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Deutschen Banken droht Niederlage vor dem Bundesgerichtshof

Wegen riskanter Zinswetten könnte deutschen Banken nun ein folgenschweres Urteil drohen. Der vorsitzende Richter Ulrich Wiechers des Bundesgerichtshofes wies am heutigen Dienstag darauf hin, dass der Senat nach bisherigen Erkenntnissen von einem zweifachen Verstoß gegen die Beratungspflicht ausgeht.

Im konkreten Fall verkaufte die Deutsche Bank einen sogenannten "Spread Ladder Swap" an den Hygienebedarfs-Hersteller Ille, damit dieser Kreditzinsen sparen kann. Allerdings musste der Hersteller im Endeffekt mit einem Verlust von 500.000 Euro aussteigen.

Der Vorsitzende Richter Wiechers führt aus, dass das Unternehmen wohl nicht die Tragweite ihrer "spekulativen Wette" verstanden hätte. Ein Urteil würde bedeuten, dass Deutsche Banken zukünftig über Renditen aufklären müssten, was zu Milliardenforderungen führen könnte.


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WebReporter: Marius2007
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bank, Niederlage, Verfahren, Bundesgerichtshof
Quelle: www.handelsblatt.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2011 12:34 Uhr von arlene
 
+13 | -1
 
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Oh Gott: Keine Geldforderungen bitte, sonst müssen wieder Rettungspakete abgeschickt werden. Lieber die mittlere-obere Führung auswechseln und dann hats sich. Achja, und Geld aus dem Privatbesitz der oberen Führung beschlagnahmen und damit das nötigste stopfen :D.
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08.02.2011 12:46 Uhr von Atropine
 
+3 | -0
 
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Hoffentlich: werden die Banken mit dem Urteil zur Rechenschaft gezogen. Auch wenn es denen bei weitem nicht so weh tut, wie dem einfachen Bürger, der unter der Wirtschaftskrise am meisten zu leiden hatte.
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08.02.2011 13:26 Uhr von Blood_raven989
 
+4 | -0
 
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Niemals: Niemals wird es dazu kommen, das wäre ja dann auch eine Richtline für andere Banken ......


Die schmeißen lieber alle ein Bruchteil ihres Geldes zusammen und bezahlen den Richtern nen schönen Urlaub oder ein neues Auto ..... da kommen sie günstiger weg :)
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08.02.2011 15:41 Uhr von Earaendil
 
+1 | -1
 
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Lol: Wie kann man eigentlich spekulieren und zocken,und hinterher jemand anderem nen Vorwurf machen.Wenn ich von etwas keine Ahnung habe,lass ich die Finger davon..
Klar,die Banken müssen ihre Kunden informieren,aber genau bei solchen Geschäften braucht man eigentlich ein Wissen,welches man auf garkeinen Fall einem Kunden mal eben "in die Hand drücken" kann.
Da aber alle von solchen Geschäften profitieren wollen,werden sie angezogen wie die Motten vom Licht .. und verbrennen sich die Flügel.
Man muss sich selber informieren,sich mit der Materie beschäftigen .. und darf sich bei Geld und Liebe nicht auf andere verlassen,auch wenn man sie dafür bezahlt ;)
Es gibt immer dumme und korrupte Menschen,in jedem Geschäft , oft sogar viele,die beides sind.
Mit denen zock ich doch nicht um mein schwer verdientes Geld ..

Es wird in meinen Augen nicht zu einem klägerfreundlichen Urteil kommen, da die "Fürsorgepflicht" der Banken ihren Kunden gegenüber dann so groß werden würde,daß es sich wiederum für die Bank nicht mehr lohnt , zu zocken xD
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08.02.2011 16:20 Uhr von KamalaKurt
 
+0 | -3
 
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Ich hoffe dass den Ackermanns mal so langsam gezeigt wird wo es lang geht. Bei solchen Aktionen müssten jetzt wirklich mal die Gauner in der obersten Etage zur Rechenschaft gezogen werden.
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08.02.2011 19:55 Uhr von _Illusion_
 
+0 | -0
 
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Würde mich wundern, wenn das ganze große Wellen schlagen würde.

Auch wundert es mich, dass die Regierung nicht hinterherkommt, die Richter durch systemkonforme Leute aus den eigenen Reihen auszutauschen.
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08.02.2011 21:40 Uhr von Friedbrecher
 
+0 | -0
 
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Drohung des Anwalts: der Deutschen Bank auf den Hinweis des Richters, dass man den Prozess wohl verlieren wird:

"Damit lösen Sie eine neue Finanzkrise aus."

Drohungen an den Richter sind bestimmt ein guter Weg, einen Prozess zu gewinnen. Zumal man aus der Aussage ja einiges herauslesen kann: Wenn man den Banken verbietet, die Leute zu verarschen, machen sie keinen Gewinn mehr.

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