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Weitere Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes in Guttenbergs Dissertation entdeckt

Bisher waren vier Schriften des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages bekannt, die Herr zu Guttenberg in seine Dissertation fast vollständig übernommen hat. Diese waren aber korrekt zitiert und die Quelle wurde genannt.

Nach Informationen von Thomas Oppermann (SPD) wurden bis Mittwoch Nachmittag zwei weitere Schriften gefunden, die in der Dissertation verwendet wurden, jedoch ohne diese zu kennzeichnen oder eine Quelle zu nennen. Für die Veröffentlichung dieser Schriften liegt auch keine Genehmigung vor.

Herr zu Guttenberg gab an, dass er von weiteren Schriften des Wissenschaftlichen Dienstes in seiner Dissertation nichts wisse. Trotzdem schloss er die Verwendung weiterer Schriften nicht aus.


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WebReporter: lina-i
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Karl-Theodor zu Guttenberg, Quelle, Plagiat, Gutachten, Dissertation
Quelle: www.berlinonline.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.02.2011 17:29 Uhr von lina-i
 
+7 | -2
 
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Das er fortwährend behauptet, dass die Plagiate in seiner Dissertation durch Fehler in der wissenschaftlichen Arbeit und Schlamperei entstanden seien, ist verständlich. Denn würde er zugeben, dass er bewusst kopiert habe, hätte das ein Strafverfahren zu Folge. Andererseits macht er sich durch diese Schutzlüge trotz der überwältigen Beweislast selbst unglaubwürdig. Wer soll dann glauben, dass die vom wiss. Dienst angeforderten Schriften wirklich seiner Tätigkeit als Abgeordneter dienten?
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23.02.2011 17:44 Uhr von lina-i
 
+4 | -2
 
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@ DerBelgarth: Das Problem an den Schriften des wissenschaftliche Dienstes ist, dass diese nicht öffentlich zugänglich sind. Vier dieser Schriften wurden vom Guttenplag-Projekt nur Aufgrund der Angabe im Quellenverzeichnis sowie den Kennzeichnungen im Text der Dissertation identifiziert. Bei nicht korrekter Kennzeichnung hätte niemand diese Texte finden können.

Eine Zeit lang waren die Textstellen der Gutachten im Guttenplag-Projekt farblich in der Grafik gekennzeichnet.
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23.02.2011 17:47 Uhr von Querdenker01
 
+5 | -4
 
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Nicht korrekt! Diesbezüglich wurde zwar korrekt zitiert und mit Quellen benannt, jedoch durfte er den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages für persönliche Zwecke trotzdem nicht in Anspruch nehmen bzw. die Mitarbeiter dafür tätig werden lassen.

In Deutschland wird derartiges Vergehen (siehe Stichwort Leergutbon, Semmeln etc.) mit Entlassung hart bestraft. Allerdings sind diese "Straftäter" keine Aristokraten mit einflussreicher Lobby.
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23.02.2011 17:53 Uhr von lina-i
 
+4 | -2
 
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@ Querdenker01: Wie ich bereits im Kommentar schrieb, hat er aber behauptet, dass er die verwendeten Schriften, wie auch viele andere im Rahmen seiner Tätigkeit als Abgeordneter angefordert zu haben.

Gleiches gilt für eine Übersetzung eines englischen Textes, den er dann unverändert in seiner Dissertation einbaute.

Kein richtiger Diebstahl, aber eindeutige Urheberrechtsverletzungen...

[ nachträglich editiert von lina-i ]
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23.02.2011 18:55 Uhr von Querdenker01
 
+0 | -1
 
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@ lina-i: Lidl oder Aldi die Absicht zu deklarieren, den z.B. Leergutbon betrieblich nutzen zu wollen, würde den Tatbestand nicht mildern und ist schon aus der Angestelltenhierarchie heraus nicht möglich. Guttenberg ist da klar im Vorteil, den er auch ausnutzt.
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23.02.2011 19:17 Uhr von lina-i
 
+0 | -0
 
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@ DerBelgarth: ICh vermisse dort die Ausarbeitung von Dr. Dr. Ulrich Tammler mit dem Titel "Die Frage nach einem Gottesbezug in der US-Verfassung und die Rechtsprechung des Supreme Court zur Trennung von Staat und Religion" vom Mai 2004.

Ist da wirklich alles offengelegt?

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