14.02.11 21:41 Uhr
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Ungewöhnlicher Überlebensmechanismus bei marinem Einzeller entdeckt

Der im Meer lebende Einzeller "Oxyrrhis marina" gehört zu den so genannten Dinoflagellaten, die einen Teil des marinen Planktons bilden. Er lebt räuberisch, das heißt, er attackiert und frisst andere einzellige Organismen. Dabei kann er auch auf sehr ungewöhnliche Überlebensmechanismen zurückgreifen.

Ein Team um Patrick Keeling von der Universität von British Columbia hat einen dieser Mechanismen näher untersucht: Oxyrrhis marina benutzte ein Gen seiner Beute anschließend zu seinem Vorteil. Es handelte sich um ein Gen, welches ein Protein namens "Rhodopsin" produziert. Rhodopsin ist ein Fotorezeptor.

Mit Hilfe des Rhodopsins ist der Einzeller in der Lage, Licht in Energie umzuwandeln, die er nach Meinung der Forscher auch zur Verdauung seiner Opfer verwendet. Wenn Oxyrrhis marina keine andere geeignete Beute findet, greift er auch seine eigene Art an und wird zum mikroskopischen Kannibalen.


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WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Gen, Protein, Überleben, Plankton
Quelle: astropage.eu

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.02.2011 21:41 Uhr von alphanova
 
+5 | -1
 
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Erstaunlich, was für Mechanismen sich die Natur im Laufe der Jahrmillionen ausgedacht hat. Was die Effizienz angeht, ist dieser kleine Einzeller sogar den großen Meeresräubern ebenbürtig.
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14.02.2011 21:52 Uhr von Nashira
 
+2 | -1
 
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sorry: für den völlig unsinnigen kommentar, aber ich hab die ganze zeit überlegt, an was mich das tierchen erinnert, jetzt weiß ich es:

http://upload.wikimedia.org/...

XD
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14.02.2011 22:45 Uhr von Getschi2.0
 
+5 | -0
 
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Rhodopsin: ist übrigens der Fotorezeptor, der uns durch seinen Zerfall das sehen ermöglicht ;-)

Hier dürfte es sich wohl um ein anderes Rhodopsin handeln, welches wahrscheinlich stabil ist.

Der Mechanismus der Energieerzeugung ist dabei eigentlich relativ simpel: Kommt ein Photon mit der passenden Wellenlänge, wird ein Proton durch die Membran gepumpt. Dadurch ändert sich die Protonenkonzentration, so dass es ein Ungleichgewicht gibt, dass sich gerne wieder ausgleichen würde. Und dazu gibt es dann andere Proteine, die ebenfalls in der Zellmembran sitzen und nur darauf warten, dass so ein Proton wieder zurückkommt, um ihm dann die Energie abzuzwacken. Die ATP Synthase wäre so ein Beispiel.
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14.02.2011 23:46 Uhr von K.T.M.
 
+2 | -0
 
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@Getschi: "Hier dürfte es sich wohl um ein anderes Rhodopsin handeln, welches wahrscheinlich stabil ist."

Es müsste sich um das Bacteriorhodopsin aus Halobakterien handelt.

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