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Dortmund: Gericht spricht Eltern frei, die ihr Baby zu Tode schüttelten

Vor einem Dortmunder Gericht stand jetzt ein Paar, dem vorgeworfen wurde, im vergangenem Jahr das erst vier Wochen alte Kind zu Tode geschüttelt zu haben.

Obwohl nachgewiesen werden konnte, dass die Eltern das Kind schüttelten und dass es durch diese Verletzungen starb, musste das Gericht die Eltern freisprechen. Es konnte nicht eindeutig geklärt werden, wer von beiden das Kind tötete.

Der Richter sagte zu dem Fall: "Die Öffentlichkeit muss ertragen, dass - wenn man nicht weiß, wer der Täter ist - beide Angeklagte zwingend freizusprechen sind."


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Gericht, Baby, Dortmund, Eltern, Schütteln
Quelle: www.express.de

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36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.02.2011 08:10 Uhr von Freggle82
 
+27 | -7
 
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Echt erschütternd: Den einen wegen Mord, den anderen wegen Beihilfe oder unterlassener Hilfeleistung und gut ist.

Es ist echt traurig, das man für einen Mord ungestraft davon kommt.

Kann man denen wenigstens gerichtlich verbieten jemals wieder Kinder zu haben?
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03.02.2011 08:12 Uhr von Alh
 
+17 | -18
 
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Und: der Richter muss ertragen, dass - wenn man nicht weiß, wer der Täter ist - beide Angeklagten einzusperren sind.
Wetten, dass man dann ruckzuck ein Geständnis hätte?
Diese Monster so milde zu behandeln ist eine Farce. Sie haben ein wehrloses Baby umgebracht und dafür gehören beide hart abgestraft. Denn beide sind Täter, einer führte die Tat aus und der andere billigte es.
Die Richter unserer Zeit sind viel zu lässig und zu locker mit ihren Urteilen. Ihnen wird zuviel "Macht" erteilt, ohne Kontrolle und ohne Hinterfragen.
Hoffentlich stirbt diese 68-er Generation bald aus.
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03.02.2011 08:16 Uhr von ArminioIBK
 
+31 | -1
 
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Egal ob heute oder vor 30 Jahren, das Urteil ist schon richtig so, wird dir jeder Jura-Kundige bestätigen. LEIDER ist es so, aber es ist nunmal so.

Aber ich frage mich gerade, wieso es ruck zuck ein Geständnis gibt, wenn beide Angeklagte eingesperrt würden? Die würden sich dann höchstens gegenseitig beschuldigen.
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03.02.2011 08:23 Uhr von EvilMoe523
 
+17 | -1
 
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@ Freggle82: Nun ja,

im Grunde richtig, aber dann ist immer noch die Frage offen, WER als Mörder und WER wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt werden soll. Mit einem Münzwurf oder mit Knobeln kann man das leider nicht festlegen.

Ich möchte für die Eltern jetzt keine Lanze brechen, aber kenne ich den Fall von früher nicht, drum stellt sich mir die Frage ob es wirklich -Mord- war?

Klein Kinder zu schütteln ist extrem gefährlich, aber wieviele von der heutigen ungebildeten Generation Eltern wissen soetwas? Ich stell mir da eher vor, dass man das Kind schüttelte weil es schrie, aber nicht mit der Absicht es dadurch zu töten oder?
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03.02.2011 08:28 Uhr von minismartie
 
+6 | -1
 
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Juristisch gesehen mag das ja stimmen, der Richter hat richtig entschieden usw. aber so von der menschlichen Warte aus ist das doch bescheuert...

Mir dreht sich da echt der Magen um... Jeder könnte mindestens zur Beihilfe angeklagt werden. JEDER MINDESTENS! Der, der die Tat nun wirklich begangen hat, hat dann wenigstens _irgendwas_ dafür auf den Deckel bekommen. Aber beide garnichts?!... *kopfschüttel*
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03.02.2011 08:32 Uhr von Bender-1729
 
+5 | -21
 
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03.02.2011 08:34 Uhr von mrdeluxx
 
+4 | -6
 
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ich denke mal nich dass das moslems waren....sowas passiert tagtäglich in der nichtmuslimischen welt und noch schlimmer
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03.02.2011 09:00 Uhr von ArminioIBK
 
+9 | -2
 
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tsunami13: Leider hast du nur die Hälfte der Aussage dieser Sache verstanden. Der Richter musste sich gesetzeskonform entscheiden, und ich denke nicht, dass er das gern tat.

Nicht bei den Richtern, sondern bei der Gesetzgebung müsste hier angesetzt werden, denn wenn das Gesetz anders ist, kann auch der Richter anders entscheiden. So wie es jetzt ist, war er gezwungen, so zu entscheiden und es war - LEIDER - richtig.
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03.02.2011 09:07 Uhr von danim1980
 
+5 | -6
 
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Bei unserem Deutschen Rechtsystem war diese Entscheidung klar, hätten die beiden Steuern hinterzogen hätte man sie für mindestens 10 Jahre verknackt.
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03.02.2011 09:17 Uhr von ted1405
 
+9 | -1
 
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Ob es einem nun passen mag oder aber auch nicht - die Gesetzgebung dahingehend ist absolut legitim und in meinen Augen auch nur genau so möglich!

Stellt euch dazu nur einmal vor, es wäre euer Kind gewesen, welches durch Schütteln zu Tode kam und es wäre euer Partner gewesen, der dies tat. Die Beziehung ist damit sowieso im Arsch, im Gericht entscheidet sich euer Partner dazu, alle Schuld auf euch schieben zu wollen ...
Da Aussage gegen Aussage steht und sich keine Beweise für oder gegen euren Partner finden lassen, verdonnert euch das Gericht gemeinschaftlich zu mehreren Jahren Haft ...

Wäre doch super, wenn man als definitiv Unschuldiger vom Gericht auch noch einen Tritt in die Weichteile bekommt, oder?
Klar ist es ebenso ein Tritt in die Weichteile, wenn das Arschloch von Expartner ohne irgend eine Strafe davon kommt ... aber ... was ist schlimmer?
Zumindest sein Gewissen kann der ware Täter meist selbst über Jahre kaum zur Ruhe bringen - nur nicht verurteilt worden zu sein heißt ja nicht, unschuldig zu sein.
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03.02.2011 09:35 Uhr von SystemSlave
 
+2 | -7
 
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Beide Verknacken: wegen gemeinschaftlichen Mord
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03.02.2011 09:40 Uhr von ottili
 
+1 | -9
 
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Richter: Man müßte den Richter wegen Beihilfe anklagen!
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03.02.2011 09:49 Uhr von derSchmu2.0
 
+2 | -3
 
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Cool, Freispruch fuer Moerder in aller Zukunft, wenn es zu einem Mord kommt, stellen sich immer zwei zur Verfuegung. Ohne Zeugen und mit gegebenen Indizien hat dann das Gericht nicht mehr die Moeglichkeit, einen einzusperren. Obwohl da n Toter rumliegt...
Zum einem wuerd ich gern sagen, sperrt doch beide ein...aber was, wenn der Unschuldige von den beiden nur zufaellig anwesend war, er also absolut nichts mit der Tat und dem Taeter zu tun hat?
Der wuerde doch verrueckt werden im Knast, weil er da nur einsitzt, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war...
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03.02.2011 10:04 Uhr von Hebalo10
 
+4 | -1
 
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@tsunami13, so einfach ist es nicht mit dem "Verwandten aussuchen"!

Es gibt nämlich immer noch die Möglichkeit der Zeugenaussagen oder Gutachten oder Indizien oder der Indiziekette(Fingerabdrücke, DNA usw.).

In diesem Fall allerdings musste der Richter sich nur auf die Aussagen der Beiden verlassen und handelte somit richtig. Diese Entscheidung wäre zumindestens im zivilisierten Teil der Welt überall gleich ausgefallen.

Man kann nicht beide über einen Kamm scheren, wenn einer von ihnen unschuldig ist, kann man das Urteil nicht auswürfeln. Es wird immer wieder Urteile geben, wo sich ein "Schuldiger" im "Zweifel" aus der Affäre ziehen kann. Unser Rechtssystem basiert auf dem System, lieber 10 Schuldige laufen lassen, als auch nur einen Unschuldigen einzusperren. Stell Dir mal vor, durch einen blöden Zufall bist Du dieser Unschuldige, Du würdest aber mit aller Macht darauf bestehen, einen Freispruch zu bekommen.

Auf der anderen Seite sitzen in unseren Gefängnissen genug zu Unrecht verurteilte ein, auch hier versagt die Justiz das eine oder andere Mal!

@danim1980, der Vergleich hinkt, auch bei Steuerhinterziehung muss der Richter Dir die Schuld beweisen, was hier allerdings in den meisten Fällen ein Leichtes sein dürfte.

[ nachträglich editiert von Hebalo10 ]
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03.02.2011 10:08 Uhr von KellerW2
 
+1 | -7
 
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Gericht spricht Eltern frei, die ihr Baby zu Tode: Armes Deutschland
und der Richter Sagt noch das Volk muss es ertragen aber das Volk kann die Richter nicht mehr Ertragen
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03.02.2011 10:33 Uhr von FirstBorg
 
+5 | -3
 
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dämliche Kommentare hier Man was seid ihr heute wieder dämlich...

Natürlich ist es moralisch absolut scheisse die beiden frei zu lassen, aber unser Recht sagt nuneinmal "In dubio pro reo". Ich weiss, für euch ist Latein zu hoch....

Wenn ein Unschuldiger im Knast sitzt, regt ihr euch doch auch immer auf. Und genau sowas soll verhindert werden. Daher werden Menschen, gegen die keine eindeutigen Beweise vorliegen, frei gesprochen.

Wer hier meint beide wegen MORDES in den Knast zu stecken, der hat auch offenbar kein Problem damit jemand Unschuldigen ins Gefängniss zu werfen, auch wenn nicht genug eindeutige Beweise vorliegen.
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03.02.2011 10:51 Uhr von b0mb
 
+3 | -2
 
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da kann man nichts machen Die Tat ist absolut unvorstellbar und eigentlich sollte man dafür die Todesstrafe bekommen.

Trotzdem sollte man froh sein, dass unser Rechtssystem so ist, wie es ist.
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03.02.2011 11:36 Uhr von Atropine
 
+0 | -0
 
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Erinnert: mich an einen Krimi, wo ein Ehepaar einen Mord verübte und beide ein Geständnis ablegten, aber gleichzeitig sich gegenseitig beschuldigten, eine Falschaussage zu machen, um den jeweils anderen zu decken. Da waren die Richter gleichermaßen machtlos.
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03.02.2011 11:55 Uhr von Murgol
 
+2 | -3
 
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Nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft - "Beihilfe zum Mord" ?
- "Unterlassene Hilfeleistung" ?
- "Misshandlung von Schutzbefohlenen" ?

da hat nicht nur der Richter wohl geschlafen sondern auch die Anklage.

Auszugsweise §225
(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlose Person, die

2. seinem Hausstand angehört,

quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr

1. des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder
2. einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
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03.02.2011 12:31 Uhr von mucknog
 
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Mord? Man kann echt froh sein, dass keiner von den kommentierenden "Experten" wirklich jemals die Macht besitzt Recht zu sprechen. In so einem Land würde ICH jedenfalls nicht leben wollen.
Wie kommt Ihr eigentlich alle darauf, dass es unbedingt Mord und nicht Totschlag war? Fällt mir jedenfalls schwer Heimtücke bzw. niedrige Beweggründe zu erkennen.

[ nachträglich editiert von mucknog ]
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03.02.2011 12:35 Uhr von Kenick
 
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Und wieder Das ganze gab es schonmal vor etwa 25-30 Jahren glaube ich. Da wurde jemand ermordert und man wusste 100% das es nur einer allein war. Und es kam nur ein Zwillingspaar in Frage...beide behaupteten einfach sie waren es und schwupp di wupp, beide frei. Keiner von beiden eingesperrt...
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03.02.2011 12:37 Uhr von mucknog
 
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§ 227 Körperverletzung mit Todesfolge: passt wohl am besten
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03.02.2011 12:44 Uhr von GroundHound
 
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Richtig: Wenn der Täter nicht festzustellen ist, müssen beide frei gesprochen werden.

Wer etwas anderes sagt, dem sollte man zwei Menschen vorstellen, ihm sagen, dass einer von beiden mit 100%iger Sicherheit ein Mörder ist und ihm eine Pistole in die Hand drücken. Er soll sich dann entscheiden, wen er erschießt.


So long...
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03.02.2011 13:38 Uhr von Schwertträger
 
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Nachdenken!! @freggle82:
>Den einen wegen Mord, den anderen wegen Beihilfe oder unterlassener Hilfeleistung und gut ist.<

Aber welchen für was?
Da die Strafen recht unterschiedlich sind, macht es einen Unterschied, welcher von beiden welche Strafe bekommt.
Also ist man mit dem Dilemma wieder am Anfang.


@Alh: >Und der Richter muss ertragen, dass - wenn man nicht weiß, wer der Täter ist - beide Angeklagten einzusperren sind.<

Nein, dass muss der Richter nicht ertragen, denn das wäre ungesetzlich. Und man wird doch wohl nicht für zwei blöde Wix*r, die ihr Kind getötet haben, das deutsche Recht beugen wollen, oder?!

Außerdem haben beide in Untersuchungshaft gesessen und es kam kein Geständnis dabei heraus. Das ist Pech.


Alles, was Dir nicht passt, auf die 68er zu schieben, ist jedenfalls sowohl uralt, als auch unreflektierter Unsinn.
Dazu kommt, dass Du gar nicht weisst, wie alt dieser Richter war. Der kann längst einer von den Jüngeren sein, etzt also um die vierzig und ein Kleinkind, als die 68er ihre hohe Zeit hatten.


@Schlottentieftaucher:
Wieso Kuschelurteil?
Es wurde, wenn Du so willst, überhaupt kein Urteil gesprochen, weil der Äter nicht festzustellen war. Geht das nicht in Deinen Kopf.
Wie hättest Du es denn gern gehabt? Beide wegen Mord lebenslänglich einsperren?
Daran werden wir uns erinnern, wenn in Deiner Straße Frau Meier umgebracht wird und nicht zu klären ist, ob Dein Nachbar oder Du sie umgebracht hast. Wir verurteilen dann Euch beide und Du hast als Unschuldiger lebenslang Zeit zu überlegen, wie Du im Knast nun Deinen Nachbarn umlegst, und ob ein "Kuschelurteil" Dir vielleicht doch lieber gewesen wäre.
Allein schon der Begriff "Kuschelurteil" ist völlig dämlich und Nazi-Wortgut.
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03.02.2011 13:57 Uhr von Schwertträger
 
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@Murgol: Auch Dir die Frage:
Welcher von beiden hat denn dann was begangen?

Welcher von beiden den Mord und welcher die Beihilfe?
Solange Du das nciht zuordnen kannst, bleibst Du mit Deinem Dilemma am Anfang.

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