28.02.11 09:23 Uhr
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Mehr als die Hälfte aller Ermittlungsverfahren wurden 2009 eingestellt

Eine Statistik zu Ermittlungsverfahren aus dem Jahr 2009 veröffentlichte jetzt das Statistische Bundesamt.

Und zwar geht daraus hervor, dass 2009 sechs von zehn Ermittlungsverfahren aus verschiedenen Gründen eingestellt wurden. Von den rund 4,1 Millionen Verfahren in Deutschland wurden von den zuständigen Staatsanwaltschaften sage und schreibe 2,5 Millionen eingestellt.

Das entspricht einer Quote von 62 Prozent und damit einem leichten Anstieg gegenüber den Vorjahren.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Ermittlung, Verfahren, Einstellung, Hälfte, Ermittlungsverfahren
Quelle: www.haschcon.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.02.2011 09:23 Uhr von spencinator78
 
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Eine sehr interessante Statistik denke ich. Die Quelle benennt noch weitere Zahlen, bitte dort für näheres lesen.
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28.02.2011 09:29 Uhr von Dark_Itachi
 
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Das ist echt interessant. Aber wenn ich mir so anschaue, was meine Frau für Akten von der Staatsanwaltschaft mit heimbringt und vorallen WAS alles angezeigt wird, wundert mich das nicht.

Ein kleiner Ladendiebstahl oder eine einfache Beleidigung sind es eigentlich nicht wert, so vor Gericht zu landen. Dafür reicht tatsächlich auch eine mit Auflagen versehene Verfahrenseinstellung aus.

Und zur Jugendkriminalität: Hier wird sogar noch häufiger eingestellt, was aber daran liegt, dass der große Teil der Delinquenten den Kontakt mit der Polizei als "beeindruckender" und "schwerwiegender" ansieht als mit dem Gericht. So reichten den meisten "Einmal-Tätern" die Verhöre aus, um nicht mehr straffällig zu werden.
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28.02.2011 10:09 Uhr von quade34
 
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dark_itachi: Ihr Optimismus, bezüglich der Jugendlichen, ist bemerkenswert. Das Komische ist nur, dass alle diese Lumpen eben nichts lernen, sondern den doofen Staat verhöhnen und weiter machen wie bisher. Wer sich rühmen kann, von den Behörden nicht vefolgt worden zu sein, ist der Größte in der Clique. Gleich den richtigen Schuß vor den Bug und der Spuk hat ein Ende.
Nachtrag: wieso unterliegen die Akten, die ihre Frau mit nach Hause bringt, nicht der Geheimhaltung? Kann da jeder reinschauen und sich Insiderwissen aneignen? Schon sehr verwunderliches Verhalten ihrer Frau als Beamtin. Der Datenschutz wird manchmal übertrieben, aber die Verletzung desselben ist m.E. auch strafbar.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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28.02.2011 10:11 Uhr von Hawkeye1976
 
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Nachvollziehbar: Ein Verfahren wird in Gang gesetzt, wenn ein Anfangsverdacht besteht bzw. eine mögliche Straftat angezeigt wird.
Stellt sich nun im Rahmen der Ermittlungen heraus, dass sich der Anfangsverdacht nicht erhärtet oder es sich um ein geringfügiges Vergehen handelt, dann wird das Verfahren eben eingestellt bzw. gegen Auflagen eingestellt.

Zudem kann sich aus einem Verfahren, das eingestellt wurde, ein neues ergeben haben, welches eben nicht eingestellt wurde.

Ich fürchte nur, dass bestimmte Boulevardmedien diese Statistik wieder populistisch ausschlachten werden, indem sie die Leser nicht darüber informieren, warum Verfahren eingestellt werden.
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28.02.2011 10:18 Uhr von Dark_Itachi
 
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@ quade34

Sie dürfen mich ruhig duzen, wir sind doch hier unter uns *lach*

Der Optimismus kommt nicht von mir, sondern von einer Menge Fachartikeln, die von namhaften Kriminologen verfasst wurden. In den harten Gangs, die es heutzutage gibt, wird das wohl zutreffend sein, dass sich diese nicht beeindrucken lassen.

Aber nehmen wir mal 3 deutsche 8-Klässler, die zur Mutprobe in einem Supermarkt klauen, erwischt werden, von der Polizei mitgenommen werden und vielleicht sogar eine Anzeige bekommen. In solchen Fällen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Jungs wieder straffällig werden nur bei einigen wenigen Prozenten (10% oder sowas). Diese Studien wurden in den USA, GB und Deutschland geführt und haben sehr ähnliche Ergebnisse.

Insgesamt sind etwa 93% der Jugendkriminellen Einmal-Täter gewesen (2005) oder so etwas in der Art. Die ganz exakten Zahlen habe ich nicht im Kopf :-)

EDIT: Zum Nachtrag --> Ich schaue allenfalls in die Klausurakten, aber ich lasse mir gerne den Sachverhalt erläutern und meine Frau holt sich öfters mal einen Rat von mir. Die "echten" Akten schaue ich selbstverständlich nicht an, ich sehe da kein verwunderliches Verhalten. Sie etwa?

[ nachträglich editiert von Dark_Itachi ]
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28.02.2011 11:55 Uhr von Dark_Itachi
 
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@ Der.Blonde
Trotz Deiner Berichtigung will ich das Thema nochmal aufgreifen:

Da sowohl meine Frau als auch ich wissen, was man alles erzählen darf, nämlich neutrale Sachverhalte ohne Angaben von Personendaten, kannst Du Dir sicher sein, dass wir nicht gegen geltendes Recht verstoßen.

Es sieht vielmehr so aus, dass sie z.b. fragt:
"Wenn jemand spontan einen Vorschlaghammer mit etwa 20cm Hammerkopf nimmt und einem anderen damit einen Scheitel zieht, so dass er eine Platzwunde hat, welche Delikte würdest Du dann anprüfen? Deine Meinung zum Vorsatz? Notwehrlage war nicht gegeben"

Ich kann daran einfach nichts verwerfliches sehen und Datenschutzverletzungen gleich mal gar nicht.

Ich will mit den Akten ohnehin nichts zu tun haben, weil es meinen Gutachtenstil stören würde, wenn ich mich jetzt damit auseinander setzen muss. Ich werde meine eigenen Akten noch früh genug erhalten und bearbeiten können.

Blonder, wenn Du z.b. Koch wärst, würdest Du dann Deine Frau nicht auch fragen, ob lieber schwarzen Pfeffer oder Cayennepfeffer im Essen?

Achja, Thema dieser News ist ein völlig anderes, ich habe dazu aber alles gesagt, was ich zu sagen habe :-)
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28.02.2011 13:16 Uhr von quade34
 
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dark so richtig bin ich nicht von Ihrer Unschuld überzeugt. Halte die Ausführungen nur für Ausreden.
Außerdem ist durch Diskussion immer noch eine Einflußnahme möglich, die sicher nicht im Sinne der Beklagten/Opfer sein kann.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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28.02.2011 13:25 Uhr von Dark_Itachi
 
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@ quade34

Es steht jedem frei zu glauben, was er will.
Ich muss mich hier aber weder rechtfertigen noch anprangern lassen.
Da die Arbeit von Rechtsreferendaren nicht entgültig ist und ohnehin nach der Abgabe überprüft und geändert wird, sehe ich da nicht, wo eine Einflußnahme, die obendrein noch nachteilig sein soll, vorliegt.
Aber wer so argumentiert wie Sie, der hält womöglich auch noch Studenten, die sich in einer Hausarbeit absprechen, für kriminell.

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