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Schriftsteller Erich Loest war früher Mitglied der NSDAP

Nach eigenen Angaben war der mit dem Wende-Roman "Nikolaikirche" bekannt gewordene Schriftsteller Erich Loest Mitglied der NSDAP. Allerdings erfuhr er selbst erst vor einigen Jahren davon.

Im Jahr 1944 hatte der Schriftsteller als "glühender Nazi" den Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Nach dem Krieg wurde ihm aber auf eigene Anfrage in Mittweida gesagt, dass er nie Mitglied der NSDAP geworden ist.

Ein Journalist hatte jetzt aber herausgefunden, dass der Schriftsteller doch seit dem 20.04.1944 als Mitglied der NSDAP geführt wurde. Allerdings spielt das für den Autor keine Rolle mehr, denn er hatte nie geleugnet, nationalsozialistisch verblendet gewesen zu sein.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Mitglied, Schriftsteller, NSDAP, Erich Loest
Quelle: www.open-report.de
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2011 11:51 Uhr von quade34
 
+12 | -5
 
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ja wenn mal: die Stasi-Schergen so offen mit ihrer Vergangenheit umgehen würden. Aber die hoffen wohl immer noch auf weitere Verwendung bei den Neobolschewiken.
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08.02.2011 11:52 Uhr von httpkiller
 
+18 | -6
 
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Es soll sogar Leute geben die so verblendet sind und der CDU angehören.
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08.02.2011 12:10 Uhr von Pils28
 
+6 | -5
 
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CDU Mitglied zu sein ist ja leider: schon fast gesellschaftsfähig. ;-)
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08.02.2011 12:28 Uhr von Floppy77
 
+5 | -2
 
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Wen juckt das heute noch? Gibt ganz andere Sachen, über die sich keiner moniert, z. B. dass einer, der einem engen Eichmann Mitarbeiter nach dem Krieg die Flucht ermöglicht hat, das Bundesverdienstkreuz bekommen hat.
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08.02.2011 13:03 Uhr von quade34
 
+6 | -0
 
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mcmoerphi: war bei der NVA genauso. General Paulus usw.
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08.02.2011 14:27 Uhr von CrazyCatD
 
+4 | -1
 
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Dieser Mann war damals gerade mal 18 Jahre als und wurde in seinen prägenden Jugendjahren mit nationalsozialistischer Propaganda indoktriniert bis zum geht nicht mehr, er hielt dies zu dieser Zeit, auch aufgrund seiner mangelnden Lebenserfahrung, für den richtigen Weg, zum Glück hat er ja erkannt das dies nicht richtig sein kann und einen anderen Weg gewählt, also warum sollte man ihm heute noch einen Strick daraus drehen?
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08.02.2011 14:33 Uhr von quade34
 
+1 | -4
 
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Herrensocke, ziemlich übertrieben diese Schätzung, es waren höchstens 20%, aber ein großer Teil der Bevölkerung stimmte dem Führer zu. Noch 1944 hielt Hitler Durchhalte- Reden und das Volk glaubte zu großen Teilen an die Wunderwaffen und den Endsieg. Wenn eine Ideologie in der Bevölkerung Fuß fasst und es keine Informationsmöglichkeiten dagegen gibt, wird schnell die rosa Brille aufgesetzt und das Beste für sich selbst herausgeholt. Das war trotz besserer Informationsmöglichkeit in der DDR genauso. Die SED hatte auch nicht so viele Mitglieder, aber eben auch genügend Mitläufer und Verblendete, die sich nicht zu schade waren, für den persönlichen Vorteil andere ans Messer zu liefern. Heute wie auch 1945 will`s keiner gewesen sein. Der Generationenwechsel und die Demokratie werden es in den rechten Blickwinkel setzen und dann ist es Geschichte.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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08.02.2011 14:35 Uhr von alter.mann
 
+1 | -1
 
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>..dass der Schriftsteller doch seit dem 20.04.1944 als Mitglied der NSDAP geführt wurde..<

da hat die partei wohl anlässlich/zu ehren eines geb.-tages die mitgliederzahlen etwas aufbessern wollen..

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