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Student entdeckte bereits im Juni 2010 Plagiate in Karl-Theodor zu Guttenbergs Dissertation

Bereits im Juni 2010 hatte ein Student der juristischen Fakultät der Uni Münster Plagiate in der Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg entdeckt. Beim Lesen der Dissertation und des Aufsatzes vom Tübinger Verfassungsrechtler Martin Nettesheim, hatte er identische Textpassagen entdeckt.

In einem achtseitigen Aufsatz namens "Wortklau(b)erei?" hatte er seinen Fund von vier Plagiaten festgehalten. Nach Rücksprache mit seinem Doktorvater hatte er Aufgrund der politischen Brisanz seiner Entdeckung von einer sofortigen Veröffentlichung abgesehen und diese auf Sommer 2011 verschoben.

Er hatte aber die Gewissheit, dass mit der Zeit auch andere die Plagiate finden würden. Aufgrund des überwältigenden Medienechos sei er aber glücklich darüber, dass ihm jemand zuvor kam. Guttenbergs Verhalten rügte er mit den Worten: "So sollte man wissenschaftlich nicht arbeiten".


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WebReporter: lina-i
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Student, Karl-Theodor zu Guttenberg, Kopie, Plagiat, Doktorarbeit, Dissertation
Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.02.2011 06:59 Uhr von lina-i
 
+13 | -1
 
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Damit dürfte nun den Guttenberg-Fans klar sein, dass die Aufdeckung der Copygate-Affäre weder eine verzweifelte Suche nach einem Makel des Musterministers noch eine Wahlkampfaktion der Opposition ist. Es war nur eine Frage der Zeit, dass der Betrug ans Licht kam.
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23.02.2011 07:19 Uhr von loubig
 
+4 | -1
 
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und nun soll: er auch noch seinen Titel ab 2007 geführt haben obwohl die Einführung zur Dissertation erst 2008 geschrieben wurde...
http://www.welt.de/...
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23.02.2011 09:16 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -11
 
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23.02.2011 09:37 Uhr von atrocity
 
+8 | -0
 
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@PeterLustig2009: Nun, wenn der Doktorvater sagt das man das nicht veröffentlichen soll könnte sich der eine oder andere Doktorand sicher genötigt fühlen dem Folge zu leisten um seine Dissertation schneller fertig zu bekommen. Nicht jeder kann es sich leisten an so was 7 Jahre lang rum zumachen.
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23.02.2011 09:47 Uhr von derSchmu2.0
 
+7 | -0
 
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Sollte es sich bewahrheiten dass der Doktorvater wirklich den Rat gab, diese Ergebnisse aufgrund der politischen Brisanz zurueckzuhalten, so sollte damit gezeigt sein, wie mit zweierlei Maß gemessen wird. Nur weil ein Mensch augenscheinlich wichtiger ist, als ein anderer, kann man ihm dann auch gleiches Unrecht durchgehen lassen, wo anderer karrieremaessig dann abstuerzt?

Natuerlich wohlgemerkt nur dann, wenn dies auch der Wahrheit entspricht. Es besteht natuerlich auch nur die Gefahr, dass es sich hier um einen Trittbrettfahrer handelt, da muss ich PeterLustig ausnahmsweise auch mal Recht geben...
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23.02.2011 10:35 Uhr von Tleining
 
+4 | -0
 
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@ derSchmu2.0: zweierlei Maß? Stell dir mal vor, er hätte das damals veröffentlicht. Er hätte seit damals im Rampenlicht gestanden, Medien hätten Interviews verlangt, ...
In der Situation dann an der eigenen Doktorarbeit schreiben ist ein Ding der Unmöglichkeit.
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23.02.2011 11:21 Uhr von anderschd
 
+2 | -1
 
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Blablabla: Den Fans von Strg.copy dürfte auch das am Allerwertesten vorbei gehen.
Hat jemand gestern den Empfang irgendwo beim CDU Parteitag gesehen? Diese Kampagne könnte nach hinten los gehen. Er geht vllt auch hier als Sieger hervor.
Warten wir es ab.
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23.02.2011 12:06 Uhr von lina-i
 
+3 | -0
 
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@ anderschd: Der Bundesplagiator hat die Öffentlichkeit in großem Maße über seine Qualifikationen getäuscht. Er hat seinen Titel durch ein Plagiat statt einer wissenschaftlichen Arbeit erschlichen und damit die Universität Bayreuth sowie seinn Doktorvater erheblich in Misskredit gebracht.

Er hat den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages beauftragt, teile seiner Dissertation zu erstellen. Dabei war es ihm nicht gestattet, diese Werke privat zu verwenden oder zu veröffentlichen.

Seine Verfehlungen gab er nur in Etappen zu, nachdem der Druck durch die aufgedeckten Plagiate zu groß wurde. Erst hieß es, er habe nichts kopiert, die Dissertation sei korrekt. Kurze Zeit später kommunizierte er, dass er den Titel vorübergehend ablegen wolle, ein Versuch, die Kritiker zu beschwichtigen. Eine Woche später das Eingeständnis, dass die Dissertation doch "Fehler" beinhalte und dass er den Titel für immer ablegen wolle. Nur... Den Doktortitel kann man nicht ablegen, auch nicht vorübergehend. Dieser kann nur entzogen werden. Alles nur taktische Maneuver, um die Öffentlichkeit zu täuschen.

Die Front der Unterstützer bröckelt. Bundestagspräsident Lammert (CDU) kritisierte bereits das Krisenmanagement zu Guttenbergs, wie auch den Missbrauch des wissenschaftlichen Dienstes.

Der einstige Medienguru verliert auch bei den Medien selbst immer mehr die Unterstützung. Nun werden auch dort Rücktrittsforderungen gedruckt.

Wie soll er da noch als Sieger hervortreten? Er zerstört mit jedem weiteren Auftritt nur sich selbst.

[ nachträglich editiert von lina-i ]
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23.02.2011 12:12 Uhr von anderschd
 
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Endlosschleife. Das weiß ich alles. Unter anderem auch von dir ;)
Es ändert nix an der Tatsache, dass er weiterhin beliebt ist, in seinen Kreisen.

Alles ist noch nicht geklärt. Ich sehe da noch kein Ende. Einige Ungereimtheiten müssen noch beseitigt werden. Heute spricht er doch vorm Bundestag.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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23.02.2011 12:39 Uhr von derSchmu2.0
 
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Habsch doch scho letzte Woche gesagt er wirds zugeben, den Titel ablegen und nach der Klaerung anner Uni mind. als Martyrer daraus hervorgehen, da diese Kampagne unfair war, weil er ja sooo ehrlich ist.
Durch die Kampagne koennen die Gegner nur verlieren...also alles nur ne Ablenkung...
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24.02.2011 15:38 Uhr von sps
 
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Die extremste Sache bei dieser Doktorarbeit es geht um europäisches Recht ..... hier wir nun wieder ein großer Fall dass Rechtsgelehrte oder die die es werden wollen es wohl nicht so genau mit dem Recht nehmen oder?
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26.02.2011 02:05 Uhr von sabun
 
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Guttenberg und Gadaffi: Was haben Sie gemeinsam? Machterhalt !
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26.02.2011 02:07 Uhr von sabun
 
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Sorry, wollte eigentlich etwas anders schreiben. Mich würde es interessieren, welche Dr. Titel von unseren Politikern noch auf unredliche Weise erworben sind.
Christina Schröder (Köhler)? Vielleicht?

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