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Studie: Knapp ein Viertel des weltweiten Datenverkehrs ist illegal

In einer Analyse im Auftrag des Medienskonzerns NBC, hat das Marktforschungsunternehmen Envisional die Inhalte verschiedener Tauschbörsen, Datenaustauschsprotokolle und One-click-Hoster analysiert. Demnach seien One-click-Hoster für sieben Prozent des globalen IP-Traffics verantwortlich und BTorrent für 17,9 Prozent.

Insgesamt seien 23,76 Prozent des weltweiten Traffics als illegal einzustufen. In BT-Netzwerken würden mehrheitlich Filme und Pornographie getauscht werden. Sie machen jeweils 35 Prozent des Traffics aus. Dahinter folgen Serien mit 13 Prozent, PC-Spiele mit vier Prozent und Musikdateien mit nur 2,9 Prozent des BT-Traffics.

Um letztere zu tauschen, würden nämlich eher One-click-hoster genutzt werden. Hier mache der Anteil an MP3s zehn Prozent aus. Das Streamen von illegalen Inhalten mache hingegen nur fünf Prozent vom gesamtem Videostream-Aufkommen aus.


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WebReporter: Haidenai
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Studie, Download, illegal, Viertel, Torrent, Rapidshare, Traffic
Quelle: www.heise.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.02.2011 08:57 Uhr von Haidenai
 
+2 | -1
 
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Cisco prognostiziert auch jedes Jahr das weltweite IP-Trafficaufkommen. Laut Cisco wächst der illegale Traffic weniger stark als der gesamte Traffic. Streaming wird populär.
http://www.cisco.com/...
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07.02.2011 09:39 Uhr von no_trespassing
 
+29 | -2
 
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Kann nich sein: Muss viel mehr sein ^^
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07.02.2011 10:01 Uhr von Klecks13
 
+24 | -0
 
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dazu: müsste man erst mal wissen, was überhaupt als illegal angesehen wird.. Was in den Staaten verboten ist, muss es hier zu Lande noch lange nicht sein und umgekehrt. Weltweit betrachtet wird´s dann noch schwieriger: So ist in China z.B. Pornografie in jeder Form (offiziell) verboten, Musik darf aber uneingeschränkt gesaugt werden. Außer das Stück steht auf dem Index.
Von dem her muss man wohl eher sagen: Knapp 1/4 des Datenverkehrs ist NACH US-RECHT illegal.
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07.02.2011 10:44 Uhr von Haidenai
 
+0 | -3
 
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Wie du meinst @Trespassing: Welch Begründung. Cisco misst am Carrier, check den zusätzlichen Link.

@Klecks: ACTA haben die meisten westlichen Länder unterschrieben, und ich unterstelle jetzt mal, dass 80% der Leute hier in DACH, EU oder anderem westlichen Land wohnen.
Wenn du unbedingt Erbsen zählen willst, dann könnte man kritisieren, dass die Originalkopiebesitzer nicht rausgerechnet worden sind, oder manche Leute ein Album mehrmals runterladen. Aber die Rechtssprechung über illegal und legal ist bis auf wenige Ausnahmen in der westlichen Welt gleich.
Das nächste Mal, wenn ich eine News über Köln poste, schreib ich für dich dazu welches Köln ich meine. :D

[ nachträglich editiert von Haidenai ]
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07.02.2011 11:33 Uhr von The_Murmeltier
 
+12 | -0
 
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Nach GMA sind ca. 3/4 des Datenverkehrs illegal :D
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07.02.2011 11:55 Uhr von Haidenai
 
+1 | -1
 
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Für alle die es noch nicht mitbekommen haben: Studienergebnisse basieren auf statistischen Wahrscheinlichkeiten und anschließenden Hochrechnungen.
Man muss nicht den ganzen Traffic dafür analysieren, um statistisch signifikante Ergebnisse zu erzielen.
In der Aussage dass X% des Traffics von Z kommen, kann ich bei besten Willen nicht sehen, wo jemand als böse betitelt wird. Naja, Shortnews und Argumente, ne...

[ nachträglich editiert von Haidenai ]
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07.02.2011 12:51 Uhr von Klecks13
 
+1 | -0
 
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@ Haidenai: "ACTA haben die meisten westlichen Länder unterschrieben, und ich unterstelle jetzt mal, dass 80% der Leute hier in DACH, EU oder anderem westlichen Land wohnen."

mit den Leuten HIER wirst du damit wohl Recht haben. Filesharing wird aber überall auf der Welt betrieben ;-)

"Aber die Rechtssprechung über illegal und legal ist bis auf wenige Ausnahmen in der westlichen Welt gleich."

Nö. Nicht einmal das amerikanische Copyright ist mit unserem Urheberrecht vergleichbar: Während bei uns alle Veröffentlichungsrechte zunächst ausschließlich beim Urheber liegen und Veröffentlichungen durch Dritte daher vertraglich geregelt werden müssen, ist das Copyright von der Urheberschaft völlig unabhängig. Im Klartext: Ein deutscher Musiker darf seine Stücke jederzeit ins Netz stellen (sofern nicht vertraglich anders geregelt), sein amerikanischer Kollege würde sich dagegen strafbar machen, sofern er keine ausdrückliche Genehmigung von seiner Plattenfirma hat.

Nach deutschem Recht darf ich für meine Zwecke Kopien anfertigen und nach gut Dünken speichern. Strafbar ist nur die Weitergabe. Nach US-Recht wäre das bereits eine Raubkopie.

Oder Beispiel Jugendschutz: wenn ich einen selbst gedrehten Porno im Internet veröffentlichen möchte, müsste ich nach deutschen Recht vor dem Download eine Alterskontrolle durchführen. Die gibt es bei BTorrent nicht, womit ich dort bereits gegen das JuschG verstoßen würde. In den USA genügt aber der Hinweis, dass das Video nicht unter 18 geeignet ist - hier würde sich ein jugendlicher Downloader strafbar machen, nicht der Veröffentlicher. Und ein Chinese würde unabhängig vom Alter vor Gericht landen.

So sieht deine "einheitliche" Rechtsprechung in der Praxis aus ;-)

Abgesehen davon stimmt die Meldung so oder so nicht; die Studie bezieht sich ausschließlich auf Filesharing bzw. Copyrightverstöße über Filesharer. Dabei setzt sie offensichtlich das Gesamtvolumen von Filesharing mit illegalen Inhalten gleich, was mit Sicherheit hinkt. Was in Anbetracht des Auftraggebers auch nicht verwunderlich ist. Da gebe ich Wolfsburger absolut Recht: Da könnte man auch Veganer nach einer sachlichen Darlegung von Fleischprodukten befragen.

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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07.02.2011 13:40 Uhr von Haidenai
 
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@Klecks: Wieviel Deutsche Musiker laden Ihre Musik kostenlos hoch. Und wieviel des Datenvolumens bei MP3s fällt auf Bands, die "so bekannt sind", dass sie zwecks promotion die CD lieber kostenlos verteiben. Wenn Sie was an der CD verdienen könnten, würden Sie sie ja nicht kostenlos vertreiben.

Was die Speicherung von Sicherungskopien mit Datentransfer zu tun hat, versteh ich nicht. Auch bei den Amateurpornos, wäre die richtige Frage nicht das Alter, sondern ob die Kopie prinzipiell legal ist. Ein jugendlicher, der kostenlose Pornos runterlädt, lädt nichts illegales, sondern schaut illegal.

Und Prinzipiell habt ihr natürlich recht: Die Anzahl an selbstgedrehten Pornos die jedentag gepred werden, übersteigt die der illegalen Releases natürlich um längen....

Ich schreibs für dich nochmal übersichtlich hin:
Gesamt Traffic sei 100%
BT davon 17,9%

Von dem BT-Traffic sind 35% Filme, 35% Pornos, etc... macht 94,9%. Sprich 5% sind da noch übrig. (Das ist eine Hochrechnung, das können auch schnell mal 10% sein)
Da würden dann die tausenden von Linuxdistributionen, die du jedentag runterlädst, reinfallen.
Macht euch doch nicht lächerlich.

[ nachträglich editiert von Haidenai ]
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07.02.2011 14:49 Uhr von Klecks13
 
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@ Haidenai: Wo bitte hab ich geschrieben, dass meine Beispiele einen Großteil des Traffics ausmachen würden? Mir ging es dabei lediglich um deine Behauptung, die Rechtsprechung wäre diesbezüglich weitgehend einheitlich. Das ist sie eben nicht.

Was die Sicherungskopien betrifft: Wenn ich für meine persönlichen Zwecke eine Kopie einer legal erworbenen Musik-CD erstelle und sie z.B. mangels Festplattenspeicher bei Rapidshare ablege, ist das nach deutschem Recht legal. Verboten wäre nur, die Dateien Dritten zugänglich zu machen. Nach US-Recht wäre das bloße Hochladen schon ein Copyright-Verstoß. DAS wollte ich damit deutlich machen, nichts anderes.

Was die Amateurpornos betrifft: Wenn jemand privat einen Porno dreht und diesen mit Zustimmung der Beteiligten ins Web stellt, ist die Kopie selbstverständlich legal. Schließlich liegen die Rechte immer noch beim Urheber.

Unabhängig davon bleibt eben immer noch der Punkt: Was in dem einem Land illegal ist, muss es in einem anderen noch lange nicht sein. Die Welt besteht aus weit mehr als USA und EU.

Die Aussage "knapp 1/4 des Datenverkehrs illegal" ist so nicht korrekt und vermittelt ein stark verzerrtes Bild.Die beabsichtigte Kernbotschaft von NBC ist dabei offensichtlich: "seht her, wie arg wir von Raubkopierern geschädigt werden!" Und um nichts anderes geht es in der Studie.

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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07.02.2011 15:49 Uhr von datenfehler
 
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hätte auf mehr getippt Aber ein Viertel ist schon eine Menge Holz.
Damit ist klar, dass definitiv mehr Sperren, PC-Durchsuchungen, Strafen und Bevormundung für die Bürger hermuss!
Die Bürger sind offensichtlich nicht mündig genug, um mit dem Internet umgehen zu können. Hierzulande genauso, wie überall auf der Welt.
Das ist keine Zensur, sondern lediglich die Erziehung von dummen Kindern!
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07.02.2011 21:57 Uhr von sicness66
 
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Ahja: Ein Medienkonzern gibt eine Studie über Urheberrechtsverletzungen in Auftrag...

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08.02.2011 09:06 Uhr von Haidenai
 
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Glaubwürdigkeit: Quelle: Cisco
"Despite this growth, P2P as a percentage of consumer Internet traffic will drop to 17 percent of consumer Internet traffic by 2014, down from 39 percent at the end of 2009."
Stimmt also grob mit der Studie überein. Wobei dann auffällt, dass NBC wohl den business Traffic rausgerechnet hat.

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