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Libyen: USA positioniert Truppen um das Land

Ein Sprecher des Pentagons hat bekannt gegeben, dass amerikanische Marine- und Luftwaffeneinheiten um das nordafrikanische Land zusammengezogen werden.

Als Grund für die Verlegung gab er an, dass durch diesen Schritt die Beweglichkeit der Einheiten erhöht wird und alle möglichen Optionen freigehalten werden.

Wenig Stunden zuvor hat US-Außenministerin Clinton den Rücktritt von Gaddafi gefordert. Sie sagt außerdem, dass der Diktator für die von ihm angeordneten Gewalttaten gegen die Bevölkerung zur Rechenschaft gezogen werden muss.


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WebReporter: jospaghetti
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Land, Militär, Libyen, Truppe
Quelle: www.tt.com

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.02.2011 19:21 Uhr von syndikatM
 
+18 | -4
 
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so typisch doof: man kann doch nicht den rücktritt fordern und gleichzeitig verkünden ihn zur rechenschaft ziehen zu wollen.
wieso sollte er dann zurücktreten, um dann ein paar monate/jahre später dann gehängt zu werden?
es würden vermutlich mehr menschen helfen, wenn man ihm nach seinen rücktritt körperliche unversertheit garantiert, ihn also entmachtet, sein vermögen einkassiert und ihn irgendwo anders auf der welt in einer ländlichen unbekannten gegend in pension schickt,.. dann hat er die möglichkeit auch anzunehmen.
oder würdet ihr, wenn man euch sagt dass ihr nach einem rücktritt zur rechenschaft (= in gaddafis fall auf jeden fall die hinrichtung) gezogen würdet, so blöd sein und freiwillig zurücktreten? da tut man doch alles was in der gewalt steht um schnellstmöglich und brutal die demonstrationen endlich aufzulösen..
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28.02.2011 19:39 Uhr von Rechthaberei
 
+5 | -12
 
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Endlich wieder Freiheit für die es sich zu sterben: lohnt. Immerhin unterdrückt Gaddafi nicht nur sein Volk, sondern raubt es aus.
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28.02.2011 19:42 Uhr von da-raggy-muffin
 
+10 | -13
 
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" ey hast du schon gehört?" "Ey was?" "Gaddafi hortet Giftgasund metzelt wahllos die GESAMTE Bevölkerung nieder!" "Alter , direkt Soldaten hinschicken, wir müssen unser Öl, ähem, unsere Sicherheit bewahren!"
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28.02.2011 20:13 Uhr von TheInfamousGerman
 
+5 | -1
 
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@Rechthaberei: Es sollte sich für niemanden lohnen für Freiheit sterben zu müssen.
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28.02.2011 20:22 Uhr von ente214
 
+11 | -9
 
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HOHOHO: endlich wieder ein grund billigen antiamerikanismus auszukotzen!! da hab ich ja lange drauf warten müssen!
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28.02.2011 20:31 Uhr von Cartman82
 
+11 | -5
 
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klaaaar der Gaddafi-Clown metzelt sein eigenes Volk nieder und die USA sind die Bösen - wie immer. Ich hoffe, die USA schickt einen kleinen Flieger, der das beendet.

Von der EU ist eh nichts zu erwarten, ausser dass sie zusehen, abwarten, und den Finger erheben.
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28.02.2011 20:38 Uhr von str8fromthaNebula
 
+2 | -4
 
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@syndikatM: "da tut man doch alles was in der gewalt steht um schnellstmöglich und brutal die demonstrationen endlich aufzulösen.. "
hach gucke mal da , hast den plan den die amis haben schon selber entdeckt ;) wenn er damit anfängt haben sie ihre begründung da reinzumarschieren...was mit gaddafi is interessiert doch oben niemand die brauchen einfach n grund für die übnernahme..
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28.02.2011 20:52 Uhr von flokiel1991
 
+3 | -6
 
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Atombombe auf Tripolis: würde den Bürgerkrieg beenden...
ne Überlegung wert ;D
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28.02.2011 21:26 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+8 | -7
 
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Cartman: Die Libyer wollen keine militärische "Hilfe".
Erst Recht nicht von den USA. Wie ist den Libyern geholfen wenn die Städte dem Erdboden gleichgemacht werden? Nochmehr unschuldige Tote und eine Besatzungsmacht, die nur daran interessiert ist ihre Rohstoffversorgung zu erweitern, mal ganz nett formuliert.

Und jetzt erzähl mir nicht es ginge den USA um Menschenrechte........ Es geht um Geld, nichts anderes.

Nur weil Gaddafi "böse" ist sind die USA noch lange nicht "gut"..

[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]
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28.02.2011 22:28 Uhr von hofn4rr
 
+2 | -7
 
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>> USA positioniert Truppen um das Land <<: und wohl zuerst entlang der ölpipelines =>

ansonsten immer wieder die alte leier, das aus humanitären gründen truppen verlegt werden.

als innerhalb weniger tage 800 000 menschen in ruanda abgeschlachtet wurden, verteilte ulrich wickert nach dem elften september nicht zu unrecht giftige pfeile bezüglich der offiziellen/medialen darstellung.

"Osama bin Laden ist das amerikanische Familiengeheimnis, der dunkle Doppelgänger des amerikanischen Präsidenten".

-

"Bush ist kein Mörder und Terrorist. Aber die Denkstrukturen sind die gleichen."

ähnliches würde ihm heute auch sicherlich zu obamba einfallen.

[ nachträglich editiert von hofn4rr ]
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28.02.2011 22:30 Uhr von ElChefo
 
+5 | -2
 
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Jesus: http://www.fnp.de/...

"Auch der Botschafter Libyens in Indien, Ali al Essawi, trat wegen der Unruhen zurück. "Wir müssen das Blutvergießen beenden. Es liegt in der Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, das Blutvergießen zu beenden", sagte Essawi am Dienstag der Nachrichtenagentur AP."

Ich glaube, den Libyern ist es momentan reichlich egal, von wem sie Hilfe erhalten - solange sie sie nur bekommen.

Und wie die USA selbst verlauten liess, geht der Weg einer militärischen Intervention EINZIG und ALLEIN über die UN. Man sollte sich nicht immer nur die kleinen Rosinchen rauspicken, auch wenns so einfach ist, wenn man nur kleine Spitzen gegen Amerika bringen will.
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28.02.2011 22:38 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+3 | -5
 
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El Chefo: "Hilfe" ist nicht gleichbedeutend mit Einmarsch. Das können Lieferungen von Lebensmitteln, Medizin und auch von Munition sein, aber ein typisch amerikanisches Flächenbombardement mit anschließender "Privatisierung" der Rohstoffvorkommen sicherlich nicht.

Nenn mir 1 einziges Land für das eine militärische Intervention seitens der USA positive Folgen hatte (nach 1953).

[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]
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28.02.2011 22:43 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -5
 
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@El Chefo: >> Und wie die USA selbst verlauten liess, geht der Weg einer militärischen Intervention EINZIG und ALLEIN über die UN. <<

der weg über die uno geht ganz leicht.
man braucht dafür nur eine "koalition der willigen" und gefälschte beweise, um wie z. b. 2003 vor dem sicherheitsrat ordentlich auf den putz zu hauen (irak-invasion).

>> Man sollte sich nicht immer nur die kleinen Rosinchen rauspicken, auch wenns so einfach ist, wenn man nur kleine Spitzen gegen Amerika bringen will. <<

kleine rosinen zu finden dürfte weitaus einfacher sein als nur kleine spitzen loszulassen =>

zumal die spitzen ja auch nicht die amerikaner direkt, sondern deren junta trifft =>

ansonsten würde ich die spitzen selbst als amerikaner nicht zu persönlich nehmen. es sei denn man ist hauptberuflicher neocon, die fühlen sich cosmopolitisch bei allem beleidigt was gegen ihre "werte" spricht =>
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28.02.2011 23:23 Uhr von sabun
 
+3 | -2
 
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Nein zum Einmarsch irgendeinem Landes und: viel Glück und Kraft dem Libyische Volk bei Ihrem freiheitsschlag und der später Ihrer gerechten Demokratisierung.
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28.02.2011 23:32 Uhr von Migg
 
+5 | -2
 
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USA: Unternehmen die USA nichts, fragt jeder wo die USA sind, unternehmen sie was, ist es auch nicht recht.
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28.02.2011 23:43 Uhr von ElChefo
 
+6 | -3
 
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Jesus: Jesus

"Das können Lieferungen von Lebensmitteln, Medizin und auch von Munition sein,"

Super. Bauernlümmel gegen ausgebildete Soldaten. Das hat vielleicht 1776 funktioniert, aber ich denke, da sind wir doch heute drüber weg. Ich schätze, du wirst die Nachrichten wohl heute verfolgt haben, oder? Die übergelaufenen Teile der Armee rekrutieren gerade Massen von Freiwilligen, die eine "militärische Kurzausbildung" erhalten - also etwa "Das ist das böse Ende der Waffe, mit diesem Hebel schaltest du deine Waffe auf "Laut"". Es mag ja echt schön sein, wenn ein patriotischer Haufen gegen ein verkommenes Restregime anrennt - aber wenn dieses verkommene Restregime sich mit Panzern, Raketenwerfern und ausgebildetem Personal in beidem verbunkert, gibts einfach nur einen grossen blutigen Haufen Mett. Und das ist wohl am wenigsten wünschenswert, oder?

"typisch amerikanisches Flächenbombardement"

Passt irgendwie nicht sinngebend in den Verlauf dieser Ereignisse. Eher vorstellbar wäre doch infantristische, gepanzerte Unterstützung sowie Hilfe beim Ausschalten von Hochwert- und Hartzielen. Da brauch man doch keine fiesen Schreckgespenster zu beschwören.

"Nenn mir 1 einziges Land für das eine militärische Intervention seitens der USA positive Folgen hatte (nach 1953)."

Also bitte, sag doch gleich, das ich mir bitte argumentativ die Hände auf den Rücken binden soll, bevor ich was sage. Oder nerven dich Offensichtlichkeiten der argumentativen Gegenseite?
Egal. Du wirst jetzt vielleicht vor Ungerechtigkeit schreien, aber nimm da bitte mal als Beispiel vollkommen wertungsfrei Operation Just Cause. Ein Diktator wurde gestürzt und mittlerweile ist das betreffende Land eine recht demokratische Präsidialrepublik.


hofn4rr

"man braucht dafür nur eine "koalition der willigen" und gefälschte beweise, um wie z. b. 2003 vor dem sicherheitsrat ordentlich auf den putz zu hauen (irak-invasion)."

Bleib beim Thema, wir reden von Libyen, nicht vom Irak. Oder sind etwa die Berichte über die Vorfälle im Land Appleseeds aus Langley? Nee, du, so einfach ist das nun echt nicht.

"kleine rosinen zu finden dürfte weitaus einfacher sein als nur kleine spitzen loszulassen =>"

Solange man sich nicht von dieser (entschuldige das Wortspiel) Korinthenkackerei ablenken lässt, bitte. Aber Geschichtsverweise sind und bleiben doch eher süffisante Fußnoten, man sollte dabei nicht verlernen, das aktuelle Geschehen anhand des aktuellen Geschehens zu beurteilen, statt es nur am "Gestern" zu messen.

"sondern deren junta trifft =>"

Also, rein definitorisch trifft dieser Begriff mal rein gar nicht zu. Und selbst in den Teilen, wo es zutreffen würde, unterstelle ich, das du das damit keinstenfalls ausdrücken wolltest - wäre etwas kontraproduktiv für deinen Standpunkt.

"es sei denn man ist hauptberuflicher neocon, die fühlen sich cosmopolitisch bei allem beleidigt was gegen ihre "werte" spricht"

Diese Vertreter gibt es überall auf der Welt. Und "beleidigt" ist auch das falsche Wort. Ich sehe nichts verwerfliches daran, wenn es Vertreter einer "Eigenes Land zuerst"-Richtung gibt, die sich erlauben, die Weltlage daraufhin zu analysieren, welchen Einfluss welche Geschehnisse auf die eigene Interessenlage haben und dementsprechende Empfehlungen aussprechen. Das hat nichts mit aktueller Tagespolitik zu tun.
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01.03.2011 02:02 Uhr von hofn4rr
 
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@El Chefo: >> Bleib beim Thema, wir reden von Libyen, nicht vom Irak. Oder sind etwa die Berichte über die Vorfälle im Land Appleseeds aus Langley? Nee, du, so einfach ist das nun echt nicht. <<

mit der operation "El Dorado Canyon" wären wir schnell wieder beim thema, oder eher schlechten film =>

man kann nicht unbedingt sagen das gaddafi gute erfahrungen mit vsa-streitkräfte gemacht hat, nachdem "vermutet" wurde, das gaddafi (lybische regierung - laut wiki) hinter einem anschlag auf eine berliner disko steckte.

von einer legitimierung seitens der uno war auch damals weit und breit nichts zu sehen.

>> ... anhand des aktuellen Geschehens zu beurteilen, statt es nur am "Gestern" zu messen. <<

dem aktuellen geschehen nach, sollte man natürlich nicht nur mit der vergangenheit argumentieren, selbst wenn sich daraus (manchmal unfreiwillig) ironische kommentare ergeben =>

>> Also, rein definitorisch trifft dieser Begriff mal rein gar nicht zu. Und selbst in den Teilen, wo es zutreffen würde, unterstelle ich, das du das damit keinstenfalls ausdrücken wolltest - wäre etwas kontraproduktiv für deinen Standpunkt. <<

entschuldige die begriffswahl "junta", auch wenn es wesentlich besser zum demokratieverständnis der vsa (oder auch dem verhältnis zu einer bösen frau) beiträgt =>

faktisch ist es natürlich unsinn, den vsa eine junta anhängen zu wollen. selbst wenn es dort nur eine partei geben würde die immer recht behält =>

>> Ich sehe nichts verwerfliches daran, wenn es Vertreter einer "Eigenes Land zuerst"-Richtung gibt, die sich erlauben, die Weltlage daraufhin zu analysieren, welchen Einfluss welche Geschehnisse auf die eigene Interessenlage haben und dementsprechende Empfehlungen aussprechen. <<

die eigene interessenslage kann zwar kaum darauf beruhen bei jeder sich bietenden gelegenheit die söhne des eigenen landes aus wirtschafts- und geopolitischen interessen zu opfern...jedoch gehe ich damit konform, die eigenen interessen des landes zu vertreten, falls die mittel vertretbar erscheinen.

im falle der vsa vertritt die "regierung" nicht die interessen des eigenen landes, in dem man lybien militärisch einkreist/einschüchtert.

gemäß der monroe-doktri, würde sich die vsa das im gegenzug wohl kaum gefallen lassen, und man würde wohl ähnlich empfindlich reagieren wie zu zeiten der kubakrise.
da wäre selbst obama geneigt, mit dem schuh auf den tisch zu haun =>

der politische ansatz, die vertretung der eigenen interessen, kann daher unmöglich darauf beruhen sich ständig neue feinde zu schaffen, in dem man andere mit einer militärischen übermacht in schach hält.

das geht nur solange gut, solange vergleichbare machtblöcke
sich nicht empfindlich in ihren eigenen interessen gestört fühlen.

chinas engagement in afrika (auch in lybien) auf legale weise ressourcen zu erschließen stößt zwangsläufig und bald massiv gegen die eigenen interessen der vsa, dem westlichen machtblock.

angesichts des sich abzeichnenden untergangs der us-wirtschaftsmacht läßt ein militärischer rückschlag nicht mehr lange auf sich warten.

wo eigene söhne fehlen können die löcher selbst nicht mit greencard- oder schwarzwassersöldnern gestopft werden, wenn der dollar zu monopolygeld verkommt.

bevor es jedoch soweit kommt, kann man getrost mit einem rundumschlag der amerikanischen supermacht rechnen, was durchaus die dimension eines ersten weltkrieges im 21. jahrhundert erreichen könnte.
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01.03.2011 03:10 Uhr von certicek
 
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Libyen - amerikanische Kolonie? "[LIBYA, 10:17 a.m. ET Monday, 5:17 p.m. Monday local] "Col. Gadhafi needs to step aside," White House Press Secretary Jay Carney said Monday. The Obama administration is attempting to contact people in Libya trying to form a new government, he said.

Carney also said that "exile is certainly one option" for Gadhafi and that the U.S. government is considering the possibility of imposing a no-fly zone over Libya."

Quelle: http://news.blogs.cnn.com/...

[ nachträglich editiert von certicek ]
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01.03.2011 03:43 Uhr von ElChefo
 
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hofn4rr: "mit der operation "El Dorado Canyon" wären wir schnell wieder beim thema, oder eher schlechten film"

Aber, aber... es sind mittlerweile ein paar Tage ins Land gegangen und während seinerzeit Frankreich, Italien und Spanien es als nicht ersichtlich sahen, das Libyen beteiligt war - so stützen mittlerweile selbst die Unterlagen des Klassenfeindes in Form des alten MfS die "These" von der libyschen Mittäterschaft. Also doch nicht soweit hergeholt?
Und am Rande: Die UNO muss nicht jedesmal aufs Neue erklären, das ihre Bündnischarta für jedes Mitglied gilt - wie sie es zuletzt anlässlich der Invasion in Afghanistan getan hat. Am Rande: Entscheide dich bitte, entweder VSA, dann aber bitte auch VN, oder USA, dann auch UNO. Bricht irgendwie nervigerweise den Lesefluss.

"selbst wenn sich daraus (manchmal unfreiwillig) ironische kommentare ergeben"

Was aber nicht wirklich zur Glaubwürdigkeit beiträgt.

"entschuldige die begriffswahl "junta", auch wenn es wesentlich besser zum demokratieverständnis der vsa (oder auch dem verhältnis zu einer bösen frau) beiträgt "

Eigentlich im wesentlich überhaupt gar nicht. Eine Junta ist einfach nur eine Räteversammlung. Rein definitorisch ist jeder Ausschuss des Bundestages hierzulande auch eine Junta für sich.

"faktisch ist es natürlich unsinn, den vsa eine junta anhängen zu wollen"

Aus den falschen Gründen das Richtige sagen. Funktioniert.

".jedoch gehe ich damit konform, die eigenen interessen des landes zu vertreten, falls die mittel vertretbar erscheinen."

Eben, und um mehr geht es dabei auch nicht. Noch nichtmal bei dem so aufgebauschten moralischen Empörungen eines Michael Moore (oder beliebiger linksliberaler Medien) hinsichtlich PNAC. Allerdings muss dazu auch gesagt sein, das man erstmal Szenare er- und bearbeiten muss, bevor man urteilen kann, welche Mittel notwendig sind und ob sie vertretbar sind.

"im falle der vsa vertritt die "regierung" nicht die interessen des eigenen landes, in dem man lybien militärisch einkreist/einschüchtert."

Natürlich. Spätestens - um es auf das langweilige einsilbige Thema "Öl" herunterzubrechen - an den eigenen Zapfsäulen. Aber darum geht es ja gar nicht. Wenn man sich das Thema mal ansieht, kommt man recht schnell drauf, das es nicht darum geht, Libyen einzuschüchtern, sondern die bröckelige Restregierung, die die Wirklichkeit auf den eigenen Strassen gewaltsam leugnet. Und im Endeffekt: Eine stabile Region ist in unser aller Interesse, sei es Flüchtlingsthematik, Öl, Terrorismus, Armut, Arbeitslosigkeit und sichere Grenzen. Hier gibt sich halt die Möglichkeit, Stabilität durch den Willen der jeweiligen Bevölkerung zu erreichen. Nennt sich Win-Win.
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01.03.2011 03:44 Uhr von ElChefo
 
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hofn4rr pt2: "gemäß der monroe-doktri, würde sich die vsa das im gegenzug wohl kaum gefallen lassen, und man würde wohl ähnlich empfindlich reagieren wie zu zeiten der kubakrise."

Keine Frage. ABER: Die Monroe-Doktrin wurde zusammen mit Nikitas Plänen von Mittelstreckenraketen auf Kuba zu Grabe getragen. Ähnlich wie vorher die isolationistische These mit den beiden Eingriffen in die Weltkriege.

"das geht nur solange gut, solange vergleichbare machtblöcke
sich nicht empfindlich in ihren eigenen interessen gestört fühlen."

Nach dieser These wäre wohl der logische nächste Krieg gegen China und Indien zu führen. Womöglich gleichzeitig. Wird das passieren? Realistisch betrachtet, nein. Wohlgemerkt, wir reden hier von der letzten aussenpolitischen Instanz, dem Krieg. Alles was davor liegt, sei davon unberührt. Man mag ja ohne viel Phantasie sehen, das überall auf der Welt ein Wirtschaftskrieg mit vollkommen neuen Supermächten gekämpft wird.

"chinas engagement in afrika (auch in lybien) "

...auch in Afghanistan und Irak...

"auf legale weise ressourcen zu erschließen"

Korruption ist in jedem dieser Länder gleichermaßen illegal.

"bald massiv gegen die eigenen interessen der vsa, dem westlichen machtblock."

Nicht zuletzt auch unserer, was wir sehr bald deutlich zu spüren bekommen. Spätestens, wenn der Sozialabbau durch immer höhere Mengen an Versorgungsempfängern extremste Ausmaße annimmt, weil keine Arbeit mehr zu vergeben ist.

"angesichts des sich abzeichnenden untergangs der us-wirtschaftsmacht läßt ein militärischer rückschlag nicht mehr lange auf sich warten."

Diese Untergang hat man vorhergesagt, als Amerika sich aktiv in beide Weltkriege eingebracht hat, gleichermaßen als Amerika in Indochina aktiv wurde und genauso vor einigen Jahren durch Immanuel Todd, etwa 2 Wochen bevor die Amerikaner in den Irak einmarschiert sind. Das einzige, was je eingetroffen ist, ist halt, das sich die US-Wirtschaft kalt neugestartet hat, die Welt in Teilen gleich mit und es nach einer Wiederaufbauphase wieder so lief wie einige Jahre zuvor.

"oder schwarzwassersöldnern"

Die ja auch Amerikaner sind. So wie die Masse der Angestellten bei DynCorp. Deshalb diesen privaten Sicherheitsunternehmen ein eigenes Geschichtskapitel zuzuschreiben ist übertrieben. Auf lange Sicht wird das eher ein Schluckauf der Geschichte bleiben, der sich ab und an wiederholt. Das gabs 1776 mit den Hessenregimentern, das gabs 1871 nochmal, grosse Änderungen zieht es weniger hinter sich her. Höchstens einen (wichtigen) moralischen Diskurs über exekutive Macht in souveränen Staaten.

"kann man getrost mit einem rundumschlag der amerikanischen supermacht rechnen"

Wird so nicht stattfinden. Womit auch? Viel zu viele Abhängigkeiten in alle Welt, zuviele wirtschaftliche Verstrickungen, viel zu katastrophale Ausfälle an Märkten, von denen wir alle viel zu abhängig sind. Es ist, wie es ist. Atomraketen wurden lange von DAX(DOW, NASDAQ)-Konzernen abgelöst.
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01.03.2011 08:31 Uhr von usambara
 
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die Anwort aus Libyen http://blogs.aljazeera.net/...
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01.03.2011 12:46 Uhr von ElChefo
 
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usambara: Gutes Bild, tolle Botschaft.

Wollen wir es doch alle hoffen, das es auch am Ende genauso funktioniert.

...leider sehe ich halt das grosse Potential, das dieselben, die da dieses Plakat aufhängen als zerschossene Häufchen Menschenreste auf den Strassen Tripolis´ enden werden.

Ich würde mich freuen, wenn ich in dieser Sorge unrecht behalten würde.

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