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Die ältesten Fossilien der Erde sind vielleicht gar keine

Die so genannte "Apex Chert"-Felsformation im Westen Australiens löste vor 20 Jahren Begeisterung unter Paläontologen aus: Eingebettet in 3,5 Milliarden Jahre alten Gesteinsschichten fanden Geologen filamentartige Strukturen, die man fortan als fossile Überreste von sauerstoffproduzierenden Cyanobakterien interpretierte.

Doch es gab auch gegenteilige Meinungen, die nun von einer neuen Studie unterstützt werden. Eine detaillierte Analyse der untersuchten Proben ergab, dass die feinen Filamente in Wirklichkeit Brüche in der Gesteinsmatrix darstellen, die mit den beiden Mineralien Hämatit und Quarz aufgefüllt wurden.

Weitere Analysen wiesen jedoch auch kohlenstoffhaltiges Material in der Umgebung der Filamente nach, das eventuell biologischen Ursprungs sein könnte. Alles in allem ist die Suche nach den Ursprüngen des Lebens auf der Erde mit diesem Ergebnis noch komplizierter geworden, doch die Forscher lassen sich nicht entmutigen.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Erde, Fossil, Paläontologie, Fels
Quelle: www.astropage.eu

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.02.2011 18:06 Uhr von alphanova
 
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Hm ich kann mir gut vorstellen, dass diese Studie ein Schock für die Paläontologie ist, so wie damals, als die Filamentstrukturen entdeckt wurden, nur diesmal leider nicht positiv. Jetzt müssen nachfolgende Untersuchungen das gefundene kohlenstoffhaltige Material einordnen - oder es zumindest versuchen.
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21.02.2011 18:28 Uhr von Sopha
 
+11 | -2
 
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