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Pflegeheim in Neuss: Nach zehn Jahren wird Putzfrau wegen Kopftuch entlassen

Zehn Jahre lang arbeitete eine Frau im Neusser Johannes von Gott Pflegeheim als Putzfrau. Aus religiösen Gründen trug sie ein Kopftuch.

Plötzlich wurde sie Ende des letzten Jahres entlassen. Die Frau sagte: "Da flatterte mir plötzlich die Kündigung ins Haus. Zuvor hatte die Vorarbeiterin mich gefragt, ob ich bei der Arbeit mein Kopftuch ablegen würde."

Ein Gütetermin beim Arbeitsgericht Mönchengladbach scheiterte. Im Februar soll dieser Fall nun vor Gericht verhandelt werden.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Entlassung, Kopftuch, Neuss, Putzfrau, Pflegeheim
Quelle: www.bild.de
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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.02.2011 08:13 Uhr von da_andy
 
+26 | -54
 
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16.02.2011 08:17 Uhr von aczidburn
 
+66 | -4
 
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@da_andy: Im Prinzip hast du ja Recht, aber warum fällt denen erst nach 10 Jahren ein, das sie keine Putzfrau mit Kopftuch haben möchten?
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16.02.2011 08:24 Uhr von mrdeluxx
 
+37 | -12
 
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wo liegt das problem wenn jemand ein Kopftuch oder sontwas tragen möchte? Ich meine solange die Arbeit ordnungsgemäß verrichtet wird, kann das doch egal sein. Abgesehen von der Religionsfreiheit
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16.02.2011 08:37 Uhr von CoffeMaker
 
+21 | -15
 
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"wo liegt das problem wenn jemand ein Kopftuch oder sontwas tragen möchte? Ich meine solange die Arbeit ordnungsgemäß verrichtet wird, kann das doch egal sein. Abgesehen von der Religionsfreiheit "

Na es sollte schon darauf geachtet werden wo man was trägt. In öffentlichen Einrichtungen sollte dies vermieden werden da diese als neutral zu betrachten sind. Das ist nun mal notwendig wenn man viele Religionen und Ethnien auf engen Raum bedienen will.

Die Religionsfreiheit auf die da immer gepocht wird wird in keinster weise mißachtet weil Religion gehört in die Freizeit und nicht in die Arbeitszeit und in der Freizeit schreibt dir keiner vor wann du wann wo zu beten oder aufm Kopf zu tragen hast.
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16.02.2011 08:48 Uhr von CoffeMaker
 
+9 | -19
 
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16.02.2011 08:52 Uhr von Hatuja
 
+18 | -1
 
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Einziger Grund? Wenn es ein katholisches Krankenhaus ist, dürfen die sogar sagen, dass sie nur angestellte dieser Religion einstellen. Ein Wechsel der Glaubensrichtung ist dann sogar ein Kündigungsgrund! Klingt komisch, ist aber so :-) (mit Rechtsgrundlage!).

Das denen das aber erst nach 10 Jahren auffällt, halte ich dann aber doch für komisch.
Ist es nicht sogar so, dass wenn der Arbeitgeber einen bestimmten zustand (zu spät kommen oder halt Kopftuch tragen) über längere Zeit duldet, es dann kein Grund mehr zur Abmahnung und dann zu Kündigung ist?
vielleicht ist da noch mehr vorgefallen, was nicht an die Öffentlichkeit gekommen ist und das Kopftuch jetzt nur der vorgehaltene Grund ist.
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16.02.2011 08:52 Uhr von ulkibaeri
 
+9 | -6
 
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Hmm... schlechte News: Da steht doch nirgends, dass sie wegen dem Kopftuch gekündigt wurde.
Da steht nur, dass sie ihre Vorarbeiterin mal gefragt hat, ob sie das Kopftuch immer trägt.

Wahrscheinlicher für eine Kündigung sind ganz andere Gründe. Vielleicht Unzuverlässigkeit, schlechte Arbeitsleistung, häufige Krankheiten. Wer weiß das schon.
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16.02.2011 08:57 Uhr von Nebelfrost
 
+9 | -10
 
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an alle, die sich hier wieder künstlich über angebliche islamfeindlichkeit aufregen: in diversen ländern werden christen und ungläubige für ihren glauben oder wahlweise ihren nichtglauben von moslems gesteinigt. hierzulande werden muslime wegen ihres glaubens vom arbeitgeber entlassen. was von beidem ist wohl schlimmer und wer muss hier wohl eher was über toleranz lernen, bevor er diese von anderen auch verlangen darf?

ich denke die sachlage ist eindeutig und unmissverständlich!
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16.02.2011 09:18 Uhr von smart1985
 
+7 | -5
 
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Naja Meiner Meinung nach sollte der Arbeitgeber schon Entscheiden dürfen wie der Arbeitnehmer gekleidet ist.

Immerhin zahlt er dafür Geld und es steht jedem frei nach einer veränderrung zu gehen.
Natürlich verstehe ich die Frau immerhin nach 10 ganzen Jahren aber wenn Sie doch darauf hingewiesen worden ist es abzulegen während der arbeit dann ist das eben SO.

Ich darf auch nicht mir nacktem Oberkörper zur Arbeit gehen oder mit einem Rosa Irokesen Haarschnitt.

Ob Kopftuch oder nicht die Kündigung ist zwar hart aber gerecht fertigt.
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16.02.2011 09:26 Uhr von Blackhart12
 
+4 | -3
 
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also: ich versteh auch net warum denen erst nach 10 Jahren einfällt das sie niemanden mit Kopftuch haben wollen. Finde das nicht in Ordnung. Jahrelang dulden und dann plötzlich auf blöd machen
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16.02.2011 09:58 Uhr von Vargavinter
 
+4 | -4
 
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Naja: Mal im ernst, wenn ich 10 jahre lang zur Arbeit in Turnschuhen erscheine und mein Arbeitgeber mir dann sagt, bitte von nun an keine Turnschuhe mehr anziehen, dann frag ich mich zwar auch wieso, nach all den Jahren, aber da es sich um ein simples Kleidungsstück handelt und ich mich meinem Arbeitsumfeld anzupassen habe, mache ich da keinen Hehl draus. Hier wird einem wieder suggeriert, wie böse böse doch die christlichen Deutschen gegen alles muslimische sind. Wie hier auch einige andere schon geschrieben haben: Man weiß nicht, was sonst noch vorgefallen ist, aber warum auch? Allein die Tatsache, dass es sich um ein Kopftuch handelt, ist doch genug anlass, dass die Medien und Politiker sich wieder über derart wichtige Dinge zanken und profilieren können, statt sich um unwichtigere Dinge, wie unseren Staatshaushalt, Bildung usw zu kümmern...

*Achtung letzterer Teil enthält Ironie
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16.02.2011 10:02 Uhr von Nebelfrost
 
+5 | -7
 
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@benjaminx: japp. diese leute leben hier in einem fremden land mit einer anderen kultur. an diese haben sie sich gefälligst anzupassen. was sie daheim in ihren eigenen vier wänden treiben, kann uns egal sein, aber in der öffentlichkeit, haben sie sich zu integrieren oder sich zumindest neutral verhalten. und nein, sie haben keine ansprüche auf irgendwelche sachen, denn die hätten wir bei denen da unten auch nicht. erst recht haben sie diese ansprüche nicht, wenn das bedeutet, dass dabei unsere eigenen leute in mitleidenschaft gezogen werden.

und wollen sie heute das eine und wie geben diesem statt, dann wollen sie morgen das andere. reichen wir ihnen heute den kleinen finger, wollen sie morgen die ganze hand und übermorgen reißen sie uns den arm aus. hier muss einfach klar "nein" gesagt werden. fertig.

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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16.02.2011 10:10 Uhr von Mario1985
 
+4 | -4
 
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Das Kopftuch oder auch die Burka: als solche sind keineswegs Ausdruck der religiösen Zugehörigkeit. Denn in keiner Bibel/Koran steht geschrieben, dass Frauen sich mit Kopftüchern zu bedecken haben. Das Kopftuch oder auch die Burka sind im Prinzip nur Ausdruck der weiblichen Unterwerfung....
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16.02.2011 10:26 Uhr von Reddevil1212
 
+3 | -5
 
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lol
es muss drauf geachtet werden, wo man wie rumläuft hahaah
geil.
wenn ich das hier rigendwo so lesen musste.

Hast schon mal gesehen, wann Putzfrauen an ner schule putzen?
Meisten erst ab16 oder 18 uhr.
also dann, wenn die meisten schüler,lehrer und ertern schon lang daheim sind.
und ich denk, dass man in Deutschland schon seit veilen jahren frauen in kopftüchern sieht und man wohl nicht abgescreckt mehr ist, wenn man eine Putzfrau mit Kopftuch seiht.
Von daher ist so ne kündigung aufjedenflal scheisse und vorallem, dann häts dem Arbeitgeber ja schon vor 10 jahren auffallen können
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16.02.2011 10:56 Uhr von LoneZealot
 
+5 | -7
 
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@mrdeluxx: "wo liegt das problem wenn jemand ein Kopftuch oder sontwas tragen möchte? "

Deutsche haben Angst vor allem Fremden und reagieren direkt mit Ablehnung, da liegt das Problem.

Das Kopftuch signalisiert "Du bist fremd, Du bist anders!" und schon wird geblockt und abgewehrt.

Es werden dann diverse Gründe vorgeschoben die das rechtfertigen sollen, aber die erweisen sich schnell als unhaltbar.

"Ich meine solange die Arbeit ordnungsgemäß verrichtet wird, kann das doch egal sein."

Richtig, aber dazu müsste man sich zumidest gedanklich mit der Person auseinandersetzen und das wollen und können nunmal viele nicht. Es wird nur das Kopftuch gesehen und nicht die Person.

Vorgeschobener Grund ist dann die Integration. Es soll gleichgemacht und gleichgeschaltet werden damit man ja nicht mit etwas Fremden konfrontiert wird.

Fremd sind in dem Fall nicht nur erkennbare Ausländer, Nein, als fremd können selbst Behinderte auffallen.
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16.02.2011 11:03 Uhr von BadBorgBarclay
 
+2 | -4
 
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Nunja: dazu kann man nur hinzufügen, das die meisten Firmen und Organisationen eine Hausordnung haben, die man befolgen muss. Der Arbeitgeber hat das Recht diese bei Bedarf (zum Bsp. nach Kundenbeschwerden) zu Verändern, allerdings muss er dies seinen Angestellten mitteilen und ihnen die Zeit geben sich an die neue Regelung anzupassen.

Der besagten Frau hat man ja gesagt das sie das Kopftuch nicht mehr tragen darf und ihr die Wahl gelassen "Kopftuch oder die Arbeitsstelle". Offensichtlich hat die Frau sich für das Kopftuch entschieden.
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16.02.2011 11:25 Uhr von HubuMubu
 
+7 | -1
 
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Man hat der Frau eben nicht die wahl gelassen. Sie wurde gefragt ob sie es abnehmen würde. Da steht nirgendwo das ihr mit dem verlust ihrer Stelle gedroht wurde.

Ich finds okay wenn man bei Kundenkontakt kein Kopftuch oder dar eine burka tragen darf. Aber ich bitte euch, als Putzfrau??

Ich hab lange in nem Pflegeheim gearbeitet und die alten Leute interessiert es einen scheiß wer die bude putzt. Es wird sich vielmehr über gefärbte haare oder zuwenig kleidung beschwert. Aber wegen sowas wird keiner gefeuert.

Als putzfrau ist es dein job sauber zu machen man hat keinerlei einfluß auf andere Menschen. Man ist kein Pfleger, Arzt oder Pädogoge.

Sollte sie wirklich wegen dem Kopftuch eine Kündigung bekommen haben ist das unter aller Sau und es ist zu vermuten das sich irgendwer in der Verwaltung von der Anti-Moslem Stimmung hat mitreissen lassen.

Warum wird überhaupt um so ein stück stoff so ein aufhebens gemacht?
Die Baptisten tragen Kopftuch, die orthodoxen Juden und Katholiken ebenso. Es ist kein Religioses Gebot aber es wird schon ewig so gemacht.
Es tut niemandem weh und hat nix mit unterdrückung zu tun. Also: WHO CARES? Wenn jemand das tragen will soll er doch.
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16.02.2011 14:14 Uhr von Nathan.der.Weise
 
+5 | -2
 
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Kopftuchdiskussion Ich verstehe überhaupt nicht warum irgendwelche Leute immer aus so was nebensächlichen wie einem Kopftuch ein Politikum machen müssen. Die latent Fremdenfeindlichen sagen: "Ööh, das Kopftuch gehört nicht in unseren Kulturkreis." und die latent Fremdenfeindlichen Gutmenschen sagen: "Ääh, das Kopftuch steht für die Unterdrückung der Frau." Bei einer Burka verstehe ich es noch, wenn man sie bei gewissen Anlässen oder Tätigkeiten als unpassend ansieht, man will ja schließlich sehen, wem man gegenübersteht und ich lauf auch nicht mit Sturmhaube in der Fußgängerzone rum.
Aber ob jetzt jemand ein Kopftuch, eine Mütze, einen Zylinder oder eine Glatze auf dem Kopf hat ist doch mal so was von unglaublich egal!
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16.02.2011 14:21 Uhr von Cansan
 
+1 | -5
 
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Wo ist Mensch. Hoffentlich werden alle die sich freuen und ihre nächsten 7. Generation an den Wörtern messen lassen die Sie heute von sich gegeben haben.
Es ist nur noch eklig geworden um die Menschen.
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16.02.2011 15:00 Uhr von Keltruzad1956
 
+6 | -2
 
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Soll sie klagen: Nach 10 Jahren könnte man auf Gewohnheitsrecht plädieren.
Wird es 10 jahre toleriert, kann der Arbeitgeber nicht mir nichts dir nix ne Kleiderordnung machen.

Wäre der arbeitgeber schlau, würd er einfach Arbeitskleidung stellen mitner Mütze oder weiß der Geier.

Hat die Dame immer noch ihre halbwegsreligiöse Kopfbedeckung und der Arbeitgeber sieht seine religiöse Integrität nicht untergraben.
Wobei ich denke, dass dieser Fall hier nur als Trittbrett genutzt, höchstwahrscheinlich wird die Putzfrau gekündigt, um einen externen Dienstleister zu engagieren.
Ist mittlerweile gang und gäbe, Arbeitnehmer aus den nichtigsten GRünden (wie zb. Stromdiebstahl oder Wasser trinken aus dem Wasserhahn-->Diebstahl) zu kündigen.

da müssen nicht immer islamfeindliche Tendenzen hinterstecken!
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22.03.2011 22:55 Uhr von Schwertträger
 
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@Lonezealot: >Es soll gleichgemacht und gleichgeschaltet werden damit man ja nicht mit etwas Fremden konfrontiert wird.<

Mal so als Frage:
Ist das wirklich so grundverkehrt?


Normalerweise ist das doch schon das Grundbestreben des Menschen, sich erstmal so weit wie möglich anzugleichen, um nicht negativ aufzufallen.
Wenn ein Mensch auffallen möchte, dann doch positiv.
Bei Menschen, die auf Biegen und Brechen mit Negativem auffallen, ist das in höchstem Prozentsatz eine vorübergehende oder dauerhafte psychische Störung.

Religiösität, die sich einer Gesellschaft, die auf der Straße nicht religiös ist, nicht anpassen kann, führt nun einmal zu Ängsten, weil sie auf eine sture Sichtweise der Religion hinweist, die auch Fantikern zu eigen ist. Je dogmatischer also ein Gläubiger seine Religion auch im öffentlichen Raum vertritt, desto größer ist die gefahr, dass es sich um einen Fanatiker handelt, der letztlich auch die Gesellschaft in Gefahr bringt. Das gilt für den Katholiken gleichermaßen wie für den Moslem. Also ist es logisch, dass Zeichen des Bekenntnisses zum humanistischen Rechtsstaat gefordert werden.
Und wenn dann jemandem Bekenntnisse zu einem Gott wichtiger sind, gut, dann muss er woanders hingehen, wo das nicht störend ist.

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