18.02.11 21:37 Uhr
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Astronom Mike Brown über die angebliche Entdeckung des Riesenplaneten "Tyche" (Update)

Kürzlich berichteten die beiden Wissenschaftler John Matese und Daniel Whitmire in einem Zeitungsartikel darüber, dass das WISE-Teleskop angeblich Daten gesammelt hat, welche die Existenz eines Riesenplaneten mit Namen "Tyche" in der Oortschen Wolke belegen sollen (ShortNews berichtete).

Das WISE-Team widersprach dem Bericht umgehend. Auch der Astronom Mike Brown - selbst an der Entdeckung mehrerer transneptunischen Objekte (Eris, Haumea, Makemake) beteiligt - bleibt skeptisch. Er bemängelte die schlechte Qualität der Daten von Whitmire und Matese, was aber nicht deren Schuld sei.

Prinzipiell hält er die Existenz eines Riesenplaneten in der Oortschen Wolke zwar für möglich, allerdings müssen die Daten des WISE-Teleskops genaustens analysiert werden, was mehrere Jahre dauern wird. Unterm Strich muss die Internationale Astronomische Union also noch nicht tätig werden.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Update, Entdeckung, Planet, Astronom, Tyche
Quelle: www.astropage.eu

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.02.2011 21:37 Uhr von alphanova
 
+13 | -3
 
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Die Internationale Astronomische Union ist für die Benennung von Planeten und anderen Objekten zuständig, nachdem deren Existenz offiziell bestätigt wurde.
Die Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, welche Auswirkungen unpräzise Formulierungen haben können.
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18.02.2011 22:11 Uhr von Sopha
 
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ich hatte die news vor 10 Minuten gelesen und überlegt ob ich sie einliefern soll ;)

Wirklich gut umgesetzt

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19.02.2011 17:05 Uhr von Dreamwalker
 
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Soweit mir das bekannt ist haben Whitmire und Matese die These, dass es einen solchen Planeten geben soll. Bisher haben sie nicht behauptet es sei belegt. Die Daten von WISE führten sie zu dieser Annahme.

Bin gespannt was in Zunkunft noch für Erkenntnisse gewonnen werden.
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19.02.2011 23:43 Uhr von CHR.BEST
 
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Soweit mir bekannt, besteht die Oortsche Wolke aus Unmengen kleiner und großer Asteroiden. Es stünde also genug Material zu Verfügung, um einen Planeten zu bilden.

Das wirft wieder die alte Frage auf, wie groß unser Sonnensystem tatsächlich ist.

Könnte es womöglich sogar Planeten geben, die zwischen relativ nahen Sternensystemen hin- und her wandern?
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20.02.2011 00:26 Uhr von Leeson
 
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Ja aber man kann: doch, wenn man wüsste wo er sein soll, schauen, ob er Sterne verdeckt.
So findet man auch schwachleuchtende Objekte wie Kometen/Asteroiden weiter draussen.
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21.02.2011 11:27 Uhr von Il_Ducatista
 
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also gut: dh es gibt die Möglichkeit dass abnorme Bahnen von bestimmten Pioneers auch durch einen Riesenplaneten erklärt werden können welcher nur mit ganz extremen Infrarotsystemen zu finden wäre?
adieu Rindlerkraft, adieu Grumillers Zusätze zur Einsteingleichung?

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