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Karl-Theodor zu Guttenberg kann seinen Doktortitel gar nicht zurückgeben

In einer Reaktion auf die jüngsten Ereignisse um seine Doktorarbeit hatte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg angekündigt, seinen Doktortitel zurückzugeben (ShortNews berichtete).

Jetzt stellt sich heraus, dass er seinen Doktortitel überhaupt nicht so einfach zurückgeben kann. Es gibt kein "Rückgaberecht" für einen Doktortitel. Die Universität muss unabhängig von seinen Äußerungen seine Arbeit begutachten und dann eine Entscheidung fällen. Dazu gibt es in der Uni klare Regeln

Bei nachgewiesenen Verstößen heißt es in den Uni-Regeln: "Die jeweils zuständigen Organe oder Einrichtungen leiten je nach Sachverhalt arbeits-, zivil-, straf- oder ordnungsrechtliche Maßnahmen mit den entsprechenden Verfahren ein." Nur die Uni kann dann einen Doktortitel entziehen.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Universität, Karl-Theodor zu Guttenberg, Verfahren, Plagiat, Doktor, Doktortitel
Quelle: www.express.de

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36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.02.2011 15:03 Uhr von Der_Hase
 
+61 | -38
 
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Wie erbärmlich: noch nichtmal dieser simplen Tatsache ist Guttenberg sich bewußt. Er dachte wohl das, wenn er mit dem Finger schnipst und Titelrückgabe ruft, die Uni sofort zu sputen hat. Nee Nee mein Lieber der Titel wird dir entzogen werden, dem kannst du nicht zuvorkommen. Da mußt du durch.
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22.02.2011 15:16 Uhr von fallobst
 
+25 | -1
 
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@ der hase: naja zwischen zurückgeben und dauerhaftem, selbst auferlegtem nicht-benutzen des titels gibt es aber schon einen unterschied.

[ nachträglich editiert von fallobst ]
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22.02.2011 15:30 Uhr von willi_wurst
 
+29 | -14
 
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na ob er sich den dr. titel auch aus dem perso austragen lässt? ich glaube ja nicht ... ^^

Ohne Scheiss, dieser A.... müsste dafür sogar vor Gericht gestellt werden. Immerhin genießt er durch seinen Schwindel, enorme wirtschaftliche Vorteile ... wie z.B. ein höheres Gehalt (in der freien Wirtschaft) etc ... außerdem ist es ethisch nicht korrekt ... man kann nicht gegen Filesharer stimmung machen, Gesetze erlassen ... aber für sich andere Maßstäbe fordern. Weg mit dem ...
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22.02.2011 15:35 Uhr von Serverhorst32
 
+10 | -11
 
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Vielleicht wäre es langsam an der Zeit alle seine Berater zu feuern.

Nicht nur, dass er als Betrüger und Lügner entlarvt wurde, jetzt steht er auch noch als Idiot dar der die Regeln seiner eigenen Uni bzw. die seiner Dissertation nicht kennt.

Da fragt man sich doch wie er, wohl ohne nachzudenken, sich so schnell dazu hinreißen lassen kann zu behaupten er gibt seinen Doktor zurück obwohl das gar nicht geht xD
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22.02.2011 15:39 Uhr von artefaktum
 
+6 | -5
 
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Ist ja auch klar: Nur wer befugt ist, die Promotion zu vergeben ist auch befugt, sie ggf. wieder zu entziehen.

Sonst könnte ja jeder der dabei täuscht und erwischt wird einfach sagen: Geb ich halt den Titel zurück, Pech gehabt, aber jetzt kann das dann auch keine Konsequenzen mehr für mich haben da ich freiwillig drauf verzichte.
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22.02.2011 15:41 Uhr von Odal
 
+6 | -1
 
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Immunität? Indemnität? Klärt mich bitte auf, gabs nicht die Immunität/Indemnität für Bundestagsabgeordnete, welche sie for zivilrechtlicher und strafrechtlicher Verfolgung schützen? Oder hab ich das falsch in Errinerung?
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22.02.2011 15:44 Uhr von artefaktum
 
+3 | -1
 
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@Odal: "Klärt mich bitte auf, gabs nicht die Immunität/Indemnität für Bundestagsabgeordnete, welche sie for zivilrechtlicher und strafrechtlicher Verfolgung schützen?"

Das ist kein Strafprozeß. Diese Möglichkeit hat nur ein Gericht und keine Universität.

Würde das tatsächlich strafrechtliche Folgen haben, würde die Immunität meines Erachtens greifen. Zumindest aber natürlich nur so lang, wie Guttenberg ein Mandat innehat. Danach würde man dann die Sache natürlich noch anstossen.
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22.02.2011 15:50 Uhr von Jolly.Roger
 
+12 | -4
 
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Er hat in einem offenen Brief die Uni Bayreuth gebeten, ihm den Doktor-Titel wieder zu entziehen, weil er selbst gemerkt hat, dass ihm etliche "handwerkliche" Fehler unterlaufen sind. *hust*

Immerhin ist er soviel mit diesem Schritt seinen Doktorvater vor entsprechenden Konsequenzen schützen zu wollen.

ER weiß also anscheinend, dass er den Titel einfach so nicht zurückgeben kann. Aber egal, was in den Medien steht, stimmt ja, wenn es gegen Guttenberg geht... ;-)

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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22.02.2011 15:56 Uhr von stacko
 
+3 | -2
 
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22.02.2011 15:59 Uhr von :raven:
 
+12 | -11
 
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Der Depp! "Karl-Theodor zu Guttenberg kann seinen Doktortitel gar nicht zurückgeben"

Noch nicht mal das kann er! Guttenberg ist so peinlich, selbst als Halbjurist sollte er das entsprechende Verfahren bei Plagiaten an einer Universität kennen, genauso, wie jeder andere Student.

Das "Schönreden" seitens der CDU/CSU ist dermassen peinlich und zeigt nur einmal mehr, wie verlogen das ganze Pack ist! Anstand, Gerechtigkeit und Moral... Fehlanzeige!!!
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22.02.2011 16:16 Uhr von masteroftheuniverse
 
+11 | -5
 
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lol: "Er habe sich am Wochenende die Zeit genommen, sich erneut intensiv mit seiner Doktorarbeit zu beschäftigen. Dabei habe er feststellen müssen, dass er "gravierende Fehler" gemacht habe, die den "wissenschaftlichen Kodex nicht erfüllen"

also hat er sich seinerzeit wohl nicht so intensiv damit beschäftigt? und sein doktorvater ebenso?

klingt wie ein geständniss...
hätte er das nicht gleich zugeben können?
dann wäre er wenigstens ehrlich gewesen, was seine fanboys ja behaupten..

[ nachträglich editiert von masteroftheuniverse ]
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22.02.2011 16:22 Uhr von Gorli
 
+5 | -1
 
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Dachte er wohl frei nach dem Machospruch: "Sie können mich nicht rauswerfen, ich kündige!" könnte er seinen Ruf retten. Aber wer so einen Schund abliefert, zieht nur den durch die Bolongareform angeschlagenen Ruf der deutschen Universitäten nur noch weiter runter. Der Doktorvater bedarf ebenfalls einer gründlichen Überprüfung seiner Arbeit, denn offensichtlich hat er hier eine sehr schlechte Arbeit als Summa cum laude abgestempelt.
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22.02.2011 16:26 Uhr von Sabamos
 
+2 | -5
 
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pfffff wer schummelt soll auch bestraft werden - kein ding !

Aber hier zu rufen das jemand deswegen vor Gericht soll ist einfach lächerlich !

Ich wette das ein Großteil der Abschlussarbeiten genau solche "kopierten" Stellen enthält und alle habe anhand Ihrer Titel bessere Jobs bekommen ! Sollen die alle vor Gericht ?
Ein Bekannter hat nachträglich seinen Dipl. Ing. verloren, weil er bei den Messergebnissen "frei intepretiert" hat. Da hat auch niemand geschrien "er solle kündigen". Er hat den Titel mittlerweile nachgeholt und alles ist Paletti.

Man sollte die Kirche auch mal im Dorf lassen - der Gutenberg is mir echt egal, aber man sollte doch gleiches Recht für alle ansetzen. Die geforderten Strafen sind ja einfach lächerlich !
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22.02.2011 16:28 Uhr von talla82
 
+0 | -2
 
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Das hat Folgen Köpfe werden rollen!
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22.02.2011 16:40 Uhr von HansBlafoo
 
+3 | -1
 
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@stacko: Wenigstens noch einer, der andere Quellen liest.

Scheinbar ist das nämlich gar nicht so einfach geregelt, wie es sich hier viele vorstellen. Laut der Spiegel-Quelle gibt es keine klare Regel, ob man den Doktortitel ablegen kann oder nicht. Dort wird aber vermutet, dass es ginge.
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22.02.2011 16:53 Uhr von brad41x
 
+1 | -4
 
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er steht: halt ein bisschen unter Druck..^^ Aber mal ehrlich, da müsste jedem 2ten Doktor sein Titel aberkannt werden, wenn man da alles unlautere Aufdecken könnte. Und übrigens: Ist euch mal aufgefallen, wieviel Pfuscher es unter Ärzten gibt? Wie die wohl Arzt geworden sind...?
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22.02.2011 17:32 Uhr von meisterthomas
 
+1 | -3
 
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Worum geht es? Gutenberg hat Fehler eingestanden, aber nicht die Courage gefunden, seinen Kopf auf´s Schafott zu legen, denn das Beil kommt aus den eigenen Reihen oder gar nicht.
Und wenn nun sein Kopf fällt, ist dann unsere Politik wieder in Ordnung? Sicher nicht, denn dies mag unseren moralischen Ansprüchen genügen; meinen Anspruch an einen Verteidigungsminister erfüllt es nicht.

Ein Verteidigungsminister der nicht herum doktert, sondern offen sagt was uns alle angeht, was an seiner Bundeswehrreform wirklich Sache ist und damit erst unsere öffentliche Meinungsbildung ermöglicht. So einen wünsche ich mir.
Aber ist das von einem Gutenberg noch zu erwarten -- ich fürchte kaum, aber noch viel weniger von einem Anderen. Es bleibt abzuwarten was auf der letzten Seite seines Druckes steht und wer diesen macht, er selbst oder andere.

Der öffentlichen Meinung entkommt man kaum mit Arroganz, noch indem man ihr hinterher läuft. Es liegt nun an Gutenberg selbst, sie zu gestalten und dies nicht etwa dem Propaganda-Netzwerk seiner Partei zu überlassen.
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22.02.2011 17:34 Uhr von Floppy77
 
+2 | -3
 
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Dann: haben wir wohl bald einen Verteidigungsminister mit anhängigem Verfahren? Macht sich sehr gut im Image...
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22.02.2011 18:11 Uhr von DEMOSH
 
+4 | -5
 
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Darf weitermachen: Guttenberg darf als strenger Katholik ruhig lügen und betrügen.
Beichten und da nach weitermachen.
Ich kenne viele Pfarrer die Kinder haben oder sogar vernaschen.
Sie sind noch immer im Geschäft.
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22.02.2011 18:30 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -4
 
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@DEMOSH: Wird euch jetzt echt kein Vergleich zu dämlich?

Hatten wir noch nicht den Nazi-Vergleich?
Kinderschänder ist ja jetzt hiermit durch...

Langsam kann man echt nur noch mit dem Kopf schütteln....
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22.02.2011 19:09 Uhr von GLOTIS2006
 
+2 | -0
 
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War klar: Ja gut, das war doch von Anfang an klar, da der Doc nunmal ein Titel ist und keine Anrede. Er gehört also zum Namen.

Das wäre ja so als ob ein Klaus Schmidt einfach sagen würde, ich geben den Namen Klaus einfach zurück.

Das geht eben nicht. Das Verfahren zur Aberkennung ist relativ kompliziert, gerade WEIL es um einen Titel geht und nicht um einen Grad wie einen Master, Bachelor oder Dipl. Ök. oder sonst was.
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22.02.2011 19:33 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -1
 
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falls es noch nicht gesagt wurde: Herr zu Guttenberg hat abgeschrieben; ich denke, darüber gibt es keine Diskussion mehr. Ich verstehe die Forderung und stimme ihr auch vollkommen zu, dass Herr zu Guttenberg nicht besser wegkommen soll als ein Normalo.
Die freiwillige Rückgabe bzw. das freiwillige Nicht-Führen des Titels stellt für mich allerdings eine Geste, ein Schuldeingeständnis dar. So etwas sollte man meines Erachtens anerkennen und nicht gegen die Person auslegen. Dass das Verfahren der Uni Bayreuth davon unberührt bleibt, ist selbstverständlich. Es dürfte der Prüfungskommission unter diesen Umständen allerdings deutlich leichter fallen, die Aberkennung des Doktortitels auch zu formalisieren.
Ich sehe durch den Vorfall an sich auch nicht das Ansehen der Uni Bayreuth beschädigt, lediglich der beteiligten Prüfungskommission, allen voran des Doktorvaters. Man sollte sich allerdings vor Augen halten, dass der Doktorvater im Jahr 2007 (Abgabe der Arbeit) immerhin 73 Jahre alt war. Erwartet ihr von einem Menschen in dem Alter, dass er bei ihm vorgelegten Arbeiten Passagen googelt, um zu überprüfen, ob es sich in Teilen um Plagiate handelt? Wohl kaum.
Eine Konsequenz könnte sein, bei Abschlussarbeiten das Prüfen auf Plagiarismus mit Hilfe gängiger Software zwingend vorzuschreiben.
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22.02.2011 19:35 Uhr von certicek
 
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Wenn ich eine Bank überfalle und dann das Geld zurück gebe...bin ich dann aus dem Schneider?
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22.02.2011 20:07 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -3
 
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@certicek: Nein.

Aber du weisst, was mildernde Umstände sind?

Guttenberg ist doch gar nicht aus dem Schneider. Zum hundertsten Mal.

Sowohl die Uni Bayreuth sowie die Staatsanwaltschaft prüft die Vorwürfe weiter!! Also was genau ist das Problem?
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22.02.2011 20:16 Uhr von certicek
 
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@Jolly: Die Antwort Nein war doch ausreichend, oder bist Du inzwischen seinAnwalt? LOL

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