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Gorch Fock Kadettin: Übergewicht wegen 20 Kilo Formaldehyd

Die auf dem Ausbildungssegelschiff "Gorch Fock" zu Tode gestürzte Kadettin hatte kein Übergewicht. 83 Kilo wurden bei der Obduktion der Leiche gewogen. Doch nun scheint der Grund für das Körpergewicht gefunden.

Die Leiche der 25-jährigen Kadettin wurde in der Klinik mit Formaldehyd behandelt. 20 Kilo von dem Leichenpräparier-Mittel wurden dabei verwendet, womit sich das Übergewicht erklären ließe.

Die Mutter der Verunglückten hatte mehrmals betont, dass ihre Tochter noch vor der Ausbildungsreise nicht mehr als 60 Kilo gewogen hätte. Wie es zu den Gerüchten der Dienstuntauglichkeit wegen Übergewicht kam, kann sich Marineinspekteur Axel Schimpf nicht erklären.


WebReporter: sina_m
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kilo, Übergewicht, Gorch Fock, Dienstunfall, Formaldehyd
Quelle: www.merkur-online.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.02.2011 14:28 Uhr von Copak
 
+13 | -0
 
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Bild berichtet und alle übernehmen das, echt toller Journalismus und hervorragende Recherchearbeit.
Hoffentlich ist diese widerliche Ausschlachtung ihres Todes bald vorbei.
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10.02.2011 15:05 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -0
 
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wer war denn da wieder zu blöd, den Obduktionsbericht korrekt zu lesen?
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10.02.2011 15:34 Uhr von Python44
 
+5 | -1
 
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Technische Frage: 60 Kg Mädel pumpt man mit ~20 Litern Formaldehyd voll. Die Leiche müsste dann aussehen wie das Michelin-Männchen. Da das spez. Gewicht geringer ist als das von Wasser, müsste hingegen bei einem Austausch von Körperflüssigkeit durch F. das Gewicht des Leichnams eigentlich geringer werden...
Also kann irgendwas an dieser Story nicht stimmen !

[ nachträglich editiert von Python44 ]
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10.02.2011 15:57 Uhr von Rob550
 
+2 | -0
 
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"Bild berichtet und alle übernehmen das, echt toller Journalismus und hervorragende Recherchearbeit.
Hoffentlich ist diese widerliche Ausschlachtung ihres Todes bald vorbei. "

So ist es leider. Wie kann man solch einer Quelle Glauben schenken, wenn ncihtmal die Obduktion abgeschlossen ist?

Des Weiteren Frage ich mich wer da den Mund nciht halten konnte. Soweit ich weiß werden zu Laufenden Untersuchungen von offizieller Seite keine Details preisgegeben, bevor sie beendet wurden. Das ist mir schon mehrmals im Laufe dieses Falles übel aufgestoßen.

@ Jolly.Roger
Niemand, da es zu dem Zeitpunkt keinen Obduktionsbericht zu lesen war.

[ nachträglich editiert von Rob550 ]
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10.02.2011 16:32 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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@Python44:
Soweit ich weiß, werden da nicht die Körperflüssigkeiten ausgetauscht, sondern alle geöffneten Hohlräume mit Formaldehyd gefüllt. Also Schädel und Brust- sowie Bauchhöhle. 20kg Formaldehyd entsprechen ca. 24l. Könnte ungefähr hinkommen....

@Rob550:
"Niemand, da es zu dem Zeitpunkt keinen Obduktionsbericht zu lesen war."

Ah ja...Logisch....
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10.02.2011 17:02 Uhr von meisterthomas
 
+1 | -2
 
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Was bleibt sind zu viele mysteriöse Todesfälle! Mit durchschnittlich einem Todesfall pro Jahr auf der Gorch Fock, zumindest in den letzten 3 Jahren, sind diese doch derart mysteriös das gerade die Öffentlichkeit ein Anrecht auf Aufklärung hat. Und diese hat es bisher gerade nicht gegeben, oft nicht einmal für die Angehörigen der Toten.

[ nachträglich editiert von meisterthomas ]
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10.02.2011 20:06 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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meisterthomas: Naja.
Bei einem geschätzten Durchsatz von 14500 Lehrgangsteilnehmer während 53 Dienstjahren... Wieviele Tote gab es noch gleich? Also fällt deine Quote deutlich niedriger aus.
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10.02.2011 23:00 Uhr von cookies
 
+4 | -0
 
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Unfälle gab es immer wieder Die Bundeswehr will sich die Weste rein waschen, deswegen gibt es dieses Übergewichtsgerücht. Wäre das Mädel nach der Musterung tatsächlich übergewichtig gewesen, hätte man Sie nicht auf die Gorch Fock gelassen.

Eigentlich ist an diesem Fall nichts Neues.
-Es gab immer wieder Matrosen, die von der Takelage gefallen sind.
-Die Ausbildung war noch nie ein Zuckerschlecken. Privatsphäre gibt es keine.
-Auf der Gorch Fock haben sich die Anwärterinnen schön seit je her ihre Offiziere zum Heiraten gesucht.
- Marine ist kein Kindergarten
Es ist tragisch, zweifelsohne. Vielleicht wird dieser Fall hervorgehoben, im jahrelange Zustände endlich mal ans Licht zu bringen. Vielleicht auch, weil das Opfer diesmal eine Frau war.

Möge sie endlich ihre Ruhe finden!
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10.02.2011 23:10 Uhr von shadow#
 
+1 | -1
 
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@Jolly.Roger: Schädel, Brust- sowie Bauchhöhle sind keine Hohlräume wo man einfach mal 20l reinschüttet die da drin versickern.
Das klappt so nicht, besonders nicht auf 1.60m...
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11.02.2011 00:19 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -0
 
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@shadow#: 1. Ist die Frage, ob die inneren Organe im oder ausserhalb des Körpers transportiert wurden. Im Blutkreislauf sind schon gut 4-5l, wurden die Organe entnommen und separat konserviert, passen die 20l durchaus rein.

2. Für eine ausreichende Fixation muss das Volumen der Formalinlösung mindestens 10 x dem Volumen des Gewebes entsprechen.

Es geht dabei nicht einfach um den Ersatz der Körperflüssigkeiten durch Formalin.

Was mich nur etwas wundert ist die Tatsache, dass ihr Gewicht nach der Obduktion und vor allem nach der Thanatopraxie bestimmt wurde. Macht kein vernünftiger Pathologe.

Andererseits wäre es wohl durchaus aufgefallen, wenn die Dame mit über 80kg auf 1,60m an Deck rumgelaufen wäre....
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11.02.2011 02:15 Uhr von Jake_Sully
 
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Ablenkung-PR soll Vorgesetzten schützen: "Wie es zu den Gerüchten der Dienstuntauglichkeit wegen Übergewicht kam, kann sich Marineinspekteur Axel Schimpf nicht erklären."
=> Ist Ablenkung-PR - Schuld des Vorgesetzten soll in den Hintergrund. Er hat den Erschöpfungszustand nicht erkannt, ist unfähig und muss vor ein Militärgericht gestellt werden ! Aber einige Dumme denken jetzt: "Vielleicht ist Sie heruntergefallen wegen Übergewicht ..." Es kann nicht sein, dass jetzt einige Leute an der Diensttauglichkeit und an den Angaben der Mutter zweifeln !
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11.02.2011 20:36 Uhr von ElChefo
 
+0 | -2
 
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Jake_Bully: Was "muss" sollte doch besser von Leuten entschieden werden, die Ahnung von der Geschichte haben.

Fängt schon bei Kleinigkeiten an: Ein dediziertes Militärgericht existiert nicht.

Und natürlich kann und MUSS es sein, das an der Aussage der Mutter gezweifelt wird - schliesslich war sie genausowenig dabei, das ihr Urteil genauso ein subjektiver Eindruck ist wie jeder andere Bild-Bericht auch, mit dem Unterschied, das sie persönlich betroffen ist.

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