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Berlin: Jüdischer US-Historiker überführt SS-Mörder, der seine Familie tötete

Er tarnte sich jahrelang als Neonazi: Der jüdische US-Historiker Mark Gould überführte jetzt in Deutschland den 97-jährigen ehemaligen SS-Obersturmbannführer Dr. Bernhard Frank.

Im Jahr 2006 kam der Historiker nach Deutschland und begab sich in die Nazi-Szene. Dr. Bernhard Frank lernte er auf einer Veranstaltung kennen und erlangte sein Vertrauen. Der ehemalige Kommandant auf dem Obersalzberg lebt schon seit 65 Jahren frei in Hessen.

Mark Gould sagte: "Irgendwann schrieb mir Frank einen Brief - und da erkannte ich seine Unterschrift wieder! Es war die gleiche Signatur wie die unter dem ersten Befehl zum Massenmord an den Juden vom 28. Juli 1941." Nachdem Gould den ehemaligen SS-Mann konfrontierte, wird jetzt gegen Frank ermittelt.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mörder, Neonazi, Holocaust, Historiker, SS-Angehöriger
Quelle: www.bild.de

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93 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.02.2011 08:21 Uhr von Akira1971
 
+90 | -67
 
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Wenn der einzige Lebensinhalt die Suche nach Rache geworden ist, scheint man Wichtigeres aus den Augen zu verlieren.

Der Mann ist 97 und wird sicher einen jahrelangen Prozess nicht überstehen und sicher auch nicht mehr in den Knast dafür kommen.

Ich hätte die vergangenen Jahre lieber dazu genutzt meinen Frieden zu finden und zu vergeben, aber jeder wie er will.
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22.02.2011 08:29 Uhr von usambara
 
+45 | -22
 
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wenn der Kommandant von Hitlers Bergfeste von der Justiz unbehelligt bleibt und munter seine Nazi-Propaganda
weiter betreibt, ist das ein Armutszeugnis des Rechtsstaates.
http://www.amazon.de/...
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22.02.2011 08:54 Uhr von Serverhorst32
 
+40 | -64
 
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22.02.2011 09:03 Uhr von Anubis2000
 
+11 | -28
 
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22.02.2011 09:14 Uhr von smou81
 
+8 | -26
 
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22.02.2011 09:31 Uhr von DerEssener
 
+43 | -11
 
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@ Serverhorst32: > Was bringt es denn wenn man jetzt halbtote Greise vor
> Gericht stellt, für Taten die soviele Jahrzehnte her sind an
> die sie sich vermutlich schon gar nicht mehr richtig
> erinnern.

Ganz einfach: Mord verjährt nicht. Dabei ist es egal, ob es sich um einen alten Nazi, einen alten Kommunisten oder um einen Kindermörder handelt.

Er hat Glück gehabt, dass er sein Leben leben konnte. Ein Privileg, was seinen Opfern verwehrt blieb.
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22.02.2011 09:34 Uhr von omar
 
+17 | -10
 
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Klingt wie die Story für nen Film Vielleicht bringt ihm das Genugtuung.
Aber seine Familie bringt ihm das nicht wieder.
Trotzdem begrüße ich es, dass dieser Nazi am Ende der Justiz nicht entkommt. Die Frage ist nur, ob er seine Strafe überhaupt noch verbüßen kann/muss...
Daher wird die ganze Sache "pointless".
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22.02.2011 09:40 Uhr von matt287
 
+13 | -5
 
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Also ich bin ja auch der Meinung: das die Nazis Verbrecher waren und dass dieser Herr sicher einen Prozess verdient. Aber wenn man sein Leben damit verbringt jemanden aufzuspüren und zu verfolgen ist es doch ziemlich übertrieben.
Der Mann war doch nur von Rache getrieben und hätte alles sicher anders verarbeiten können. Vielleicht bringt es ihm ja jetzt Frieden.
Wenn der 97 jährige wirklich noch Propaganda von sich gibt gehört er eingesperrt. Ein paar Monate überlebt er den Prozess sicher noch.

Und wenigstens finden sie auch mal einen Mann der Befehle gibt und nicht nur empfängt.

[ nachträglich editiert von matt287 ]
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22.02.2011 09:41 Uhr von DieHunns
 
+16 | -9
 
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@ smou81: Wenn es deine Familie gewesen wäre, also du an seine Stelle jetzt, und einer würde so was abfälliges sagen danach, wäre das lustig?

Wenn du schon nichts dazu beitragen kannst als nur Kindergarten Mist, dann schreib am besten nichts.
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22.02.2011 09:43 Uhr von Sarkastomat
 
+10 | -4
 
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@Akira1971: Im Grunde genommen hast du ja recht mit dem was du da schreibst. Aber andererseits... diesen Menschen finden zu wollen: nachvollziehbar.

Das der mittlerweilen gealterte Offizier eine Verhandlung nicht überstehen könnte... oooh... das tut mir aber leid... kein Sarkasmus: tut es mir wirklich. Lieber wäre mir gewesen, man hätte ihn ein paar Jahrzehnte früher zu fassen gekriegt... und ganz ehrlich: Wenn er mittlerweilen irgendwo im Kreis seiner Familie sitzen würde, die (sicherlich entstandenen) eigenen Traumata vielleicht irgendwie verarbeitet hätte, und einen ruhigen Lebensabend verbringen möchte... ja, dann würde ich vielleicht eher Mitleid empfinden können. Aber da er nach wie vor aktiv mitmischt... soll er doch für das bluten wohin ihn seine Ideologie gebracht hat... vielleicht kann der eine oder andere seiner Anhänger aus der hoffentlich gerechten Strafe, etwas lernen...
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22.02.2011 09:49 Uhr von matt287
 
+12 | -3
 
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laut Quelle: "Dr. Bernhard Frank, den letzten Kommandanten auf dem Obersalzberg, Hitlers zweitem Regierungssitz."

Kleine Soldaten die aus Angst Befehle befolgten werden verfolgt bis sie im Knast sind und dem Obersturmbannführer Frank kann man nichts nachweisen?
Bis zu der Unterschrift heute die irgendjemand erkennt, die deutsche Justiz allerding 70 Jahre lang nicht?
Wer hat da bitte geschlafen?
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22.02.2011 09:53 Uhr von Sting24
 
+8 | -2
 
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Hey: Der Rechtsstaat sollte für alle Verbrecher zuständig sein für Herrn zu Guttenberg genauso wie für einen 97 jährigen Massenmörder.
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22.02.2011 09:56 Uhr von daguckstdu
 
+7 | -3
 
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@1971: Wichtigeres? Wenn man dir vielleicht dein Lebensinhalt nimmt, das was dir am wertvollsten ist, wird nichts Wichtigeres sehen wollen als das der Täter verurteilt wird. Genau das ist es vielleicht was dem Mann noch aufrecht gehalten hat und er ist kein Einzelschicksal! Ich denke nicht das du die Größe besitzt solch ein Verbrechen zu vergeben.

Wenn man anfängt Verbrechen nicht mehr zu verfolgen wegen dem Alter des Täters, dann fängt man das Recht zu beugen!
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22.02.2011 09:57 Uhr von Pew_Pew
 
+7 | -22
 
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22.02.2011 10:10 Uhr von matt287
 
+7 | -3
 
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@daguckstdu: Mark Gould ist 43, also hat er niemanden von seinen Verwandten mit eigenen Augen sterben sehen oder war auf der Welt als dass Alles passiert ist. Aber generell hast du schon recht, dass jeder verurteilt gehört.

Also mein jetzt nur wegen Lebensinhalt und so. Weil seine Eltern können ja nicht umgekommen sein.
Und nochmal es war alles schlimm damals ich versuche nicht irgendwas zu relativieren!

[ nachträglich editiert von matt287 ]
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22.02.2011 10:31 Uhr von thugballer
 
+8 | -3
 
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denkt mal nach: eure argumente schön und gut
stellt euch vor das wär der mörder eurer großeltern
ihr würdet ihn drankriegen wollen


also denkt erst von der anderen seite wenn ihr schreibt
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22.02.2011 10:35 Uhr von matt287
 
+6 | -3
 
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@thugballer: Mein Großvater war zu der Zeit Frankreich und ist dort umgebracht worden und ich hab mich ehrlich gesagt nie gefragt wer es war...

Man hat keinen Bezug zu einem Menschen den man nie kannte
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22.02.2011 10:36 Uhr von Serverhorst32
 
+3 | -12
 
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@thugballer: "stellt euch vor das wär der mörder eurer großeltern
ihr würdet ihn drankriegen wollen"

Woher weisst du das? Ich wäre nach 70 Jahren sicher nicht mehr so Hass zerfressen, dass ich einen 97 jährigen vor die Anklagebank zerren würde.

Der Mann wir in diesem Alter sowieso nicht mehr Haftfähig sein. Und natürlich ist es schrecklich was er getan hat, aber das ist mehr als 70 Jahre her.
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22.02.2011 10:38 Uhr von thugballer
 
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matt: es war krieg
da sterben menschen

was anderes ist wenn jemand einfach so weil er seine rasse geiler findet den befehl gibt tausende unschuldiger zu töten

edit: Unter den Opfern: 28 Familienangehörige von Mark Gould, Männer, Frauen und Kinder.
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22.02.2011 10:39 Uhr von daguckstdu
 
+0 | -2
 
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@matt287: Die meisten die das gesehen haben, haben auch nicht überlebt! Nur die wenigsten waren es! Es geht hier alleine um die Emotionale Verbundenheit mit der Familie. Mit Menschen die auf das schlimmste getötet wurden.

Warum nimmt ein Mensch das in Kauf oder aus welcher Motivation verfolgt man einen Täter der nach deinen Aussagen nichts direkt mit dem Morden an seiner Familie (Eltern leben ja) zutun hat! Welche Energie hält da einen Aufrecht? Also kann man ohne weiteres behaupten, was ich ja auch tat, das dieses Unterfangen nichts mit einer „so Motivation“ zutun hat!
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22.02.2011 10:44 Uhr von daguckstdu
 
+4 | -1
 
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@Horst: Der Schrei nach Gerechtigkeit hat was mit dem Hass zutun? Du weißt ja aus welcher Motivation er das machte? Außerdem ist es ein erheblicher Unterschied ob ich mit einer Waffe in der Hand strebe weil ich ein anderes Land überfallen habe, oder wie ein Tier zur Schlachtbank gebracht werde!
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22.02.2011 10:45 Uhr von matt287
 
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thugballer: Ja und was ich von meine Großmutter gehört habe waren die Franzosen damals ganz nett zu Deutschen die in Frankreich gelebt haben...

Und du sagst es es war Krieg da sterben Menschen. Ich möchte nur wissen wo Gould seine 28 Familienangehörigen auftrebit wenn er um 1968 geboren wurde. Also ich würde sicher keine Nachforschungen 28 zurück anstellen um zu sehen ob der Mörder noch lebt. Bzw bin ich nicht in Frankreich in irgendein Milieu eingetaucht um wen zu finden
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22.02.2011 10:48 Uhr von DWo
 
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22.02.2011 10:50 Uhr von LoneZealot
 
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Warum er den Mann verfolgt hat? Um zu zeigen das jüdisches Blut nicht billig ist, heisst, das man nicht einfach morden kann ohne dafür eines Tages zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Die deutschen Behörden haben Täter nur sehr zaghaft verfolgt ohne Eigeninitivative wären noch mehr NS-Täter davongekommen.

"Immer sind es die Juden, die in der Vergangenheit herumwühlen... kann damit nach 70 Jahren jetzt nicht mal Schluss sein - es interessiert (außer den Juden) niemand mehr."

OK, jemand ermordet Deine gesamte Familie, kümmert ja auch niemanden ausser Dich, also Verfolgung einstellen. Spart ausserdem Steuergeld. Aber keine Sorge, die bist hier bei SN in "rechter Gesellschaft" :)
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22.02.2011 10:54 Uhr von matt287
 
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@benjaminx: Aber lohnt sich der Aufwand wirklich wenn ich gute 20 Jahre nach der Zeit geboren werde? Wie gesagt vlt hat er jetzt Genugtuung und Frieden gefunden. Ich kann nur von mir sagen, dass ich mich nie gefragt habe wer damals aller umgekommen ist von meinr Familie.

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