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Auto-Experte: Elektroautos mehr PR als Klimaschutz

Dass Elektroautos nicht so ganz CO2-frei sind, wie Autohersteller gern weismachen wollen, ist mittlerweile bekannt. Nun erklärt Professor und Auto-Experte Willi Diez sogar, dass Elektroautos zwar gute PR, aber weniger echter Klimaschutz sind.

Diese Meinung äußerte der Professor gerade im "Greenpeace Magazin", wo Diez offene Türen einrannte. Laut deren Experte Lohbeck kommen Elektroautos - berechnet am deutschen Strom-Mix - auf einen CO2-Ausstoß von 92 Gramm pro Kilometer; schließlich muss der Strom erst einmal gewonnen werden.

Damit schneiden Hybridmodelle wie der Toyota Prius oder ein moderner Diesel wie der VW Polo BlueMotion besser ab als Elektroautos. Zudem ist der hohe Preis der Stromer nicht wett zu machen, denn "bezahlbare Akkus für 500 Kilometer" wird es nicht geben, ist sich ein anderer Experte sicher.


WebReporter: DP79
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Elektroauto, Professor, Greenpeace, Klimaschutz, PR, Hybridmodell
Quelle: www.green-motors.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.02.2011 15:04 Uhr von DP79
 
+4 | -3
 
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Die Aussage des Experten Diez ist sicher interessant, eine Alternative aber müsste doch die Brennstoffzelle sein. Erste Modelle von Mercedes sind sogar schon in Kleinserie, ab 2015 ist die Großserie geplant...
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18.02.2011 16:01 Uhr von Pepper90
 
+6 | -2
 
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Ich habe in meinem Studienfach Reg. Energien eine Hausarbeit über E-Autos verfasst und mich dabei mit der CO2-Bilzanz befasst. Es ist klar das im dt. Strommix der CO2-Ausstoß pro km sehr hoch ist, aber nachts wird zb wenig Strom benötigt, wo Windkrafträder oft abgeschaltet werden. Dieser Strom wäre nahezu CO2-Neutral zum Laden der E-Autos und alle mal besser als die Windräder stillstehen zu lassen. Es ist also durchaus möglich weniger indirekten CO2-Ausstoß zu haben als 92g, es kommt halt nur auf den Strommix an
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18.02.2011 16:35 Uhr von phal0r
 
+6 | -1
 
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@berechtigt: Vielleicht solltest du deinen Kommentar nochmal durchdenken.

Die Autos sollen nicht nur durch Windkrafträder geladen werden, aber der prozentuale Anteil erhöht sich, wenn die Windkrafträder NICHT abgeschalten würden, sondern zum Laden der Autos verwendet würden. Die Strominfrastruktur ist vorhanden und für Spitzenlasten tagsüber ausgelegt. Nachts jedoch sind einige Kapazitäten ungenutzt, da ja wesentlich weniger verbraucht wird. Wo der Strom herkommt, hat ja Pepper bereits gesagt: Zu einem höheren Anteil aus Windkrafträdern, aber nicht ausschließlich.
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18.02.2011 17:16 Uhr von Pepper90
 
+2 | -2
 
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@berechtigt: Genau darauf habe ich mich in meiner Hausarbeit auch bezogen und damit gerechnet das viele auf diesem Weg Argumentieren würden. Aber die Bundesregierung(ja die momentane) hat bis 2020 als Ziel 1Mio E-Auztos zuzulassen und der Strom dafür wird eben im Jahr 2020 laut der Argentur für EE mehr als ausreichend sein um diese Fahrzeuge rein mit erneuerbarem Strom zu betreiben. Ich verweise an dieser stelle immer weider gerne auf die Seite der Argentur(http://www.unendlich-viel-energie.de/...). Dort ist ein sehr interessantes Schaubild.
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18.02.2011 19:33 Uhr von cav3man
 
+2 | -0
 
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berechtigt: "Schon mal ausgerechnet wie viele Millionen Windräder wir bräuchten"

1. Weist du wieviel Energie eine Windkraftanlage (WKA) leisten kann?
2. eine kleine Rechung

2009 drehten sich 21.164 WKA mit insg. 25,8GW Leistung die 9% des deutschen Stroms produzierten. Das sind 1,2 MW pro WKA also nicht wirklich viel, wenn man bedenkt das moderne Anlage locker 4 MW bringen können. Spitzenanlagen sogar schon über 6 MW.

Modernisieren wir nun die bereits vorhandenen Windräder auf 4 MW werden 60 GW zusätzlich erzeugt ohne das auch nur ein einziges neues Windrad neu gebaut werden muss.

Oder anders ausgedrückt 30% des deutschen Strombedarfs momentan.
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25.02.2011 16:59 Uhr von flipper242
 
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Das würde voraussetzen das Windenergie konventionelle Energie ersetzt, nur tut sie das nicht.
Sie ist eine additive Energie keine alternative Energie.
Ein weitverbreiteter Irrtum (absichtlich?) ist, dass doch schließlich kein Brennstoff verbrannt wird, wenn die WKA produziert.

Es muss immer soviel Stromerzeugt werden wie z.Z. verbraucht wird, wenn man mehr
Strom einspeisst als z.Z.verbraucht wird geht die Netzfrequnz nachoben
wird weniger eingespeisst als verbraucht sinkt diese. Es muss ausreichend
Reserve vorgehalten werden um umgehend darauf reagieren zu können, d.h.
es müssen immer konventionelle Kraftwerke (Kohle, Gas, Kernenergie) parallel mitlaufen, um das Netz überhaupt stabil halten zu können.
Dabei wird Brennstoffes ungenutzt verfeuer, durch Teillast fahren mit schlechten Wirkungsgraden oder durch Androsseln (Dampf wird abgeleitet).
Da die WKA stetige Leitungsschwankungen (Böen, unsteter Wind) bis zu total einbrüchen (Windstille) unterliegen und wenn mann dann noch bedenkt,
dass die Leistung in dritter Potenz von der Windgeschwindigkeit abhängt (doppelten Windgeschwindigkeit = 8-fache Leitung. 4-fachen Windgeschwindigkeit 64-fache Leistung)
kann man ahnen was da geregelt werden muss.

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