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"Kaufen für die Müllhalde": absichtlich verkürzte Produkt-Lebensdauer

In der ARTE-Dokumentation "Kaufen für die Müllhalde" wird darüber berichtet, wie die Industrie seit den 50er Jahren verstärkt ihre Konsumgüter in der Lebensdauer beschränkt. So werden heute Glühbirnen, Drucker, Nylonstrümpfe und Mobiltelefone bereits mit Verfallsdatum konzipiert.

Der Film aus der ARTE-Mediathek enthält Recherchen von über drei Jahren Arbeit und soll die Folgen unseres heutigen Wegwerfsystems aufzeigen. Als Beispiel von verheerenden Umweltschäden wurden riesige Elektroschrotthalden in Afrika dokumentiert.

Eine Werbezeitung schrieb bereits 1928: "Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft". Die Filmemacher zeigen auch neue Technologien und Unternehmen, die einen anderen Weg gehen wollen um der Wegwerfgesellschaft entgegen zu wirken.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Produkt, Absicht, Lebensdauer, Müllhalde
Quelle: videos.arte.tv

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.02.2011 12:04 Uhr von Klassenfeind
 
+11 | -0
 
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Klar, doch Gerade das Beispiel der Glühbirne zeigt doch, was die "Wirtschaft" wirklich will..

In Amerika gibt es in einer Feuerwache ( SN hat schon öfters darüber berichtet ) eine Glühbirne, die seit fast 100 jAHREN UNUNTERBROCHEN leuchtet...
Glaubt denn jemand ernsthaft, das genau das der Sinn eines Glühbirnenherstellers ist ???

Nicht mal im Traum..!!!



Dem ist doch gelegen, das diese Birnen möglichst schnell kaputt gehen, denn das ist dann sein Provit..wenn die Leute dauernd neue Birnen kaufen müssen....stimmts..??
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18.02.2011 12:05 Uhr von einsprucheuerehren
 
+10 | -1
 
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endlich: mal wieder eine schöne, gut geschriebene Nachricht (oder meinetwegen News). Dafür ein dickes "+".

Zur Nachricht: Ein sehr interessantes Thema, das sich auch wunderbar im Alltag beobachten lässt. Nach Ablauf der gesetzlichen Garantie geben sehr viele Geräte auf wundersame Weise plötzlich ihren Geist auf.
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18.02.2011 14:54 Uhr von K.T.M.
 
+3 | -0
 
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@BastB: "Mit der Industrialisierung stieg vor allem auch die Bevölkerung, der Wohlstand und damt die Ansprüche.
Wenn du einen anderen Weg gehen willst, musst du zwangsläufig ins Mittelalter zurück und erstmal viele millionen Menschen töten."

Auch wenn die Lebensdauer der Konsumgüter nicht beschränkt wäre, würden sich die Menschen neue Sachen kaufen und die Wirtschaft am Laufen halten. Wie du ja selber sagst steigen die Ansprüche. Also kaufen sich die Menschen auch neue Sachen, ohne dass ihre alten Geräte kaputt sind. Auch wenn man manche Dinge nicht mehr ersetzen würde, dass gesparte Geld würde ja trotzdem in irgendeiner Form wieder in den Wirtschaftskreislauf fließen.
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19.02.2011 23:21 Uhr von p-o-d
 
+2 | -0
 
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@BastB: Kurzfristige mögen Deine Gedanken stimmen. Auf längere Sicht und mit einigen anderen Faktoren weiter gedacht ist es einfach Irrsinn!

Dein Denkmuster (entnommen aus deinen Beiträgen, korrigiere mich wenn ich falsch liege):
- Die Produktion bringt dem Arbeiter(=Konsumenten) Geld.
- Durch kurzlebige Güter entsteht mehr Konsum.
- Hoher Konsum sorgt wiederum für Produktion(=Arbeitsplätze)

Deine Schlussfolgerung:
- "[Da Menschen bei langlebigeren Produkten insgesamt in geringerem Maße kauften] würden schon eine Menge Arbeitsplätze vernichtet [und] viele Produkte würden dann auch deutlich teurer werden.“
Nehmen wir nur ein paar wenige, gesicherte Fakten zu meinem Gedankenspiel dazu:
1. Die Weltbevölkerung nimmt stetig zu.
2. Die Industrialisierung/Automatisierung schreitet auch stetig voran.
3. Die Umweltbelastung (Müll, Abgase, Abholzung usw.) steigt ebenfalls.

Eingebaut ins aktuelle System, wie dem von Politik und Industrie und (vermutlich auch) dem Gros der Bevölkerung begegnet wird:
zu 1: Es müssen mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und mehr produziert werden, dass der Konsumpegel und somit "Wohlstand/Ansprüche" gehalten werden können.
zu 2: Der Mensch als Arbeiter wird hierdurch immer überflüssiger. Es ist doch toll, dass Maschinen schwere/gefährliche Jobs übernehmen.
zu 3: Dann müssen eben "sinnvolle" Maßnahmen wie Bestimmung einer CO2-Grenze, Verwendung regenerativer Energiequellen, Kauf von "Biogemüse" und Elektroautos, Verzicht auf scharfe Reinigungsmittel/Dünger/etc., oder Gegenstände, hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffe, … durchgeführt werden.

Langsam sollte klar werden, worauf ich hinaus will. Wenn die aktuelle Handhabe der Wirtschaft (wie du sagst: "So wie es aktuell läuft, finde ich es vollkommen ok") derartig weiter geht, treten mittel- bis langfristig massive Konflikte auf:
a) Es gäbe mehr Arbeitskräfte(1), wobei man technisch gesehen weniger benötigte(2)
b) Um dennoch Arbeitsplätze zu sichern, müsste die Produktion und menschliches Zutun zunehmen(sonst sänke ja die Kaufkraft und Arbeitsplätze gingen verloren)
d) Wird dem mit Produktion von "Wegwerfartikeln" begegnet, könnten wir auch die Niederlande komplett platt machen und mit Windkrafträdern übersähen und die o.G. "Umweltschutzmaßnehmen" wären noch weniger ein Tropfen auf dem heißen Stein, als ohnehin. Egal wie gut das Recycling funktioniert und wie viel regenerative Rohstoffe/Energien verwendet werden; bei einem MEHRbedarf müssen zwangsläufig Energie und Rohstoffe hinzugesteuert werden. Abgesehen davon, dass die Technisierung auch hier menschliche Kräfte immer unwichtiger werden lässt und somit die Kaufkraft dennoch sinkt.
c) Blöderweise handeln Firmen ökonomisch. Auch global gesehen werden Firmen daher nicht mehr Arbeiter einstellen als nötig. Um den sinkenden Bedarf an Arbeitskräften bei steigender Bevölkerung und fortschreitender Automatisierung auszugleichen, damit die Kaufkraft erhalten bliebe, müsste also gesetzlich, weltweit, „für Arbeitsplätze gesorgt werden“. Alleine der Gedanke – nur um der Arbeit, Entlohnung und somit Kaufkraft willen - immer sinnlosere Tätigkeiten von Menschen durchführen zu lassen ist doch schon bescheuert. Leider würde es bei krampfhaftem Festhalten am aktuellen Verfahren wohl darauf hinaus laufen…

Sorry, wenn´s etwas länger wurde, Deine provokante Aussage, "Die Welt funktioniert heute nicht mehr so wie noch vor 200-300 Jahren. Mit der Industrialisierung stieg vor allem auch die Bevölkerung, der Wohlstand und damit die Ansprüche. Wenn du einen anderen Weg gehen willst, musst du zwangsläufig ins Mittelalter zurück und erstmal viele millionen Menschen töten.", hat mich einfach zu sehr gereizt, den von dir propagierten Weg gedanklich etwas weiter zu gehen... Mal sehen was in 200-300 Jahren über unsere Handlungsweisen gesagt wird.

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