26.02.11 12:11 Uhr
 246
 

Untersuchung: Angeblich kein Fehlverhalten vom "Gorch Fock"-Kapitän

Eine Untersuchungskommission der Marine konnte kein Fehlverhalten feststellen, welches entsprechende disziplinarische Folgen für den Kapitän Norbert Schatz gehabt hätte. Dieses geht aus Informationen hervor, die dem Magazin "Focus" vorliegen.

Zuvor gab es Vorwürfe über mögliche sexuelle Übergriffe und Drangsalierungen (ShortNews berichtete) auf der "Gorch Fork". Weiterhin gab es starke Kritik im Zusammenhang mit der ums Leben gekommenen Kadettin Sarah Lena S. , weil anscheinend Kadetten an Bord unter Druck gesetzt wurden.

Nachdem nun kein entsprechendes Fehlverhalten des Kapitäns festgestellt werden konnte, wird davon ausgegangen, dass Verteidigungsminister Guttenberg den Kapitän entsprechend rehabilitieren wird.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Marius2007
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kapitän, Marine, Gorch Fock, Fehlverhalten
Quelle: www.abendblatt.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.02.2011 13:17 Uhr von maximi
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
Hat denn der Hochstapler der Nation: jemals eine Entscheidung getroffen, die korrekt war?

Kunduz: Generäle geköpft und Oberst Klein laufen gelassen.
Gorch Fock: einen Unschuldigen suspendiert.
Bundeswehr: Umbau zur Berufsarmee, damit Geld gespart wird. Dann aber um Aufschub der Sparmaßnahmen bitten.
Dissertation: Alles nur zusammenkopiert und nun behaupten, dass dies nicht bewusst geschehen sei.

Mal sehen, wie lange wir uns noch von diesem Clown verarschen lassen müssen. Er gehört geteert und gefedert aus dem Bundestag gejagt. Sofort.
Kommentar ansehen
26.02.2011 14:58 Uhr von Erwin Nagel
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Der Freiherr: wird erst Genehmigung von der Vierbuchstabenzeitung einholen müssen, um zu rehabilitieren.
Wann endlich begreifen die Untertanen, dass es nicht weit her
ist mit den großen Leistungen des Ministers, ganz abgesehen davon, dass seine Glaubwürdigkeit futsch ist und er wegen des erwiesenen Diebstahls längst hätte zurücktreten müssen.
Kommentar ansehen
26.02.2011 16:30 Uhr von ElChefo
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
maximi: "Kunduz: Generäle geköpft und Oberst Klein laufen gelassen."

Da dem Oberst kein Fehlverhalten nachzuweisen war, logisch. Das die Generäle gegangen wurden, hatte nur indirekt mit der "Affäre" zu tun.

"Gorch Fock: einen Unschuldigen suspendiert."

Eigentlich vollkommen normal. Solange, wie Vorwürfe im Raum stehen, wird Derjenige aus der Schusslinie genommen. Rate mal, was passiert, wenn dir jemand sexuelle Belästigung vorwirft im Dienstbereich der Armee. Du wirst sofort vom Dienst freigestellt - bis du entlastet bist.

"Bundeswehr: Umbau zur Berufsarmee, damit Geld gespart wird. Dann aber um Aufschub der Sparmaßnahmen bitten."

Das Erstere wollten alle, denke mal an die ganzen Demos gegen "Zwangsdienste". Und natürlich kostet das kurzfristig etwas Geld. Langfristig allerdings wird es günstiger. Sich darüber aufzuregen zeugt nur von mangelndem wirtschaftlichen Feinsinn.
Kommentar ansehen
26.02.2011 17:20 Uhr von shadow#
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@ElChefo: "Da dem Oberst kein Fehlverhalten nachzuweisen war"

Das war eine rein politische Entscheidung.
Da wurde Scheiße gebaut bis zum Geht-nicht-mehr und die Fehlentscheidungen lagen einzig bei Klein.
Seltsamerweise ist er der einzige gewesen der aus der Sache unbeschadet herausgekommen ist.
Kommentar ansehen
26.02.2011 20:32 Uhr von ElChefo
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
shadow#: Da du nicht dabei warst, nehme ich mir einfach mal stumpf heraus, das du das nicht beurteilen kannst. Überlass das Leuten, die solche Lagen beurteilen können.
Kommentar ansehen
26.02.2011 23:29 Uhr von ElChefo
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Chrissi: Stimmt auch so nicht ganz.

Oberst Klein blieb länger vor Ort, weil die Untersuchungskommission auch vor Ort unterwegs war - genauso wie die Teams der Afghanen. Seine Funktion als Führer PRT Kunduz hat er planmässig an seinen Nachfolger abgegeben.

Und: Man muss nicht auf die Ebenen irgendwelcher Verbandschefs schauen, das ist viel zu hoch gegriffen. Aus eigener Erfahrung weiss ich von mehreren Fällen, wo Zugführer, die ähnliche Zustände duldeten oder an Vorfällen beteiligt waren, sofort aus dem aktiven Dienst genommen wurden, unter Belassung von Geld- und Sachbezügen ein Uniformtrageverbot erteilt wurde und dann vollkommen ergebnisoffen untersucht wurde. In den drei Fällen, von denen ich weiss, ging es auch um sexuelle Belästigung (entkräftet durch Geständnis der Beschwerdeführerin), Körperverletzung (entkräftet durch Geständnis der "Geschädigten", es war Notwehr) sowie einen Verstoss gegen das BTMG, der Beklagte wurde aus dem Dienstverhältnis entfernt. Das einzig Neue ist die Breite, in der es in den Medien ausgeschlachtet wurde.
Kommentar ansehen
26.02.2011 23:39 Uhr von shadow#
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@ElChefo: "...Leuten, die solche Lagen beurteilen können."

Beispielsweise denen die in anschließenden Berichten festgestellt haben dass die Informationslage mehr als dürftig war und Klein und seine Untergebenen mit der ganzen Aktion Handlungsrichtlinien ihrer NATO Vorgesetzten massivst verletzt haben und anschließend alles daran getan haben um die Sache zu vertuschen?
McChrystal, der anschließend stinksauer war?
Guttenberg, der einige Zeit nach seiner üblichen vollsten Unterstützung seine Meinung dahingehend geändert hat dass der Luftschlag doch nicht angemessen war?
...
Kommentar ansehen
27.02.2011 00:04 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
shadow#: "dass die Informationslage mehr als dürftig war"

Das ist sie IMMER. Du stehst IMMER, wenn du das Lager verlässt, mit einem Bein im Grab und mit dem andren im Gefängnis. Das ist fakt, damit muss man leben und trotzdem nicht in Schockstarre verfallen.

"Handlungsrichtlinien ihrer NATO Vorgesetzten massivst verletzt haben"

Erstmal ist "massivst" eine arge Übertreibung, sie wurden nur gebeugt. Das kann man - daher auch mein letzter Kommentar - nur beurteilen, wenn man dabei ist - und nicht indem man sich auf der warmen Couch über der Zeitung brütend empört. Richtlinien fliegen genau zu dem Zeitpunkt aus dem Fenster, wo dein Gegner sich nicht an sie hält. Trotzdem muss man handeln. Komm mal in die Lage, dann reden wir nochmal darüber.

"McChrystal, der anschließend stinksauer war?"

McChrystal war nur solange stinksauer, bis er mit den ortsansässigen Afghanen gesprochen hat. Danach war das Thema durch. Dieser Stimmungswechsel war wundervoll nachzuvollziehen im Schriftverkehr, den wir vor Ort mitverfolgen durften.

"Guttenberg, der einige Zeit nach seiner üblichen vollsten Unterstützung seine Meinung dahingehend geändert hat dass der Luftschlag doch nicht angemessen war?"

Hast du das ganze Statement von KTzG gelesen? Auch den zustimmenden Part? Und auch den Part, warum letztlich einige ihre Stühle verliessen?


...und schlussendlich die Fragen aller Fragen: Wieso sollte etwas hier verurteilt werden, was so offensichtlich den Afghanen gefallen hat? DIE haben sich schlussendlich für diesen Einsatz bedankt. Das kannst du gerne nachlesen - steht im durch wikileaks veröffentlichten Bericht drin.
Kommentar ansehen
27.02.2011 18:02 Uhr von ElChefo
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Chrissi: Vergleiche nochmal:

"Richtig, in all diesen Fällen wurden die Betroffenen vom Dienst suspendiert, nicht aber deren Kompaniechefs und schon gar nicht die Kommandeure."

mit:

"die ähnliche Zustände duldeten oder an Vorfällen beteiligt waren,"

Bei den Beispielen, die ich schilderte, waren die Suspendierten in Teilen auch keine Täter, sondern nur verantwortlich für die, die sich falsch verhalten hatten.

Und es gab im Rahmen der Vofälle etwa bei Fuchstaufen, Unteroffiziersaufnahmen oder "Foltervorwürfen" auch schon Suspendierungen bis in die Kompaniechefebene. Man denke etwa an Hammelburg, Coesfeld etc.

Was die Beliebtheit des Ministers im Offizierskorps angeht, also, ja, Jubelchöre wird das keine nach sich ziehen - vor allem, da ja immer noch eine gewisse Skepsis grassiert in Hinsicht auf Schneiderhans Abgang. Aber es existiert durch die Ränge durchaus ein vernunftbegabtes Verständnis. Da gab es schon schlimmere Vorfälle, wie etwa die Abberufung des damaligen Kommandeurs des KSK wegen mutmaßlichen rechtsextremen Äusserungen. DAS hat wesentlich mehr an der Vertrauensebene gerüttelt als das aktuelle Geschehen.

Man sollte am Ende keinesfalls ausser Acht lassen, das nichts so heiss gegessen wird, wie es gekocht wird. Wenn die Untersuchung an Bord der Gorch Fock zu Tage bringt, das KzS Schatz kein Fehlverhalten nachzuweisen ist, wird er wieder eingesetzt und das Thema ist durch.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?