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Gasreiche Galaxien liefern Bestätigung für modifizierte Gravitationstheorie

Ein Forschungsteam um Prof. Stacy McGaugh von der University of Maryland hat gasreiche Galaxien benutzt, um bestimmte Voraussagen einer modifizierten Gravitationstheorie zu bestätigen. Die als "MOND" (Modified Newtonian Dynamics) bezeichnete Theorie wurde bereits 1983 von Moti Milgrom aus Israel propagiert.

Sie stellt einen direkten Zusammenhang zwischen der Masse und der Rotationsgeschwindigkeit einer Galaxie her. Diesbezüglich gibt es einige Unstimmigkeiten, die gängige Modelle mit der Anwesenheit von Dunkler Materie zu erklären versuchen, deren Existenz aber bis heute nicht bewiesen werden konnte.

Das Team legte die Masse und die Rotationsgeschwindigkeiten von 47 gasreichen Galaxien zugrunde und verglich die erhaltenen Werte mit den Voraussagen der MOND-Theorie. In den meisten Fällen gab es eine perfekte Übereinstimmung - was keinem auf Dunkler Materie oder Dunkler Energie basierenden Modell gelang.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Astronomie, Galaxie, Bestätigung, Gravitationstheorie
Quelle: www.astropage.eu

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.02.2011 09:46 Uhr von alphanova
 
+17 | -0
 
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Da haben wir es wieder.. das leidliche Problem mit der Dunklen Materie als Grund dafür, warum die Galaxien von ihrer eigenen Fliehkraft nicht auseinander gerissen werden.
Die populären kosmologischen Dunkle-Materie-Theorien beschreiben die großräumigen Strukturen (die Anordnung von Galaxienhaufen und Superclustern etc) ganz gut, aber in kleineren Maßstäben versagen sie. Bei der MOND-Theorie ist es genau andersrum.
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25.02.2011 09:49 Uhr von Getschi2.0
 
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Falls: die MOND-Theorie so gut funktioniert, muss man fast hoffen, dass sie keine Dunkle Materie am LHC finden ;-)
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25.02.2011 10:05 Uhr von Daaan
 
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Gravitationslinsen: was ist mit den gravitationslinsen, z.b. dem cluster abell, ich dachte dadurch wurde indirekt dunkle materie nachgewiesen?

oder wie wäre das dann zu erklären? einfach die barionische masse in diesen galaxien erhöhen?
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25.02.2011 10:06 Uhr von alphanova
 
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hehe: naja ein direkter Widerspruch wäre das ja nicht. es würde nur bedeuten, dass die beiden Theorien für ihre jeweiligen Maßstäbe anwendbar sind. dann müsste man sie nur noch vereinigen, um eine umfassende Theorie aufzustellen, die sämtliche Strukturen im Universum beschreiben kann. Es wird aber wohl noch ein Weilchen dauern, bis es soweit ist.. vermute ich mal
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25.02.2011 10:14 Uhr von Getschi2.0
 
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alphanova: "naja ein direkter Widerspruch wäre das ja nicht."
Naja, wenn man bei der MOND Theorie keine zusätzliche Materie braucht, wäre ein Dunkler Materie Halo vielleicht gar nicht von Vorteil ^^
Da braucht man vielleicht eine MOMOND.
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25.02.2011 10:21 Uhr von Vasto-Lorde
 
+11 | -0
 
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Endlich wieder News mit Niveau!! Danke alphanova...
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25.02.2011 12:22 Uhr von Trekki1990
 
+3 | -0
 
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alphanovas News liest man immer gern. Vor allem gibts keine Unterschichten Kommentare.

PS: Habe gerade gesehen, dass du ja auch ne eigene I-Net Seite hast, wos die News auch gibt. Ist auch gleich bei meinen Shortcuts gelandet!
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25.02.2011 12:26 Uhr von FirstBorg
 
+1 | -0
 
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@Daaan: Richtig. Licht beugung an großen Haufen kann MOND nicht erklären, das geht aber wiederrum mit Dunkler Materie gut.

Allerdings kann nicht beides stimmen, zumindest nicht in der Form.
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25.02.2011 21:56 Uhr von ThehakkeMadman
 
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Interessant! Es kann ja sein, das dunkle Materie existiert, sie aber nicht für das Problem mit den auseinander reissenden Galaxien verantwortlich ist.
Warum könnte es nicht so sein, dass die Summe der Gravitationskräfte sich halt anders verhält als die Planetenbahnen in direkter Wirkung zueinander?
Sprich: Quantenphysik verträgt sich nicht mit Relativitätstheorie verträgt sich nicht mit "Makrogravitation"...
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26.02.2011 11:15 Uhr von Il_Ducatista
 
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Grumiller: ist daas die Theorie vomGru,iller aus Wien

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