Amöben schützen gefährliche Bakterien in Wasseraufbereitungsanlagen
Einer Studie des Water Research Centre der University of New South Wales (Australien) zufolge, droht ein höheres Gesundheitsrisiko aufgrund von gefährlichen Bakterien in Wasseraufbereitungsanlagen. Sie werden im Inneren so genannter frei lebender Amöben vor den Aufbereitungsmechanismen beschützt.
Die Amöben selbst sind harmlos, nur in gelegentlichen Fällen verursachen sie eine ernsthafte Erkrankung. Sie gelangen bis in die Endpunkte der Wasserversorgung, also etwa Wasserhähne, wo sie sich reproduzieren - dasselbe gilt aber auch für gefährliche Bakterien, die sich im Inneren der Amöbe verbergen.
Nach Angaben der beteiligten Forscher wurden derartige Amöben in 45 Prozent aller untersuchten Wasserproben gefunden. Eine weitere Studie soll das Gesundheitsrisiko durch die Amöben und Bakterien genauer einschätzen. Außerdem will man klären, ob eine Entsalzung des Wassers dem Problem entgegenwirken kann.