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Wechsel von Linux auf Windows im Auswärtigen Amt nicht gemäß Empfehlung

Der Wechsel des Auswärtigen Amts vom Betriebssystem Linux zurück auf Windows (ShortNews berichtete) gerät unter Druck.

Kürzlich veröffentlichte Dokumente verdeutlichen, dass dieser Schritt genau das Gegenteil der Empfehlung einer zuvor beauftragten Studie ist. Tatsache sei, dass die IT-Kosten durch Nutzung lizenzfreier Software pro Arbeitsplatz deutlich gesenkt werden konnten.

Ebenso wird der Wechsel durch die Free Software Foundation Europe (FSFE) kritisiert: "Die Bundesregierung verstellt der Öffentlichkeit den klaren Blick auf den Strategiewandel im Auswärtigen Amt."


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WebReporter: SeRo1
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Windows, Wechsel, Linux, Amt, Empfehlung, Auswärtiges Amt
Quelle: www.pro-linux.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.02.2011 10:04 Uhr von SN_Spitfire
 
+11 | -8
 
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HAHA: Und diese News von der Seite pro-linux...
Da wundert einen nichts mehr.

Hier gehts nicht NUR um Lizenzkosten, sondern wie im anderen News-Beitrag auch um die Akzeptanz durch den Anwender, die Kompatibilität mit anderen Behörden, Kunden und Systemen usw.

Aber wie oben geschrieben, wundert es mich nicht, dass hier die Pinguine dagegen wettern.
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17.02.2011 10:07 Uhr von GroundHound
 
+6 | -8
 
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@SN_Spitfire: Akzeptanz:"Verdammtes Linux. Da kann ich ja gar kein Moorhuhn installieren!"
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17.02.2011 10:31 Uhr von OldWiseMan
 
+6 | -6
 
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Was ich nicht verstehe: viele der heutigen Linux Varianten sind genauso einfach und Intuitiv zu bedienen wie ein Handy MP3 Player oder eben MS Windows.
Linux hat irgendwie noch ein wenig den allgemeinen Touch kompliziert zu sein, das ist schon lange Geschichte.
Wie kann der Umstieg so schwierig sein?

Die Schulungen die einem vermitteln wie man die komplizierte Unterscheidung zwischen anklicken des Symbols mit der Beschriftung Open Office statt MS Office trifft können doch gar nicht so teuer sein wie die Lizenzkosten der Software.

Eine Einsparung die im Endeffekt Steuergelder sparen wird muss im öffenlichen Interesse liegen und wenn ein paar Leute bei ihrer Arbeit etwas umdenken müssen sollte es nicht daran scheitern. Wer muss das nicht?

Wahrscheinlich hat dies eher einen finanziellen Hintergrund von dem nur wenige Menschen profitieren dürften.

[ nachträglich editiert von OldWiseMan ]
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17.02.2011 10:47 Uhr von RitterFips
 
+2 | -3
 
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mmmh: Irgendwie war es zu erwarten. Ein Amt das von Westerwelle geleitet wird geht den Bach runter.

Es kann sein das es für Linux User schwieriger ist z.B. spiele zu installieren und zu spielen, das wird sich aber sicherlich in den kommenden Jahren ändern. Es gibt doch auch immer mehr die sich einen Mac holen und vl mischt Google in Zukunft auch noch mit. Die Programme werden immer unabhängiger von den Betriebssystemen und ich denke der trent geht eher auf flexible statt auf monoton.
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17.02.2011 10:51 Uhr von kulifumpen
 
+2 | -2
 
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Es geht doch nicht nur um Spiele. Ich denke mal auch die Verträglichkeit von Dokumenten wird hier eine wichtige Rolle spielen. So wird es warscheinlich dauerhafte Formatierungsschwierigkeiten geben kann zwischen Open Office und MS Office Dokumenten anderer Ministerien.

Im übrigen muss man auch bedenken, dass der Alterdurchschnitt in solchen Ämtern meist auch sehr hoch ist und die leute schon genug Probleme haben überhaupt zu verstehen wie das alles funktioniert. Klar für die aktuelle Generation ist das alles easy-going aber jemand der dreissig jahre älter ist, hat generell ein anderes Verständnis solcher Dinge. Von daher wäre ich vorsichtig mit voreingenommenen Urteilen aber gut, dann wären wir ja nicht auf shortnews...
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17.02.2011 11:39 Uhr von Ribl
 
+1 | -2
 
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Also gerade in solchen Ämtern stelle ich mir Linux einfacher vor.
Gnome Desktop:
oben 3 Menüknöpfe: Anwendungen - Orte - System
einfacher gehts doch nicht mehr? Da findet sich doch selbst jeder 50-jähriger Beamte noch zurecht.
2 Beispiele:
Textdokument erstellen:
Anwendungen -> Büro -> OpenOffice.org Textverarbeitung
Die gespeicherten Dokumente durchsuchen:
Orte -> Dokumente

Und das Schöne ist. Der Nutzer kann so gut wie nichts kaputt machen, für alles Systemrelevante braucht er von Anfang an Root(Administrator)-Rechte :)
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17.02.2011 12:26 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Es gibt einige Software die unbedingt MS Office benötigt um zu funktionieren. Ich kenne das von haus-eigenen selbstgetrickten Tools, gerade in Firmen. Viele Anwendungen benötigen einen MS SQL-Server (der ist ja von MS kostenlos). Schon Tools bei mir im Hause laufen nicht ohne SQL-Server von MS.
Es ist möglich, dass deren EDV mal wieder Jahre benötigt um die Daten so abzurufen (z.B. über Browser), dass man plattform-unabhängig arbeiten kann.
Spare ich nun 30.000 Euro an Windows-Lizenzen - oder lasse ich mir für 60.000 Euro die gesamte Software und Datenbankumgebung plattform-unabhängig umstricken ?
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17.02.2011 23:00 Uhr von dinexr
 
+1 | -0
 
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Pro offene Standards: Ich will den Mitarbeitern des Amts nicht auf den Schlips treten, ich kann aber auch von hier aus kaum beurteilen, inwiefern das überhaupt stimmt, was die Probleme da angeht.

Vlt. weiß jemand, welche Software die genau benutzen?

Aber McKinseys Empfehlung offene Standards "härter" durchzusetzen kann ich nur unterschreiben (wenn auch aus anderen Gründen). McKinsey argumentiert mit geringeren Kosten, was sicherlich richtig ist (gerade die werdens ja wohl wissen).
Ich hingegen halte es für notwenig auf offene Standards zu setzen, weil man nur so Unabhängigkeit schaffen kann.
Dafür ist MS Office ja ein perfektes Beispiel : Während das neuste MS Office (afaik) keine Probleme hat, Dokumente mit offenen Standards zu lesen, haben andere Office Varianten (ältere MS Office Versionen eingeschlossen) doch arge Probleme damit, die aktuellen MS Formate zu lesen. Man kann sagen, MS Software ist nicht mal in sich konsistent.
Wer wegen solcher Geschichten auf MS Software angewiesen ist, der tut mir wirklich leid. Wer das aber noch gut heißt, der hat nicht mehr alle Latten am Zaun - das würde ja in etwa einem Freudensprung über Selbstversklavung gleichkommen.

@SN_Spitfire
Soweit ich weiß führt man Diskussion und Argumentation mit je zwei Seiten, Pro und Contra. Dementsprechend gibt es auch (min.) zwei Parteien. Eine Debatte mit nur einer Partei zu führen macht in etwa so viel Sinn wie eine Demokratie, in der nur eine Partei zugelassen ist. Wie clever ist wohl also, als Contra-Partei die Pro-Argumente abzulehnen weil sie von der Pro-Partei kommen?

Vlt. kannst du das irgendwann selber beantworten, immerhin gibt es da diverse Instanzen unseres Schulsystems, wo man sowas lernt :)
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03.03.2011 21:05 Uhr von CHR.BEST
 
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Also dank des Emulators Wine kann man viele Windows-Programme (und zwar nicht nur Spiele) auch unter Linux laufen lassen - wohlgemerkt alles kostenlos (bis auf die Windows-Software natürlich).

Ich war selber lange Zeit ein "Windowianer", bis mir mal jemand die Funktionsweise von Linux ordentlich und verständlich erklärt hatte.
Und selbst dann war es erst Liebe auf dem zweiten Blick ... ein alter Baum läßt sich halt nicht gerne verpflanzen ;-)

Aber seit einiger Zeit bin ich überzeugter "Linuxianer".
Ich möchte allerdings nicht sagen, dass Windows deswegen total schlecht wäre. Auch Windows hat seine Vorzüge.
Allerdings kostet halt Windows eine Stange Geld, man darf es nicht kopieren, muss sich registrieren lassen usw.

All das gibt es bei Linux nicht.
Häufig kann freie und kostenlose Software sogar deutlich mehr, als "Kaufware". Und für das, was die Ämter häufig machen (z. B. Formulare verwalten) muss man weder ein Windows- noch ein Linux-Spezialist sein.
Die meisten Formulare sind sowieso meistens im PDF-Format verspeichert und damit hat Linux überhaupt kein Problem.

OpenOffice kann sogar recht gut die DOC-Dateien von Word importieren und kostet keinen Heller.
Man muss aber mal klar festhalten, dass DOC von Anfang an bewußt als plattformabhängiges Dokumentenformat konzipiert ist. Daher wären die Ämter gut beraten, generell vom DOC-Format wegzukommen und z. B. auf das OpenOffice-Format ODT zu setzten, zumal es OpenOffice für alle (bekannten) Plattformen gibt (Linux, Windows und Mac).
Eine ODT-Datei läßt sich also direkt überall einlesen während bei DOC immer rumkonvertiert werden muss, was früher oder später zwangsläufig zu Formatierungsproblemen/-fehlern führen muss, zumal Microsoft sich (aus Profitgründen) auch ganz gerne über den exakten Aufbau seiner Dateiformate und Programme ausschweigt.

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