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Plagiatsaffäre: Guttenberg soll Uni Bayreuth hohen Geldbetrag gespendet haben

Während die Luft für Verteidigungsminister zu Guttenberg schon dünn genug geworden ist, prasseln immer weitere Vorwürfe auf ihn ein. Nun soll er während seiner Doktorarbeit auch noch als Sponsor für die Universität Bayreuth aufgetreten sein.

Insgesamt wurden für die Schaffung eines neuen Lehrstuhls rund 750.000 Euro an seine Lehranstalt überwiesen. Das Geld stammte aus den Kassen der Rhön Klinikum AG. Die Familie zu Guttenberg hält dort ein großes Aktienpaket, Spross Karl Theodor saß dort im Aufsichtsrat.

Ein Mitarbeiter der Klinikum-AG bestätigte die Spende und gab an, der Lehrstuhl für "Diplom-Gesundheitsökonomie" sei von Interesse des Rhön-Klinikums gewesen, da man sich die Generierung von Fachkräften erhoffte. Mit den Dozenten Guttenbergs habe man aber nicht zu tun gehabt.


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WebReporter: s3xxtourist
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Affäre, Spende, Uni, Universität, Karl-Theodor zu Guttenberg, Bayreuth
Quelle: www.rp-online.de
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.02.2011 16:38 Uhr von s3xxtourist
 
+10 | -4
 
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Das alles wirft einen sehr schlechten Schatten auf den Baron- und so fügt sich Puzzlestück um Puzzlestück zusammen. Der spöttische Begriff "Uni Buy-reuth" gelangt hier zur Wahrhaftigkeit...
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24.02.2011 16:54 Uhr von anderschd
 
+6 | -0
 
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Das wirft aber auch: ein schlechtes Licht auf die Uni. Wurde man für`s wegsehen bezahlt?
Das erklärt zumindest die Verleihung des Doktor Titels.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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24.02.2011 16:57 Uhr von artefaktum
 
+11 | -0
 
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Geld für die Uni, Riesenwerbetat vom BUND an BILD.

Ich will ja nix unterstellen. Aber ein G´schmäckle kann man diesen Neuigkeiten um KT wirklich nicht absprechen ...
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24.02.2011 16:58 Uhr von KamalaKurt
 
+9 | -1
 
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Habe bis jetzt an von Guttenberg, wegen seiner Fähigkeiten gute Politik zu machen und junges Blut in das Altersheim Bundestag gebracht hatte, festgehalten.

Aber nun werden die Verfehlungen immer mehr, sodass ich langsam auch der Meinung bin er sollte die politsche Bühne verlassen. Er muss jetzt auch einsehen, dass er das Vertrauen auch im Ausland verloren hat. Ich denke Deutschland verliert an Prestige auch im Ausland.
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24.02.2011 17:06 Uhr von adibaba
 
+6 | -1
 
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höchste Zeit lieber Herr zu Guttenberg, jetzt wird es aber aller höchste Zeit für den CDU/CSU üblichen "blackout", sonst kann das noch böse ins Auge gehen.
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24.02.2011 17:49 Uhr von lina-i
 
+4 | -2
 
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News enthält einen gravierenden Fehler: Von 1996 bis 2002 saß ebenfalls der spätere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im Aufsichtsrat.Seine Familie hielt 26,5 Prozent der Stammaktien. Im März 2002 wurden die Aktien für 260 Millionen Euro an die HypoVereinsbank verkauft.
Quelle: http://de.wikipedia.org/...

Außerdem ist die Einrichtung einer Stiftung für einen Lehrstuhl keine Spende, wie in der News behauptet.

Anrüchig ist die Sache trotzdem.
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24.02.2011 17:54 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -0
 
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Naja eine Spende solcher Art ist ja nichts: verwerfliches. Wenn dafür ihm der Doktortitel erleichtert wurde, wie das z.B. keine besondere Plagiatsprüfung
stattfand, dann ist das natürlich verwerflicher, aber immerhin dürfte jetzt an den Unis beauftragte Plagiatsprüfungen in zwei, drei Jahren zur Regel gemacht sein. Sowas darf man zumindest erwarten.
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24.02.2011 18:09 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -2
 
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@ lina-i: Ich stimme zu, bis auf den letzten Satz:
Wenn das Engagement der Guttenbergs schon 5 Jahre vorher beendet war, dürfte es schwierig sein, eine Kausalität nachzuweisen.
Zudem schaffen die meisten Menschen ihren Doktortitel in deutlich weniger als 7 Jahren. Wenn da also gemauschelt wurde, hätte man das ganze doch auch beschleunigen können?
Im übrigen bezweifle ich, dass sich ein Wissenschaftler (hier der Doktorvater), der quasi in Rente ist, an solchen Machenschaften beteiligt und auf diese Weise riskiert, seinen über Jahre erworbenen Ruf zu verlieren.
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24.02.2011 18:19 Uhr von lina-i
 
+2 | -0
 
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@ Roadrunner: Gutti studierte von 1992 bis 1999 an der Uni Bayreuth. In den Jahren 2000 bis 2006 schrieb er an seiner Dissertation. Meinst du nicht, dass die Stiftung in den Jahren 1999 bis 2006 keinen Einfluss auf das Studium von Gutti gehabt haben könnte?

Warum ist eigentlich nichts über sein Studium der Politikwissenschaften in München bekannt? Weil sich niemand bestechen liess oder weil er versagte?
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24.02.2011 20:15 Uhr von supermeier
 
+1 | -0
 
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Wie lustig: Seine Dozenten waren in keinster Weise bei den Begünstigten und hatten sicher auch keinen Druck der Leitung zu erwarten.
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06.03.2011 18:56 Uhr von DEMOSH
 
+0 | -0
 
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Spendensumpf: ich kenne stiftungen,sogar kirchliche,die reine geldwaschanlagen sind.
ausserdem haben manche stifter dadurch eine gewisse narrenfreiheit und ein positieves image gekauft.

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