LACHER
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01.03.2011 07:59 Uhr von Fred_Flintstone
 
+5 | -0
 
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Ein ehemaliger Arbeitgeber: von mir ist betroffen *ROTFL*

Einige meiner früheren Kollegen werden klagen und ich freue mich sehr darüber, dass diese Blutsauger nun etwas aufgeregt der Dinge harren, die da kommen.
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01.03.2011 08:23 Uhr von Demy
 
+6 | -0
 
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das tolle daran ist ja, geht die Leihbutze Pleite, hat man einen direkten Anspruch gegenüber dem Entleihbetrieb.

Der Entleihbetrieb trägt nämlich durch das AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) das "Pleiterisiko" der Verleihfimen.

Bekomme ich also mein Geld von der Leihbutze nicht weil die Pleite sind, dann bekomme ich es vom Entleihbetrieb.

Gruß
Demy
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01.03.2011 11:26 Uhr von E-Feld
 
+1 | -0
 
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SUPER SACHE: Was meinst du warum die Sklavenhändler die Tarifverträge abgeschlossen haben? Genau, weil sie mußten.
2003 musste jede Zeitarbeitsfirma eine Tarifvertrag vorweisen oder halt nach "Equal Pay" bezahlen. Dadurch haben solche Verbände wie der CGB bzw CGZP überhaupt ein bischen Oberwasser bekommen.

BTT: Saubere entscheidung in die richtige Richtung., wenn man mal nach Frankreich guckt, da gibt es schon lange Eqal Pay. Da sind wir zwar noch weit von entfernt aber es geht in die richtige Richtung.
Und der Termin bei meinem Anwalt ist auch schon gemacht.

[ nachträglich editiert von E-Feld ]
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01.03.2011 20:57 Uhr von Demy
 
+0 | -0
 
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@Zeus35: Hallo,
Equal Pay und Equal Threatment kann NUR über Tarifvertrag ausgehebelt werden.
Eine reine arbeitsvertragliche Regelung entgegen den beiden Grundsätzen Equal Pay und Equal Threatment ist gemäß AÜG grundsätzlich unzulässig und unwirksam!

Gruß
Demy (im 6.Jahr Leiharbeiter)

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