11.02.11 12:01 Uhr
 2.463
 

World Press Photo 2010: Bild von verstümmelter Afghanin gewinnt

Jodi Bieber hat mit seinem Photo einer verstümmelten Afghanin den World Press Photo Award 2010 gewonnen. Der Preis gilt als der "Oscar" der Branche.

Die südafrikanische Fotografin hatte letztes Jahr mit dem erschütternden Foto für viel Presse-Echo gesorgt.

Den World Press Photo Award gibt es in neun Kategorien und wurde nun bereits zum 54. Mal verliehen. Die Afghanin auf dem Bild lebt inzwischen in den USA und konnte sich kosmetisch operieren lassen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Fotografie, Afghane, Verstümmelung, World Press Photo Award
Quelle: www.spiegel.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
11.02.2011 12:12 Uhr von Earaendil
 
+8 | -20
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
11.02.2011 12:20 Uhr von Saftkopp
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Trotzdem sehr gutes Foto.
Kommentar ansehen
11.02.2011 12:54 Uhr von TorbenG.
 
+22 | -0
 
ANZEIGEN
@Earaendil: Wieso ist das abartig wenn man zeigt, was der Wahrheit entspricht?

Ausserdem gibt es gerade für solche Aufnahmen oft den Pulitzer-Preis, also ist es nichts neues.
Bist sicherlich einer von den Leuten die immer wegsehen und in einer schönen, heilen Welt leben.
Kommentar ansehen
11.02.2011 13:12 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
@Earaendil: Einesteils hast Du Recht, dass die Presse gerade mit solchen verstörenden Bildern hohe Auflagen erzielt und somit moralisch unter der Lupe steht.

Aber andererseits sind es die Leser, also wir alle, die es erst möglich machen, mit Opferfotos Geld zu verdienen. Fotos von glücklich lächelnden Normalo-Familien will keiner sehen. Und auch das ist eine natürliche Eigenschaft des Menschen, die sich absolut logisch aus seiner psychischen Veranlagung ergibt.
(Übrigens um so mehr, je weniger er selbst von Unheil bedroht ist. Es ist also eine Art Wachsamkeitsmechanismus).

Zweitens andererseits werden durch solche aussagen- und auflagenstarke Fotos oft Missstände public und kommen auch ins Rampenlicht, so dass sie etwas später abgestellt oder zumindest stark verbessert werden.

Und drittens andererseits haben solche Fotos -- ob man es nun will oder nicht -- einen künstlerischen Aspekt. Und genau der wird bei dem Photo Award berücksichtigt. Man könnte fast sagen, unabhängig vom Motiv.
Du würdest ja auch niemals sagen, dass Picassos "Guernica" keine Kunst ist, trotzdem sie eine Kriegsszene darstellt. Es ist also schon immer so gewesen, dass bildliche Darstellungen auch Leid und nicht nur Schönes abbilden. Das ist bei Fotos nicht anders.


Deine Abscheu kommt also schön aus dem Bauch, wird aber nicht durch einen regelnden und korrektiven Intellekt ergänzt. Das wäre aber wichtig.
Kommentar ansehen
11.02.2011 13:57 Uhr von denksport
 
+1 | -8
 
ANZEIGEN
ist das nicht beleidigend für den Islam? Ich meine, das ist doch voll das Propagndafoto, nur um gegen den Islam zu hetzen.
Kommentar ansehen
11.02.2011 14:39 Uhr von farm666