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Karlsruhe: Umweltschützer blockieren Castortransport

Am Dienstagmorgen haben etwa 35 Atomkraftgegner Bahngleise bei der Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe blockiert, um den 800 Kilometer langen Castortransport von Karlsruhe nach Lubmin zu verzögern.

Elf der Demonstranten ketteten sich an die Tore der Anlage und wurden anschließend von der Polizei in Gewahrsam genommen. Weitere Demonstranten ketteten sich an die Schienen vor der Anlage.

Doch Greenpeace will noch weitergehen und einen Container auf die Strecke setzen, welcher eine ausfahrbare Plattform besitzt. Hauptstreitpunkt ist der Transport von 56 Tonnen radioaktivem Abfall aus der seit zwei Jahrzehnten stillgelegten Wiederaufbereitungsanlage.


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WebReporter: Marius2007
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Karlsruhe, Umweltschützer, Atomkraftgegner, Castortransport
Quelle: www.abendblatt.de

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15.02.2011 11:53 Uhr von Earaendil
 
+2 | -3
 
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Nejmen wir mal an,der Transport kommt zum Stillstand.....und dann?
Ich frag mich was solche Aktionen bringen sollen.Irgentwo hin muss der Müll doch..und es macht garkeinen großen Unterschied , ob nun hier,dort oder dadrüben.
auch hier fehlt mir wieder ein Gegenkonzept oder Alternativen.
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15.02.2011 12:07 Uhr von quade34
 
+0 | -4
 
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wo soll bei der: ideologisch verordneten Dummheit bei diesen Leuten eine Alternative herkommen?
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15.02.2011 14:44 Uhr von usambara
 
+1 | -2
 
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die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe ein Flop die den Steuerzahler fast 3 Milliarden Euro kostet.
Sie diente als Pilotanlage für eine WAA in Wackersdorf.
Nun werden 60.000 Liter plutoniumverseuchte Salpetersäure
durch das Land gefahren, bis es ein Endlager für hochradioaktiven Müll findet.
Ärgerlich für die Steuerzahler: Lediglich 832 Millionen Euro der Kosten muss die Energiewirtschaft tragen, obwohl rund 70 Prozent der Strahlung der Hinterlassenschaft durch Atomkraftwerke verursacht wurden.
So sorglos die Verantwortlichen mit Steuergeldern umgingen, so unbekümmert war in Karlsruhe auch der Umgang mit radioaktiven Stoffen. Vor allem in den siebziger Jahren kam es zu etlichen Zwischenfällen, wie alte Unterlagen belegen. Mal landeten atomare Stoffe im Hausmüll, mal sickerte verstrahltes Abwasser ins Erdreich, weil Rohre über Monate hinweg unbemerkt leckten. Alleine 16 mal musste 1974 Mitarbeiter Brände in der Anlage löschen, mindestens einmal zog dabei auch eine strahlende Rauchwolke über das Gelände.
Aus heutiger Sicht auch kurios ist ein Vorgang aus dem Jahre 1975: Bei einem Transport Plutonium über den Hof habe sich das "Klebeband, das um den Deckel des Abschirmbehälters geklebt war", gelöst, heißt es in einem Vermerk. Deshalb habe "radioaktive Flüssigkeit" auslaufen können. 1974 rief die Pannenserie gar den damalige Bundesinnenminister Werner Maihofer auf den Plan. Die "Häufigkeit der Vorkommnisse" lasse auf "systematische Schwierigkeiten in der Anlage schließen", stellt er in einem Brief an den Bundestag mit. Die Fehler lägen unter anderem daran, dass die Anlage zu wenig Platz habe, um radioaktiven Müll zu lagern. Offenbar lief der Abtransport der Fässer ins Atommülllager Asse nicht so schnell wie geplant.
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15.02.2011 16:12 Uhr von cav3man
 
+1 | -1
 
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Earaendil: "und es macht garkeinen großen Unterschied , ob nun hier,dort oder dadrüben."
Exakt.. da kann man den Müll auch da lassen wo er ist, anstann ihn ständig umherzuschiffen und doch kein Endlager zu finden.

"auch hier fehlt mir wieder ein Gegenkonzept oder Alternativen."
Es gibt genug alternative Konzepte... aber die Konzepte von Umweltschutzorganisationen werden ja kategorisch abgelehnt... scheinbar von Leuten wie dir ;)
z.B. Verglasen und Betonieren des Mülls direkt am AKW ohne Transporte. Das ist die bislang sicherste Lösung für das Problem.
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15.02.2011 17:27 Uhr von Daniela1985
 
+0 | -1
 
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Radioaktive Atomsuppe auf S-Bahn-Gleisen!!! Radioaktive Atomsuppe (56 Tonnen) auf Strassen-Bahn-Gleisen mitten durch Karlsruhe:

http://www.ka-news.de/...


Was die Proteste angeht und viele einfach nicht verstehen:

Es geht darum zu zeigen das die meisten Menschen keine Atomkraft mehr wollen wegen den unabsehbaren Risiken für Millionen von Jahren!

Also Flage zeigen damit die Politiker endlich mal sehen das man mit uns nicht alles machen kann! Viele Proteste in der Geschichte der Menschheit haben gezeigt man kann etwas bewegen. Und manchmal sogar ohne Gewalt!

Und bei der aktuellen Atompolitik geht es ja gerade so weiter, da kann man schonmal Hass bekommen :(

Wir Deutschen produzieren eh schon mehr Strom als wir verbrauchen, so dass der Überschuss sogar an der Strombörse verkauft wird.

Die Politiker handeln halt nach dem Motto: ...nach uns die Sinnflut! Hauptsache die Kasse stimmt!


PS. Ich glaube 10% der Sahara mit Solarzellen bestückt würden ausreichen um den gesamten Strombedarf der Welt zu decken. Hat nur einen Nachteil -> Das kostet Geld...


Und schon gibt es die ersten Verhafteten:

http://www.ka-news.de/...


Ironie -Sarkasmus \on

Augenzeugenberichten zufolge besitzen alle Demonstanten noch ihr Augenlicht ;)

Ironie -Sarkasmus \off

[ nachträglich editiert von Daniela1985 ]

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