15.02.11 12:40 Uhr
 644
 

Aufnahme von Livestreams aus Onlineradios via Flatster ist legal

Das Landgericht Berlin hat die Klage eines Rechteinhabers gegen die Musikfindemaschine Flatster abgewiesen. Der Kläger war der Ansicht, dass der Dienst das Urheberrecht verletzt. Er forderte daher Unterlassung und Schadenersatz.

Das sahen die Richter anders: Bei dem Dienst laden Nutzer eine Software auf ihren Rechner. Diese hilft ihnen, in Onlineradios gewünschte Musikstücke zu finden. Bei einem Treffer wird automatisch eine Verbindung zwischen dem Radio und dem Rechner des Nutzers aufgebaut.

Allerdings ist für eine Aufnahme eine Interaktion des Nutzers notwendig. Das war für die Berliner Richter der entscheidende Punkt. Schließlich sei eine Kopie für private Zwecke grundsätzlich erlaubt. Erstellt diese der Nutzer, ist der Diensteanbieter - in diesem Fall Flatster - nicht verantwortlich.


WebReporter: sglietz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Klage, Radio, Aufnahme, Livestream
Quelle: www.zdnet.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

US-Telekomaufsicht FCC hat Gleichbehandlung von Daten im Netz abgeschafft
Bandenkrieg: Anklage gegen führende Mitglieder der "Osmanen Germania"
Spanien: Bei Festnahme von Mörder "Igor, dem Russen" kommt es zu drei Toten

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
15.02.2011 13:12 Uhr von snowdust
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Legitimierendes Urteil auch für andere Anbieter ? Softwareanbieter mit ihren Produkten, wie Phonostar, Radiotracker, Screamer Radio, Stationripper, WinAmp usw., bei denen man Songs gezielt, selektiv oder rein auf Zufall per Internetradios mitschneiden kann, werden auch aufhorchen.
Kommentar ansehen
15.02.2011 13:42 Uhr von dj-corny
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@snowdust: Bei den von dir aufgezählten Playern bzw Recordern gab es eh keine Legalitäts-Debatte, da diese grundsätzlich eine Interaktion des Nutzers erfordern und das mitschneiden von Radiostreams schon vor einigen Jahren von verschiedenen Gerichten als legal bewertet wurde.

In diesem speziellen Fall ging es darum, ob Flaster automatisch (also ohne zutun des Nutzers) die Streams mitschneidet und speichert... Wäre dies der Fall gewesen, würde es sich tatsächlich um eine Urheberrechtsverletzung handeln... Dem ist aber nicht so, also alles in Butter
Kommentar ansehen
15.02.2011 15:08 Uhr von EvilMoe523
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mit welchem Argument, sollte man das Aufnehmen von Musik auch verbieten, was schon seit dem Aufnehmen der Songs aus dem Radio auf Kassette legal war.

Aus wirtschaftlicher Sicht (wohlgemerkt) fände ich das Kopieren der Mp3 von Seiten wie YouTube viel fraglicher. Als Endnutzer begrüße ich es natürlich :)

Refresh |<-- <-   1-3/3   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

2.545 Lichtjahre von der Erde entfernt - Sternensystem mit 8 Planeten gefunden
Studie: Heißer Tee soll grünem Star im Auge vorbeugen
283.150 Euro von EU an schiitischen Dachverband für "Extremismusprävention"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?