20.02.11 15:15 Uhr
 496
 

Dorsche im Hudson River passen sich mit Genmutation an PCB-Verschmutzung an

Ein Forschungsteam um Dr. Isaac Wirgin von der NYU School of Medicine ist nach vier Jahren andauernden Untersuchungen zu dem Ergebnis gelangt, dass Atlantikdorsche im Hudson River sich durch eine spezielle Genmutation an die PCB-Kontamination des Flusses anpassen können, um selbige zu überleben.

PCBs (Polychlorierte Biphenyle) sind hochgiftige Verbindungen, die lange im Einsatz waren und seit den 1980er Jahren verboten sind. Die Dorsche passen sich mit Hilfe eines einzigen Gens an die kontaminierte Umwelt an: Es produziert ein Protein (AHR2), das die schädliche Wirkung der PCBs regulieren kann.

Bei Fischen aus kaum belasteten Gebieten bindet sich AHR2 stark an die PCBs und transportiert deren negative Effekte im Körper. Dorsche aus kontaminierter Umgebung besitzen dagegen eine AHR2-Variante, die sich kaum an die PCBs heftet und den Einfluss der PCBs im Körper somit deutlich abschwächt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Fisch, Mutation, Verschmutzung, PCB, Hudson River
Quelle: www.astropage.eu
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
20.02.2011 15:15 Uhr von alphanova
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Wie sagt man so schön: außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Die Belastung des Lebensraums mit giftigen Chemikalien ist ein Umstand, dem die Natur durch evolutionäre Veränderungen entgegenzuwirken versucht, um das Überleben der Art zu sichern. Derart schnelle Genmutationen sind allerdings noch nicht oft beobachtet worden.
Kommentar ansehen
20.02.2011 16:04 Uhr von Getschi2.0
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Tja, Evolution funktioniert eben: http://www.motifake.com/...
Kommentar ansehen
20.02.2011 16:21 Uhr von Nashira
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
das ist schön: für die fische, aber essen möchte ich sowas trotzdem nicht :-

http://neomagic5.files.wordpress.com/...

natürlich ist es besser, wenn sich eine spezies anpassen kann, als dass alles in der giftbrühe zugrunde geht, aber vielleicht sollte man da mal woanders ansetzen, der hudson river scheint ja ne erstklassige giftkloake zu sein :-(

ich geh mal davon aus, dass sich die dorsche nur im brackwasser der mündung tummeln? denn als atlantikfische sind sie ja eigentlich meerwasserfische. frag ich mich allerdings, warum sie sich da unbedingt aufhalten, statt die verseuchten gewässer einfach zu verlassen, ohne genmutationen entwickeln zu müssen oder zu sterben.
Kommentar ansehen
20.02.2011 17:10 Uhr von Jlaebbischer
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Nashira: Bin kein Fischexoerte und jetzt auch keine Luist, die Wiki aufzurufen.

Aber Lachse z.B. schwimmen einmal im Jahr vom Meer bis zur ihren Geburtsstätten in Flüssen, um dort Nachwuchs zu zeugen. Vielleicht ist es bei den Dorschen ein ähnlicher Mechanismus.
Kommentar ansehen
20.02.2011 19:23 Uhr von Nashira
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Jlaebbischer: ne, das kanns nicht sein...

"Zum erfolgreichen Ablaichen ist der Dorsch auf einen bestimmten Mindestsalzgehalt angewiesen, da seine Eier freischwimmend (pelagisch) und ohne eine entsprechende Salzkonstruktion des Wassers zu wenig Auftrieb hätten, zu sinken und eingehen würden. "

also dürfte selbst das brackwasser schon zu wenig salz enthalten, nur nahrung finden sie dort sicher als allesfresser..und ich will nicht wissen, was da so alles rumschwimmt in new york^^

versteh einer diese fischigen dickköpfe :o)

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?