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Erben von Hyatt-Gründer haben im Streit das gesamte Firmen-Imperium zerschlagen

Als Jay Pritzker 1957 am Flughafen von Los Angeles sah, dass dort ein nahegelegenes Hotel zum Verkauf stand, schrieb er auf eine Papierserviette die Kaufsumme von 2,2 Millionen US-Dollar und unterbreitete dem Eigentümer sein Angebot. Damit wurde der Grundstein für ein Milliarden-Imperium gelegt.

Pritzker baute noch viele Firmen auf, bis er 1999 schließlich starb. Am Grab waren die 52 Erben des Clans noch einträchtig. Mit der Zeit zerstritten sie sich aber so, dass Pritzkers großes Imperium fast komplett verkauft und abgewickelt ist. 15 Milliarden US-Dollar war das Erbe schwer.

2001 zerfiel die Superior Bank wegen Missmanagements, 2006 verkauften die Erben die Tabakfirma Conwood, 2008 dann den Industriekonzern Marmon. Ein Jahr später trennte man sich vom Kernstück des Erbes, der Hyatt-Hotel-Gruppe, über die Börse. Nun soll auch die Containerfirma Triton verkauft werden.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Streit, Gründer, Imperium, Zerschlagung
Quelle: www.ftd.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.02.2011 23:30 Uhr von no_trespassing
 
+16 | -3
 
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Der Gründer hätte besser das gemacht, was Piech jetzt vorhat: Eine Stiftung gründen, der dann ein Kuratorium vorsteht, das darauf achtet, dass das Vermögen als Ganzes erhalten bleibt.

Die Erben haben oft gar keinen Unternehmergeist, weil sie nicht wie die Gründer lernten, Dreck zu fressen und sich hochzukämpfen. Die Millionärssprösslinge, die es mal besser haben sollen, mussten oft nie wie die Gründer arbeiten und deswegen gelingt es ihnen oft nicht das Erbe zu mehren und auch nur zu bewahren.
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10.02.2011 23:57 Uhr von Gorli
 
+2 | -0
 
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Tja, ich weis jetzt nicht genau, ob ich das schade oder egal finden soll. Im Grunde geht es doch nur um das Andenken an einen herrausragenden Geschäftsmann, und Jay Pritzker hatte damit ersichtlich ein erfülltes Leben und vielen Menschen eine Arbeit und eine Existenz gegeben.

Ob seine Nachfolger jetzt zu unfähig sind, den Laden zu schmeissen, kann man ihnen eigentlich fast nicht zur Last legen. Nicht jedem liegt eine Unternehmensleitung diesen Ausmaßes und schlussendlich haben sie mit dem Geld auch überhaupt keinen Bedarf daran.

Was ich jedoch zu verurteilen fände wäre, wenn die Firmenteile an den meistbietenden Kapitlisten verhökert werden und die Arbeitsplätze damit Gefahr laufen vernichtet zu werden. Aber gut, es ist Amerika...
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11.02.2011 00:01 Uhr von DerNik
 
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3 Generationen Regel: Meist baut die 1. Generation etwas auf, die 2. Generation lebt davon und die 3. Generation zerstört das Ganze wieder. Selten überdauert es mehr als 3 Generationen.
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11.02.2011 02:27 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -3
 
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Ist doch nur positiv! Würden diese gigantischen Firmenkomplexe erhalten bleiben und von den Erben noch vergrössert werden, entstünden irgendwann unbeherrschabre Moloche.

So zerfällt das ganze wieder und jemand anderer hat die Chance groß zu werden. Es gibt Veränderung. Und das ist gut.
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11.02.2011 14:24 Uhr von Schwertträger
 
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@Funk-a-Tronic: Es ging schon vorher bergab: Die Sanierung der Ostgebiete ohne esamteuropäisches Anschlusskonzept hat nur gezeigt, dass unsere Wirtschaft schon vorher nicht mehr so rund lief, um so ein großes Projekt ohne Straucheln zu stemmen.
Aber im Großen und Ganzen haben wir es gestemmt und dafür ernten wir auch heute noch internationale Anerkennung.


Übrigens: Auch wenn ich als Wohlstandskind aufgewachsen bin, macht mir Teilen nicht so viel aus (zumal wir ja gar nicht wirklich teilen -- zumindest nicht in gleiche Teile).

Und Du stehst Du auf hörige Frauen?
Echt?
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11.02.2011 14:26 Uhr von Schwertträger
 
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@Funk-a-tronic: Wenn Du auf Wirtschaftswunder und damit verbundene fette Zeiten stehst, hättest du zwischenzeitlich nach Singapur auswandern müssen. Dort gab´s so etwas später auch.
Und auch jetzt gibt es Gegenden, die boomen.
Man darf halt nur nicht immer an einem Ort kleben.

(Hannover ist ja derzeit leider eher das stagnierende Zentrum einer aufschwungarmen Riesen-Region -- gleichwohl aber eine schöne Stadt).

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