07.02.11 16:54 Uhr
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Waffen für WM 2006: Schwere Vorwürfe von ehemaligem FIFA-Funktionär

Ex-FIFA-Funktionär Guido Tognoni erhebt schwere Vorwürfe gegenüber dem deutschen WM-Komitee, allem voran Franz Beckenbauer. Deutschland soll sich, um die WM 2006 ins eigene Land zu holen, die Stimme von Saudi-Arabien mit einer Aufhebung des Waffen-Embargos erkauft haben.

Deutschland hätte alles getan, um die Abstimmung im Juli 2000 gegen Südafrika zu gewinnen. Den Zuschlag hatte man im entscheidenden Wahlgang mit einer 12:11-Entscheidung erhalten. Und laut Tognoni soll dabei die Stimme aus Saudi-Arabien die entscheidende gewesen sein. Der DFB wies dies zurück.

Außerdem warf er Beckenbauer vor, seinen Job bei der Vergabe der WM nach Katar nicht richtig gemacht zu haben. Indirekt unterstellte er ihm dabei auch Bestechlichkeit: "Ich weiß ja nicht, wem Franz Beckenbauer alles seine Stimme versprochen hat und bei wem er sich dann rechtfertigen muss.".


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WebReporter: Jolly.Roger
Rubrik:   Sport
Schlagworte: WM, Vorwurf, FIFA, Weltmeisterschaft, Franz Beckenbauer, Funktionär
Quelle: sport.t-online.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.02.2011 16:54 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -5
 
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Zukünftig fordert er die Vergabe der Fußball-WM per Los vorzunehmen.
Das ist meiner Meinung nach ein vernünftiger Vorschlag.

Aber die Vorwürfe gegen Deutschland sind schon sehr hart....
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07.02.2011 17:10 Uhr von --------
 
+0 | -4
 
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Unsinn! Das waren die Jungs hier:

Let me come straight to the point:
In appreciation of your support we would like to offer you a small gift for your vote in favour of Germany:
A fine basket with specialities from the black forest, including some really good sausages, ham and – hold on to your seat – a wonderful KuKuClock!
And a beer mug, too! Do we leave you any choice???

http://de.wikipedia.org/...
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07.02.2011 17:12 Uhr von malhier-malda
 
+8 | -0
 
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diese Vorwürfe sind echt nich ohne... Stellt sich nur die Frage warum das 10-11 Jahre nach der entscheidung, sogar 4 1/2 Jahre nach der wm selbst kommt.

Finds auch vernünftiger den Austragungsort auszulosen, als abzustimmen.
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07.02.2011 18:42 Uhr von groehler
 
+1 | -3
 
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Ja, aber dann sollten solche Länder wie z.B. Katar, Südafrika, Ukraine, Bali oder Türkei usw. in den Lostöpfen landen dürfen.

Die WM soll nicht in Ländern stattfinden die keine Fussballtradition haben, wo nur Vuvuzelas nerven oder die vom Entwicklungsstand einfach noch 50 Jahre zurück sind.

Bei einge der letzten Vergaben haben sich FIFA und UEFA echt ziemlich blamiert.

[ nachträglich editiert von groehler ]
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07.02.2011 19:10 Uhr von groehler
 
+1 | -1
 
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Sollte oben natürlich folgendermaßen lauten:

Ja, aber dann sollten solche Länder wie z.B. Katar, Südafrika, Ukraine, Bali oder Türkei usw. NICHT in den Lostöpfen landen dürfen.
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07.02.2011 19:36 Uhr von malhier-malda
 
+3 | -0
 
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@ groehler: ich verstehe Katar, Südafrika und Bali, aber Ukraine und die Türkei?
Die haben doch ne Fußball Kultur!?
In der Europa League oder der Champions League ist immer ein ukrainische oder ein türkischer klub vertreten, 2009 hat donetsk sogar die Euro League gewonnen, also sag nicht sie hätten keine Fußball Kultur.
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07.02.2011 19:38 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -2
 
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groehler: Wieso Ukraine und Türkei?

Ich denke zumindest in der Türkei hat Fußball einen recht ordentlichen Stellenwert und auch ne Geschichte.

Galatasaray Istanbul wurde z.B. 1905 (bzw. 1912) gegründet und schaffte es Ende der 80er zumindest ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister.

Klar gehören sie spielerisch nicht zu den Top-Ländern, aber seit der guten Leistung bei der WM 2002, der nicht ganz so guten Leistung 2006 und 2010 und natürlich der Halbfinal-Niederlage gegen Deutschland bei der EM 2008 gibts schon ne gewisse Begeisterung.

Fußball hat zumindest Tradition dort.
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07.02.2011 20:20 Uhr von groehler
 
+1 | -2
 
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Ich habe ja verschiedene Argumente aufgezählt.

Das die Türkei eine gewisse Fussballkultur hat ist ja nicht abzustreiten.
Auf die Türkei war eher das mit dem Entwicklung- bzw. Schwellenland bezogen.

Selbst in Südafrika, die einige hochmoderne Städte haben, hat man gesehen dass das Land an allen Ecken und Enden organisatorische Probleme hatte.

Aber das ist auch nicht verwunderlich wenn ein Land nur ein paar wenige moderne, hochtechnologisierte Ballungszentren hat, aber der Rest des Landes lebt in großer Armut (Südafrika, Ukraine), oder lebt wie vor 50 oder 100 Jahren (Türkei, Südafrika, Ukraine)

Bali war vielleicht nen zu krasses Beispiel, das ich einfach mal eingeworden habe, aber bei der FIFA weiß man ja nie.
Das dachte ich vorher auch von Katar, und die FIFA hat sich trotzdem dafür entschieden.

Geld ist da sicher mehr als genug vorhanden, aber wie gesagt NULL Fussballtraditon.
Kein Wunder in nem Land in dem Kamelrennen